Inge Meyer-Dietrich lädt mit ihrem Roman „Leben und Träume der Mimi H.“ zur literarischen Zeitreise ins Ruhrgebiet um 1900 ein.
Adrian Kasnitz kennt man vor allem als Lyriker. Nun legt er mit Wodka und Oliven seinen ersten Roman vor. Er spielt in Berlin, das der etwas heruntergekommene Flaneur Moritz ziellos durchstreift. Seine Gedanken umkreisen immer wieder alte Erinnerungen, vor allem die um ein altes, abbruchreifes Haus in der westfälischen Provinz, das Haus seiner Kindheit. Präzise […]
Die Blätter fallen, es herbstet vor den Fenstern und nicht wenige nutzen den Tag der Deutschen Einheit zum Kampf gegen das permanente Schlafdefizit. Dabei hätte alles auch ganz anders kommen können – und wir säßen auch am 3. Oktober wie gewöhnlich schlaftrunken in früh- morgendlicher Dunkelheit, auf dem Weg zur Arbeit… Ostberlin 2011: Wiedervereinigung? Fehlanzeige. […]
Antonia Baum: Vollkommen leblos, bestenfalls tot Vieles wurde über dieses Romandebüt bereits geschrieben. Der große Trubel um ihre Lesung bei den „Tagen der deutschsprachiger Literatur“ 2011 in Klagenfurt, besser bekannt als der Vorlesewettbewerb anlässlich des Bachmannpreises, wird vielleicht noch fern in Erinnerung sein. Genauer gesagt: Nicht Baums Lesung verursachte Trubel im feuilletonistischen Blätterwald, es war […]
In der Reihe roterfadenlyrik neu erschienen: J. Monika Walthers Gedichtband Windblüten Maschendraht. Seit 1976 arbeitet sie als freie Schriftstellerin zwischen dem Münsterland und den Niederlanden an Prosa, Hörspiel, Lyrik und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien. Wir präsentieren hier einen Auszug zwecks Verführung zur Lektüre: Die Farbe Schwarz Setze nicht voraus. Fahrt in die Nacht zwischen […]
SJ Schmidts Erinnerungen an seine zwei Biografien. Da ist viel zu erzählen… Im Frühjahr 2013 wird Siegfried Johannes Schmidt (geläufiger: SJ Schmidt) in Nottbeck im Rahmen einer kleinen Aus- stellung sein neues Buch präsentieren – wieder ein Künst- lerbuch, wieder erschienen im Bielefelder Aisthesis-Verlag und wieder in Kooperation mit der Bielefelder Galerie Jesse. Zuvor aber […]
Harald Hartungs neues Buch Der Tag vor dem Abend ist kein Tagebuch im herkömmlichen Sinn, das Tag für Tag Revue passieren lässt. Aber es hat eine tagebuchähnliche Struktur und hält, nach Jahren sortiert, jene Mosaiksteinchen fest, in denen sich Alltag auch manifestieren kann: In kleinen, streiflichtartigen, vielleicht unscheinbaren Begegnungen, in Assoziationen, die, woher auch immer, […]
In seinem neuen Buch „Überleben auf Festivals“ stellt Oliver Uschmann ultimative Fragen: Wie soll man sich verhalten, wenn man einem „Bollo“-Typen begegnet? „Der Bollo ist ein von jeglichen Umgangsformen befreiter, tätowierter Mann, der meistens Jogginghosen aus Ballonseide trägt. Von sich selbst sagt er, dass er ein lieber Typ sei, doch im Gegensatz zur Gattung Männerherz, […]
Literarische Gedanken zu 100 Dingen. Ein Buch von Mirko Kussin und Tobias Wimbauer Die Geschichten hinter den Dingen Wir sind von Dingen umgeben. Dinge, die wir brauchen: EC-Karten, Kühlschränke, Netzteile und Duschen. Andere brauchen wir nicht und besitzen sie trotzdem: Sandwich-Toaster, Kaffeevollauto- maten, Lesezeichen. Oder besitzen sie uns? Und ist die Leere ein Ding? Auch […]
Roland E. Kochs Roman über Kardinal von Galen provoziert, aber polemisiert nicht. Die westfälische Literatur ist nicht gerade reich an Literaturskandalen. Wir erinnern uns: 1956 probten in Schmallenberg junge Rebellen um Hans Dieter Schwarze und Paul Schallück den Aufstand gegen die etablierten, vielfach NS-infizierten Heimatdichter und fragten: Darf/kann/soll es nicht auch in Westfalen eine andere […]
1985 verfasste der französische Skandal-Chansonier und Mime Serge Gainsburgh das Buch „Die Kunst des Furzens. Das explosive Leben des Ivgeni Sokolov“. Und jetzt das hier: Wieder ein Tabubruch, ein Skandal: Jo Raketenpo ist in den Startlöchern und lässt seine Winde wehen, dass sich die Balken biegen. Also festhalten und anschnallen! Pinkus Tulims Kinderbuch „Jo Raketenpo“ […]
All denjenigen, die auch heute noch beim Stichwort „Weihnachtsserie“ in Erinnerungen an glücklichere Kindheitstage schwelgen, sei kurz nach den Feiertagen eine Neu-Edition der Verfilmung der „Vorstadtkrokodile“ von Max von der Grün ans Herz gelegt. Die Erstausstrahlung flimmerte 1977 über die Bildschirme. Das Grau der von der Grün’schen Staublungenliteratur ist in „Vorstadtkrokodile“ dem „Multicolor“ der Siebziger […]