Bücher, Lesungen, Was läuft?

Bruce Willis antwortet nicht

Tilman Rammstedts neuer Roman liegt vor. Am 30. Januar präsentiert er in Nottbeck Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters. Beste Unterhaltung garantiert.

Bruce Willis ist ein notorischer Ignorant und Unsympath. Um nicht zu sagen ein Stinkstiefel. Manchmal zumindest. Warum antwortet er nicht auf die immer dring- licheren Mails eines gewissen Tilman Rammstedt? Warum spielt er nicht mit in dieser Slapstick-Komödie, obwohl ihm 750 Euro Honorar angeboten werden? Warum zieht er sich in den Schmollwinkel zurück? Hat Bruce Willis überhaupt E-Mail?

Fragen über Fragen, rund 150 Seiten lang – auf die Seite 155 folgt übrigens die Seite 999, was ganz dem Charakter dieses abgedrehten, hochkomischen Oeuvres entspricht. Und nicht nur Bruce Willis ist ins Fadenkreuz des nervlich überspannten Erzählers geraten, sondern auch sein früherer Bankberater, der später im Gefängnis landet und vom Erzähler (gemeinsam mit Bruce Willis) entführt werden soll. Jener Bankberater trägt von der ersten Seite an ein bedrohlich psychopathisches Lächeln im ansonsten ordentlich gescheitelten Bürokratenantlitz. Ach ja, und da sind noch ein völlig sinnloser Bankraub, eine Fluchtaktion über Stock und Stein, ein Hund, den der Erzähler zu Tode beißt und fortan ständig mit sich herumschleppt und und und. Turbulent geht’s zu und immer unberechenbar. Weiterlesen…

Was war!

Ich bin ein Papiermensch

„Ich könnte es nicht ungeschrieben lassen.“
Siegfried Kessemeier, niederdeutscher Lyriker (1930-2011)

 

„Ich habe Gedichte gemacht zu bestimmten Künstlern, Malern, Bildhauern und anderen. Und die Bildkunst ist für mich auch immer eine Schwester der Wortkunst gewesen. Da habe ich sehr viele Anregungen aus meiner Tätigkeit mit Bildern gewonnen.“

„Ich bin eigentlich einer, der an allen Orten schreiben kann. Ich schreibe zwar nicht auf dem Fahrrad, aber ich mache Texte auf dem Fahrrad.“

„Es ist so, dass ich eigentlich angefangen habe, hochdeutsch zu schreiben, aber damit nicht zufrieden war, weil es meinen literarischen Ansprüchen nicht genügte. Und ich habe mich eigentlich erst im Niederdeutschen freigeschrieben. Und als ich mich freigeschrieben hatte, da konnte ich auch Texte im Hochdeutschen verfassen, die ich für gelungen hielt.“

„Ich kann nur so schreiben, wie ich schreibe. Andere müssen versuchen, das zu entziffern, wenn sie glauben, dass es sich lohnt.“

„Vergangene Zeit, die nicht vergangen ist. Überall sind Spuren, überall sind Wunden, und die kann man nicht übersehen. Und Geschichte ist für mich Blei- bendes, was weiter zu uns spricht.“

Siegfried Kessemeier, 1930 in Oeventrop (Sauerland) geboren, lebte und arbeitete nach Studium der Geschichte, Germanistik, Philosophie und Publizistik und Promotion als Referent für Landesgeschichte beim LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte sowie als freier Journalist und Lyriker der Sauerländer Mundart in Münster. Einen Nachruf finden Sie unter diesem Link.

Bücher

Gelsenkirchen ist überall

„Ich wollte … immer schreiben.“
Michael Klaus (1952-2008)
Schriftsteller und Drehbuchautor

Er war einer der eigenwilligsten, schrägsten und schrillsten Autoren der deutschen Literaturszene. Dass Gelsenkirchen sein Schicksal war, hat er nie laut ausgesprochen und seinen Wohnort auch nie wirklich verteufelt (aber angemerkt, dass Gelsen- kirchen-Buer „nachts erleuchtet sei von der Panik seiner Bewohner“). Dennoch wurde Michael Klaus das Schicksal zuteil, zu sehr in die Schublade „Ruhri-Autor“ gesteckt zu werden. Zugegeben, seine Themen fand er bevorzugt vor der eigenen Haustür, auf dem Gelsenkirchener Wochenmarkt beispielsweise. Doch was er aus seinen Themen machte, war wirkliche Literatur und hätte überall in Deutschland mehr Leser verdient gehabt. Michael Klaus wurde Opfer jener Klischees, die man in der Öffentlichkeit noch immer mit der Literatur des Potts in Verbindung bringt: Witz und Chuzpe, aber auch irgendwie eher etwas für den Moment, fürs Tagesgeschäft. Klaus schrieb gegen solche Vorurteile an. Seine Stoffe sind zwar oft witzig und bizarr, aber auch hintersinnig und voller Melancholie. Und vor allem: Es macht höllischen Spaß, Michael Klaus zu lesen. Weiterlesen…

Was war!

Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis 2012

Am 12. Dezember wird der Westfälische Literaturpreis an die in Schwelm geborene Autorin Judith Kuckart verliehen.

In ihrer Begründung hebt die Jury hervor, Judith Kuckart verstehe es, historisch und politisch wichtige Themen durch fein gezeichnete Figurenkonstellationen auf außergewöhnliche und beeindruckende Weise für den Leser konkret erfahrbar und zugleich Körperlichkeit im literarischen Raum lebendig werden zu lassen.

Judith Kuckart stammt aus Schwelm, ist aber in der Welt zu Hause. Sie besitzt Wohnsitze in Berlin und Zürich und ist darüber hinaus, bedingt durch ihre Projekte, viel unterwegs. Im letzten Jahr war sie beispielsweise Stipendiatin in London und Essen. Der Aufenthalt in Essen hat ihr besonders zugesagt, „weil ich ja von hier komme“. Auf ihr Nomadenleben angesprochen, antwortete sie: „Also diese großartigen Städtenamen, London, Zürich und Berlin und so: das klingt alles ganz toll, aber ich bin auch ganz oft in Wuppertal und Gütersloh.“ Und demnächst in Nottbeck. Dort wird die Autorin am 12. Dezember den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis entgegennehmen. Weiterlesen…

Was war!

Schauen, was gerade passiert

„Zum Schreiben brauche ich einen ruhigen Ort und einen Laptop.“
Mirko Kussin – Autor, Social Media-Freund und Kleingärtner

 

„Ich habe oft gesagt, dass die Geschichte, die ich erzähle, mir eigentlich gar nicht so wichtig ist und dass ich auch gar nicht an diesen Geschichten und Figuren so wahnsinnig hänge. Ein Rhythmus ist für mich unglaublich wichtig. Dass ein Text toll klingt, dass er einen Sprachrhythmus hat, der einen mitreißt, der einen fesselt. Ich schreibe auch sehr häufig auf einen Klang hin. “

„Ein Kulturoptimist bin ich nicht, aber ich bin ein Optimist, was die neuen Medien betrifft. Ich bin da Fan. Ich sehe da auch ganz viel Potential drin und es ist halt auch einfach eine gesellschaftliche Veränderung, der man sich eh nur bedingt entziehen kann. Es verändert sich halt, es wird immer mehr online passieren. Die Informationen werden anders verbreitet und ich mache da gerne auch mit.“

„Ausloggen mache ich sehr häufig, wenn ich zum Beispiel ganz klassisch ruhrpottmäßig in meinen Schrebergarten gehe. Ich bin Kleingärtner, ich habe einen Schrebergarten in einer Kleingartenanlage mit Drittelregelung und allem Pipapo. Und da logge ich mich aus.“

„Ein Lebensmotto? – nein, habe ich glaube nicht. Und wenn, dann verändert sich das auch ständig, weil immer andere Dinge wichtig werden und unwichtiger werden. Und ich glaube, ein Motto für mein Leben wäre mir zu groß oder würde mich zu sehr einengen.“

Mirko Kussin, 1974 in Recklinghausen geboren, lebt und arbeitet in Dortmund. Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften. Gemeinsam mit Tobias Wimbauer schrieb er das Buch Hundert Dinge.

Bücher

Geschichten aus Bernstein

„Nottbeck ist einfach ein schöner Ort.“
Sabrina Janesch bei ihrer Lesung im Museum für Westfälische Literatur

Die inzwischen in Münster lebende Jungautorin ist zurzeit mit ihrem zweiten Roman Ambra auf Lesetournee. Und wie schon beim mehrfach preisgekrönten Vorgänger Katzenberge schwärmt die Kritik für die Zwischentöne, die diese Autorin so meisterhaft und leichtfüßig beherrscht. In beiden Büchern arbeitet die Autorin, wie sie im Gespräch erläutert, auch Themen und Fragen ihrer Identität auf. In Nottbeck gab es nach ihrer Lesung große Anerkennung und zahlreiche Nachfragen zum Bemühen, das Geflecht der deutsch-polnischen Vergangenheit und Gegenwart literarisch angemessen darzustellen.

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Was war!

Die Freuden des Handwerks

Harald Hartung hat seit seinem ersten Gedichtband Hase und Hegel (1970) in über vierzig Jahren ein bemerkenswertes lyrisches Werk vorgelegt. Vor wenigen Tagen wurde er 80 Jahre alt.

Die Schönheit und die sprachlichen Finessen der Lyrik brachte Harald Hartung den Lesenden in dieser Republik immer auf zweierlei Weise nahe: als kundiger und kluger Essayist, umsichtig urteilender Rezensent und Hochschuldozent, auf sehr viel eindringlichere Weise jedoch als Schreibender. Dass hierbei eine produktive Verwebung stattfand, lässt sich nicht leugnen; dass sie störend aufträte, ist nicht zu behaupten. Es ist recht zutreffend, was Hartung vor Jahren im Gespräch mit Jürgen P. Wallmann einmal äußerte: „Meine Gelehrsamkeit halte ich lieber in den Formen und in den Hintergründen als im Vordergrund.“ Die fortlaufende Auseinandersetzung mit zeitgenössischen wie auch kanonischen Lyrikerinnen und Lyrikern ist den Gedichten somit angenehmerweise häufig nicht auf den ersten oder zweiten Blick anzumerken. Im Vordergrund der Gedichte Harald Hartungs (um bei dieser Differenzierung zu bleiben) steht vielmehr die schriftliche, also immer nachträgliche, aus der Distanz nochmals fokussierende Beschäftigung mit konkreten, sinnlich erfahrbaren Augenblicken. Weiterlesen…

Was war!

Virtuoser Chronist seiner Zeit

Vor 127 Jahren, am 28. Oktober 1885, in Schermbeck geboren: Gustav Sack.

Expressionist, Einzelgänger, Frühverstorbener.

Mit diesen Schlagworten ist nur eine Annäherung möglich. Doch sie signalisieren bereits: Sack ist als Schriftsteller häufig nur am Rande beachtet worden; prominente Fürsprecher für seine Prosa gab es jedoch durchaus, u.a. Erich Maria Remarque, Thomas Mann und Theodor W. Adorno. Damit ist über Sacks Werk zwar noch kaum Näheres benannt, aber es zeigt eine mehr als bloß zeitweilige Wertschätzung an.

2010 wurde im Museum für Westfälische Literatur der Versuch unternommen, Gustav Sack mit Werk und Leben (und allen darin enthaltenen Spannungen und Widersprüchen) als einen zwar weitgehend vergessenen, aber nichtsdestotrotz spannenden Autor zu präsentieren. Seine kritischen Zeitdiagnosen der turbulenten Jahre vor und während des Ersten Weltkriegs, sein Hang zum Romantischen und Mythischen, der immer wieder von einem radikalen Skeptizismus gegenüber einer allzu direkten intellektuellen Zeitgenossenschaft aufgefangen wurde – all das spielt in den drei großen Romanen (der letzte blieb Fragment), auch in der Lyrik Sacks und seinen späten Kriegsnovellen zusammen. Weiterlesen…

Was war!

Das Schreiben passiert einfach

„Sprache fordert. Und wenn man sich vernünftig ausdrücken will, muss man damit arbeiten.“

Thomas Krüger – Lyriker, Kinderbuchautor, Hörbuchverleger

„Vieles, was der Mensch tut, geschieht ja, denke ich, aus einer Haltung von völliger Hybris, aus einem Sich-Überschätzen. Wir lesen immer noch, dass wir die Krone der Schöpfung sind und so einen Käse. Ich halte den Menschen für ein Zufallsprodukt.“

„Lyrik, so wie ich sie verstehe, sollte versuchen, all diesem Aufeinanderprallen von Eindrücken, denen man heute ja ausgesetzt ist, gerecht zu werden. Ich persönlich kann mit einer Lyrik, die sich rausnimmt aus dem Strom dessen, was stattfindet, nicht so viel anfangen. Ich halte das für sehr künstlich.“

„Das Setzen von Bildern, das Verfassen von Versen, ganz egal, ob ich es mit Reimschema, mit strengem Metrum oder ohne versuche, muss schon präzise sein. Es sollten die richtigen, die passenden Worte sein.“

„Das Schreiben ist zum großen Teil ein Ventil. Es gibt Situationen, da habe ich so viel Arbeit um die Ohren, Erwerbsarbeit, dass es mich ärgert und dass das Schreiben dann hauptsächlich nachts stattfindet.“

Thomas Krüger, 1962 in Löhne geboren, lebt heute in Bergisch Gladbach und betreibt zudem den Hörbuchverlag Schall und Wahn. Das Literaturarchiv NRW präsentiert einige seiner Gedichte.

Bücher

Weg von hier, auf und davon

Adrian Kasnitz kennt man vor allem als Lyriker. Nun legt er mit Wodka und Oliven seinen ersten Roman vor. Er spielt in Berlin, das der etwas heruntergekommene Flaneur Moritz ziellos durchstreift. Seine Gedanken umkreisen immer wieder alte Erinnerungen, vor allem die um ein altes, abbruchreifes Haus in der westfälischen Provinz, das Haus seiner Kindheit. Präzise Beobachtungen, Momente des Intimen und Lakonischen, eine über allem schwebende melancholische Verlorenheit – all das hat der Lyriker Kasnitz in diesen ambitionierten, mit raffinierter Montagetechnik operierenden, nach- denklichen, spätjugendlich bewegten Erinne- rungsroman herübergerettet. Wodka und Oliven ist zugleich ein Roman über die latente Präsenz der Provinz, die der Protagonist abstreifen möchte und doch nicht kann. Er weiß nur: „Ich musste da weg.“

Als er bei der nächsten Straßenecke angelangt war, war da dieses Mädchen, diese junge Frau, die ihm entgegenkam. Er war sich gar nicht sicher, ob sie wirklich auf diesem Bürgersteig als Bürgerin ging oder nur dort stand und sich umwandte. Weiterlesen…

Bücher, Was war!

Wortgewaltig wiederbelebt

Die Blätter fallen, es herbstet vor den Fenstern und nicht wenige nutzen den Tag der Deutschen Einheit zum Kampf gegen das permanente Schlafdefizit. Dabei hätte alles auch ganz anders kommen können – und wir säßen auch am 3. Oktober wie gewöhnlich schlaftrunken in früh- morgendlicher Dunkelheit, auf dem Weg zur Arbeit…

Ostberlin 2011: Wiedervereinigung? Fehlanzeige. Dieses verrückte Experiment fand 1989 ganz schnell ein Ende. Bevor auch die letzten Genossen abhauen, zaubert Egon Krenz die „Wiederbelebung“ aus dem Hut: die Mauer rasch wieder hochgezogen und die ostdeutschen Bürger mit sozialistischen Konsumartikeln verwöhnt. 22 Jahre später ist die DDR aber endgültig pleite. Höchste Zeit für Verhandlungen mit Bundeskanzler Oskar Lafontaine. Doch dann taucht die Leiche eines ehemaligen Wirtschaftsberaters auf. Einsatz für: Martin Wegener, Hauptkommissar der Volkspolizei. Eigenbrötler, Liebesversehrter, Durchwurschtler. Aber: ausgestattet mit einem genialisch-detektivischen Spürsinn. Mit und in dieser Republik ist er älter geworden. Die mit Rapsöl betankten DDR-Kisten machen das ganze Land zur Frittenbude – und das dringt durch alle Poren irgendwann auch ins Gemüt.

Der Roman Plan D beginnt wie er endet, mit einer sehr männlichen Handlung:

Wegener öffnete den Reißverschluss der Cordhose, zog mit zwei Fingern seinen Penis heraus und entspannte sich. Ein paar Sekunden war es vollkommen still, dann prasselte der heiße Urin auf das trockene Laub, immer schubweise, ein Schwall versiegte, dann kam der neue, wuchs zu einem dampfenden Bogen und verkümmerte wieder, wurde vom nächsten abgelöst. Wegener stellte sich breitbeiniger hin, zählte mit, zum zehnten, zum elften, zum zwölften Mal baute sich der dünne Strahl auf, krümmte sich und ging ein, plötzlich unterbrochen, dann tröpfelte es nur noch. Weiterlesen…

Was war!

Auf dem Papier austoben

„Für mich ist das immer auch eine körperliche Erfahrung und ich schwitze fürchterlich dabei.“

Jürgen Wiersch – Dichter, Performer, Musiker, Schauspieler

„Ich muss mit dem Stift erstmal schreiben, meinen Körper austoben auf dem Papier. Ich muss meine Stimme erproben währenddessen, wie klingt das, was ich da produziere. Und während der Performance natürlich auch. Was für mich wichtig ist: Der Raum, in dem ich mich bewege.“

„Wichtig finde ich weniger eine politische Haltung per se, als wirklich zu hinterfragen: Was macht das mit mir? Wenn ich himmelschreiende Ungerechtigkeiten sehe, wenn ich Phlegma sehe: Wie verhalte ich mich dazu? Da setzt meine Literatur an, einfach zu erforschen, wie wirkt die Sprache, die benutzt wird, der Jargon, auf mich? Wohin treibt er mich?“

„Ich nehme lieber ein bisschen mehr Anlauf, hole die Leute ab und lasse denen auch ihre Verwirrtheit und vertraue darauf, dass ich sie irgendwo einfange und dass die sich ein bisschen darauf einzwingen: auf das, was ich mache.“

„Wenn ich an die Dadaisten denke und ihre spektakulären Auftritte, wenn ich an das Cabaret der 1920er Jahre denke – da kann man schon eine Brücke schlagen. Und ich sehe meine Experimente ja eher darin, dass ich diesen ganzen Formenschatz aufgreife und für mich nutzbar mache und diesen Formenschatz einfach reibe, an dem, was tagtäglich so an Meldungen oder an Schreibwellen so alles reinkommt.“

Jürgen Wiersch, 1958 in Bochum geboren, lebt in Dortmund. Er ist Autor, Pädagoge, Schauspieler und Performance-Künstler. Veröffentlichungen sowohl in selbstständigen Gedichtbänden als auch in Anthologien. – Das komplette Interview findet sich hier.