24. September 1738: Johann Moritz Schwager wird geboren. Wer war dieser Sohn eines Landwirts und Wagenbauers? Heute ist der wortmächtige Aufklärer kaum noch jemandem bekannt. Zu Unrecht. Seit 1768 war Schwager evangelischer Pfarrer in Jöllenbeck bei Bielefeld. Ein Landpfarrer also, der aber unerlässlich schriftstellerisch aktiv war; ein Workaholic, wie wir heute sagen würden: Das Werk […]
Paul Zech (1881-1946) war einer der umtriebig-rastlosen Schriftsteller, dessen Werk sich im Nachhinein kaum als geschlossenes darstellen lässt. Zu komplex und vielschichtig ist seine literarische Produktion von knapp 40 Jahren; bedingt natürlich auch durch die Turbulenz des Lebenslaufs zwischen und inmitten zweier Weltkriege. Paul Zech hinterlässt 11 Romane, etwa 20 Novellenbände sowie knapp 30 Dramen […]
1. September 1915: Beim Sturmangriff auf feindliche Stellungen am Dnjepr- Bug-Kanal in Weißrussland stirbt Haupt- mann August Stramm kurze Zeit nach einem Kopfschuss. Der frühexpressionistische Dichter wird am folgenden Tag auf einem nahegelegenen Friedhof beerdigt. In Berlin schreibt Alfred Döblin am 21. September an Herwarth Walden, den gemeinsamen Freund und Herausgeber der bedeutenden avantgar- distischen […]
„Woran ich glaube“, „Der Platz, an dem ich schreibe“… Paul Schallück (1922-1976) war ein sehr nahbarer Autor. Das war er auch in seinen Romanen. Der Leser stand ihm immer ganz nah vor Augen. Schallück schrieb einfache Sätze, Hauptsätze, die für jedermann plausibel waren und ihre Wirkung nicht verfehlten. Auf diese Wirkung kam es ihm an. […]
In der Gattung der Schwarz-Weiß-Literatur, soviel ist sicher, hätte sich Max von der Grün ebenso wie als Arbeiterschriftsteller einen Klassikerstatus redlich verdient. Seine Bücher wirken, als sei die Farbschriftstellerei erst lange nach ihnen erfunden worden. Aber ähnlich wie die Meister des Schwarz-Weiß-Films wusste er gekonnt mit der Farbreduktion umzugehen und entdeckte sie als Stilmittel für […]