„Jeder Mensch erfindet sich früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält.“ Das fast schon zur Sentenz gewordene Zitat von Max Frisch zeigt einmal mehr, wie essenziell, wie existenziell das Bedürfnis erzählen zu wollen sein kann. Erzählen, damit alles am Ende einen Sinn ergibt. Erzählen, um sich durch Möglichkeitsformen seiner selbst zu […]
„Mein Wunsch-Lebensort? Das Zentrum der namibischen Wüste.“ S. J. Schmidt – Kommunikationswissenschaftler und Autor „Ich muss das Manuskript, den Text erst einmal im Kopf stehen haben, ehe ich anfangen kann zu schreiben. Und das mache ich entweder in Ablaufmodellen oder in Stichwortfolgen. Da arbeite ich schon relativ kontrolliert und nicht so ins Blaue hinein. Bei […]
„Ich glaube, ich habe eine sehr missionarische Ader.“ Marc Degens, Autor, Herausgeber und Verlagsgründer „Jedes Buch ist irgendwie anders, ich arbeite mit anderen Stilen. Ich habe ja auch so eine Kolumne, in der ich fiktive Romane vorstelle, weil man so viele Ideen hat, die man jetzt nicht anders umsetzen kann. (…) Was insgesamt ein Schwerpunkt […]
„Man kann in der niederdeutschen Lyrik sehr viele Dinge machen, aber man muss sie präzise, ehrlich und direkt machen. Die Sprache zwingt einen dazu.“ Georg Bühren – Schriftsteller und Hörspieldramaturg „Es gibt ein gewisses Grundharmonie-Bedürfnis, ohne das ich nicht auskomme. Ich glaube nicht, dass Kunst immer nur aus Krisensituationen hervorgeht, wie es häufiger zu lesen […]
Christoph Wenzel ist Preisträger des diesjährigen Stipendiums, das im Namen des von 1962-1975 in Köln lebenden Lyrikers, Schriftstellers und Herausgebers Rolf Dieter Brinkmann seit 1990 von der Stadt Köln vergeben wird. Das mit 10.000 € dotierte Stipendium haben neben bekannten Autoren wie Thomas Kling und Marcel Beyer auch die noch vor wenigen Wochen in Nottbeck […]
„Ich brauche Menschen. Ich brauche auch eine Stadt, ehrlich gesagt. Ich brauche Ablenkungen, ich brauche Kino, ich brauche Bücher, ich brauche Bars.“ Tilman Rammstedt, Schriftsteller „Beim Schreiben läuft das meistens so, dass ich es den ganzen Tag versuche und es klappt nicht richtig und dann setze ich mich abends wieder hin und es klappt erstmal […]
westfälische dichtung, fehlanzeige? von Crauss „in der pflege der kunst und dichtung sind wir westfälinger hinter den anderen deutschen volksstämmen weit zurück,“ schreibt Justus Möser, ein zeitgenosse von Matthias Claudius. „die freundliche gottheit des liedes liebt leichtentzündliche naturen, wir aber sind zu ernst, zu gründlich, zu schwerfällig.“ mag es an dieser schwerfälligkeit liegen, dass bis […]
„Für mich gibt es nichts Schöneres, als wenn das Publikum lacht.“ Mischa-Sarim Vérollet, Poetry Slammer und Autor „Irgendwann kommt der Punkt, dann muss ich schreiben und dann setzt man sich hin, macht sich eine Flasche Bier auf und schreibt dann so drei, vier Stunden, wenn man so richtig in den Flow reinkommt. Und dann […]
„Das Wichtigste in meinem Leben ist Literatur.“ Ivette Vivien Kunkel, Lyrikerin und Schriftstellerin „Ich versuche, Sprache dazu zu benutzen, mir meine eigene Wirklichkeit klarzumachen. Und dadurch kann ich mich einfach nicht immer an Grammatik halten oder an vollständige Sätze (…) im Grunde widerstreitet man mit sich selber, und das versuche ich dann, glaube ich, auch […]
„Ich schreibe, weil die Ideen in meinem Kopf sind und wenn ich sie nicht herauslasse, dann bleiben sie da drin und machen mich verrückt.“ Sebastian 23 – Poetry Slammer, Kabarettist und Liedermacher „Der Kontakt zur Slam-Szene ist meine Arbeit. Ich organisiere selbst sehr viele Poetry Slams und lade viele Slammer ein, reise sehr viel zu […]
Den feinen Kokon unserer Alltagszivilisation verlassen – Oliver Uschmann spricht über den neuen, gemeinsam mit Sylvia Witt geschriebenen Roman Log Out! Herr Uschmann, sind Sie ein literarischer Sozialforscher? Eine Redakteurin und Studentin aus Hildesheim sagte einmal zu mir, ich betreibe „literarischen Kulturjournalismus“. Das hat mir sehr gefallen. „Literarischer Sozialforscher“ ist auch nicht schlecht, auch wenn […]
„Ich empfinde mein Schreiben auch als eine Lebensform.“ Erwin Grosche – Autor, Kabarettist und Kleinkünstler des Skurrilen „Ich glaube an das Unperfekte, an das Suchen, das Nicht-Stillstehen. Da bin ich sehr empfindlich, wenn ich merke, dass ich etwas vollständig begriffen habe, ich bin sehr unzufrieden, wenn ich jede Ecke in meinem Haus kenne. Dann müsste […]