„Mein Wunsch-Lebensort? Das Zentrum der namibischen Wüste.“
S. J. Schmidt – Kommunikationswissenschaftler und Autor
„Ich muss das Manuskript, den Text erst einmal im Kopf stehen haben, ehe ich anfangen kann zu schreiben. Und das mache ich entweder in Ablaufmodellen oder in Stichwortfolgen. Da arbeite ich schon relativ kontrolliert und nicht so ins Blaue hinein. Bei literarischen Arbeiten ist das etwas anders. Da brauche ich einfach einen Aufhänger, der stark genug ist, um eine ganze Girlande von Ideen dann auch zu tragen.“
„Für mich gibt es wichtige Bücher – ob die jeder gelesen haben sollte, ist etwas anderes. Für mich war Kleist ein Autor, ohne den ich mir nicht vorstellen könnte, wirklich Interesse für Literatur gefunden zu haben. Aber muss ich jetzt allen Kleist empfehlen?“
„Es gibt im Alltag immer noch Dinge, die einen neugierig machen können: in der Wissenschaft, in der Kultur, in den Medien. Immer dann, wenn die Routine unterbrochen wird, dann kann man anfangen, neugierig zu werden. Ob es sich immer lohnt, ist eine andere Sache.“
„Kunst ist für mich der größte Routineunterbrecher. Und wenn mir das ab und zu gelingt, ist das sozusagen die Bestätigung dafür, dass ich noch am Leben bin.“
Siegfried J. Schmidt, 1940 in Jülich geboren, ist vor allem als Kommunikations- und Literaturwissenschaftler durch zahlreiche Publikationen bekannt geworden; Professuren an den Universitäten Bielefeld, Siegen und Münster. Zugleich veröffentlichte er literarische Arbeiten; zuletzt erschienen im Aisthesis Verlag die Bände an den windstillen vorbei (2010) und lebens listen (2013) – sowie das von ihm selbst zusammengestellte S. J. Schmidt Lesebuch (2012).



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