„Man kann in der niederdeutschen Lyrik sehr viele Dinge machen, aber man muss sie präzise, ehrlich und direkt machen. Die Sprache zwingt einen dazu.“
Georg Bühren – Schriftsteller und Hörspieldramaturg
„Es gibt ein gewisses Grundharmonie-Bedürfnis, ohne das ich nicht auskomme. Ich glaube nicht, dass Kunst immer nur aus Krisensituationen hervorgeht, wie es häufiger zu lesen ist. Ich glaube, man braucht eine gewisse Harmonie, man braucht eine gewisse Grundkonstitution, die einem die Freiheit gibt, aus der man dann frei improvisieren kann, was ja zum Schreiben einfach nötig ist.“
„Pathos ist für mich immer und vom Wort her schon mit einer gewissen Falschheit belegt. Das kann es nicht sein. Das gilt gerade für das Niederdeutsche, bei dem es ja im Vergleich zum Hochdeutschen keine wirklichen Satzgefüge gibt. Es gibt auch keine Konglomerate aus drei Substantiven, die ein neues Wort bilden. Man muss das alles klein, einzeln und präzise machen. Das ist, glaube ich, der Vorteil des Niederdeutschen. ‚Platt‘ ist ja eigentlich, von der Bezeichnung her, etwas Gutverständliches.“
„Menschen miteinander reden zu lassen und in dem, was sie sagen, ihren Charakter zu erkennen, das ist, glaube ich, das Grundprinzip und die Qualität eines Hörspiels.“
Georg Bühren, 1955 in Mettingen (Westf.) geboren, Autor, Hörspieldramaturg und Dokumentarfilmer, arbeitet in der Hörspielabteilung des WDR und schreibt niederdeutsche Gedichte und Hörspiele. Zuletzt erschienen sein Roman Der Zirkular (2009) sowie der niederdeutsche Lyrikband Unnerweggens (2012).




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