Was war!

Kulturoptimist bleiben

„Ich glaube, ich habe eine sehr missionarische Ader.“
Marc Degens, Autor, Herausgeber und Verlagsgründer

„Jedes Buch ist irgendwie anders, ich arbeite mit anderen Stilen. Ich habe ja auch so eine Kolumne, in der ich fiktive Romane vorstelle, weil man so viele Ideen hat, die man jetzt nicht anders umsetzen kann. (…) Was insgesamt ein Schwerpunkt ist: nicht Pop gegen E-Literatur auszuspielen, sondern eher auf die einzelnen Sachen zu schauen. Nicht jeder Gedichtband ist gut, nicht jede Pop-Platte ist gut, aber man muss einfach die besten Sachen auswählen, und daher kommt man zu tollen Sachen, und darf dabei keine Scheuklappen haben.“

„Ich tue mich sehr schwer mit dem Schreiben, ich schreibe sehr langsam. Wie Peter Handke acht Stunden vor dem weißen Blatt sitzen, eine halbe Seite schreiben – bei Peter Handke ist diese Seite dann endgültig, bei mir wird sie vielleicht am nächsten Tag gestrichen. Es hat sehr viel mit Disziplin zu tun, dass man sich an den Schreibtisch setzt, dass man anfängt. Das ist so eine Blockade, die man eigentlich alltäglich zu überwinden hat.“

„Schriftsteller sind eigentlich normale Menschen, wie du und ich, die sich für das Alltägliche interessieren. Und was dahinter steckt, ist eigentlich: Ich bin sehr begeistert und sehr angetan von Literatur und nehme die Literatur sehr ernst und sehr wichtig, aber nicht unbedingt die Literaten.“

Marc Degens, geboren 1971 in Essen, Studium der Germanistik und Soziologie an der Ruhr-Uni Bochum, seitdem freier Schriftsteller. Er ist Herausgeber der SuKuLTuR-Heftreihe Schöner Lesen, die Erzählungen deutschsprachiger Gegenwartsautoren über Süßwarenautomaten vertreibt. Er war Herausgeber des Online-Feuilletons satt.org und Mitglied der Popformationen Superschiff und Stendal Blast. Zuletzt erschienen sein Roman Das kaputte Knie Gottes (Knaus Verlag, 2011) sowie Kolumnen unter dem Titel Unsere Popmoderne (Verbrecher Verlag, 2010).

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