
Als Unprojekt im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2010 in Mülheim an der Ruhr gegründet, versammelt das Richtungsding in bisher fünf Ausgaben Prosa und Lyrik von jungen Autorinnen und Autoren – vor allem aus dem Ruhrgebiet. Es bildet für eine literarisch unterrepräsentierte und unterversorgte Region eine Art jungen Salon. Das Richtungsding veröffentlicht hauptsächlich ambitionierte Kurzdebüts von inzwischen mehr als 65 Autorinnen und Autoren und fördert mit regelmäßigen Lesungen die Vernetzung der Szene und den Austausch über Literatur. Mit seiner Agenda füllt das Richtungsding leidenschaftlich eine Lücke zwischen Veröffentlichungen im Eigenverlag und den Literaturverlagen und fördert mit jeder Ausgabe neue Talente zu Tage. Ein großer Erfolg sind die regelmäßigen Premierenlesungen vor oft mehr als 100 Zuhörenden im Ringlokschuppen Mülheim, in deren Rahmen ein gleichnamiger Publikumspreis verliehen wird.
Herausgegeben und gegründet wurde das Richtungsding von Harald Gerhäußer und Jan-Paul Laarmann. Mit dem Erscheinen von Ausgabe VI übernimmt eine erweiterte Redaktion um Jan-Paul Laarmann die Verantwortung für das Heft.
„Ich glaube, ich habe eine sehr missionarische Ader.“
Marc Degens, Autor, Herausgeber und Verlagsgründer
„Jedes Buch ist irgendwie anders, ich arbeite mit anderen Stilen. Ich habe ja auch so eine Kolumne, in der ich fiktive Romane vorstelle, weil man so viele Ideen hat, die man jetzt nicht anders umsetzen kann. (…) Was insgesamt ein Schwerpunkt ist: nicht Pop gegen E-Literatur auszuspielen, sondern eher auf die einzelnen Sachen zu schauen. Nicht jeder Gedichtband ist gut, nicht jede Pop-Platte ist gut, aber man muss einfach die besten Sachen auswählen, und daher kommt man zu tollen Sachen, und darf dabei keine Scheuklappen haben.“
„Ich tue mich sehr schwer mit dem Schreiben, ich schreibe sehr langsam. Wie Peter Handke acht Stunden vor dem weißen Blatt sitzen, eine halbe Seite schreiben – bei Peter Handke ist diese Seite dann endgültig, bei mir wird sie vielleicht am nächsten Tag gestrichen. Es hat sehr viel mit Disziplin zu tun, dass man sich an den Schreibtisch setzt, dass man anfängt. Das ist so eine Blockade, die man eigentlich alltäglich zu überwinden hat.“
„Schriftsteller sind eigentlich normale Menschen, wie du und ich, die sich für das Alltägliche interessieren. Und was dahinter steckt, ist eigentlich: Ich bin sehr begeistert und sehr angetan von Literatur und nehme die Literatur sehr ernst und sehr wichtig, aber nicht unbedingt die Literaten.“
Marc Degens, geboren 1971 in Essen, Studium der Germanistik und Soziologie an der Ruhr-Uni Bochum, seitdem freier Schriftsteller. Er ist Herausgeber der SuKuLTuR-Heftreihe Schöner Lesen, die Erzählungen deutschsprachiger Gegenwartsautoren über Süßwarenautomaten vertreibt. Er war Herausgeber des Online-Feuilletons satt.org und Mitglied der Popformationen Superschiff und Stendal Blast. Zuletzt erschienen sein Roman Das kaputte Knie Gottes (Knaus Verlag, 2011) sowie Kolumnen unter dem Titel Unsere Popmoderne (Verbrecher Verlag, 2010).
Es war ein Konzert der besonderen Art. Wann bekommt man Jacques Palminger in hiesigen Breiten schon mal zu Gesicht? Am 28. September aber war es so weit. Er gastierte mit dem vorzüglichen 440Hertz-Trio auf dem Kulturgut. Anlass war die Abschlussveranstaltung des Festivals Literaturland Westfalen.
Palminger und Co. brachten ihre im Frühjahr erschienene CD Jzz und Lyrk (kein Tippfehler!) zu Gehör, auf der sich so herrlich melancholische Verse finden wie: „Im Schuppen liegen hundert Gehwegplatten / aus der Zeit, als wir noch Träume hatten / die hätte ich so gern für dich verlegt.“ Im Sprechgesang zu süffigen Jazz-Arrangements hingeraunt, verbreiten Palmingers Texte zunächst einen seltsam fremden Höreindruck. Beim zweiten Anhören von Jzz und Lyrk stellt sich bereits eine ganz andere Stimmung ein. Man bekommt ein Ohr für die Raffinessen und Feinheiten der Produktion und auch für die traumverlorenen Texte, die sich in einem ganz eigenen Kosmos bewegen. Nach dem dritten bis zehnten Hören möchte man dann nur noch jubeln: Wunderbar, bezaubernd, was für ein Meisterwerk! Eine CD mit dem Zeug zum Klassiker, die es verdient, den Meisterwerken des Genres „Jazz und Lyrik“ an die Seite gestellt zu werden – also etwa Gert Westphals legendärer Interpretation der Gedichte Gottfried Benns, Peter Rühmkorfs wunderbar-melodischen, in wechselnden Formationen eingespielten Versionen eigener Gedichte oder Ernst Jandls genial intoniertem Lyrikvortrag mit der NDR-Big-Band (Laut und Luise / Aus der Kürze des Lebens).
Palminger interpretiert „Jazz und Lyrik“ anders, auf ganz eigene Weise. Mit unaufdringlicher, einschmeichelnder Stimme erzählt er merkwürdig verstörende „Ich“-Geschichten, verliert sich in surreal angehauchten Miniaturen, changiert augenzwinkernd zwischen Größenwahn, schwüler Erotik, Lebensphilosophie und Kindheitsphantasie.
Das Schöne an Palmingers Auftritten ist die routinierte Lässigkeit und Selbstverständlichkeit, mit der Text und Musik lustvoll zusammenspielen. Wobei immer wieder Palmingers Hang zum Perfektionismus auffiel. So bizarr die Texte auch sind – alles klingt harmonisch-stimmig, wie füreinander geschaffen.
Das Publikum fand es großartig und spendete reichlich Beifall. Palminger möchte übrigens gern wiederkommen. Das Kulturgut gefiel ihm ausgesprochen gut. Vielleicht bringt er das nächste Mal seine Mitstreiter Rocko Schamoni (Dorfpunks) und Heinz Strunk (Fleisch ist mein Gemüse) mit, mit denen er das anarchistische Komik-Trio Studio Braun bildet, das es – allem Bürgerschreck-Image zum Trotz – inzwischen bis zu Inszenierungen am Deutschen Theater in Berlin gebracht hat (aktuell: Fahr zur Hölle, Ingo Sachs). Im letzten Jahr waren die drei in dem schon jetzt zum Kult avancierten Film Fraktus zu sehen. Der Film handelt vom Comeback einer Band, die es nie gegeben hat. Muss man erstmal drauf kommen.
Walter Gödden
Bücher bieten uns viele Erkenntnisse und Informationen.
Bücher erinnern uns an Vergangenes, helfen uns anzunehmen, was ist.
Bücher bringen uns auf andere Gedanken, in andere Welten.
Es sind die Menschen, ihre Ideen und Leidenschaft, die unseren Verlag zu dem machen, was er ist. Wichtig ist es uns dabei, eine umweltfreundliche Unternehmenskultur zu pflegen, die mit den Rohstoffen aus der Natur nachhaltig umgeht. Diese Philosophie verwirklichen wir beim FSC-zertifizierten Buchdruck, sowie z.B. auch durch den Einsatz erneuerbarer Energien, die Ausarbeitung kurzer Transportwege, klimaneutrales Webhosting und die Arbeit mit Partnern, die unsere Einstellung teilen. Darüber hinaus möchten wir uns als Familienunternehmen, das unseren Namen trägt, ausdrücklich von sogenannten Druckzuschussverlagen distanzieren. Wir stehen für freundschaftliche Zusammenarbeit mit unseren AutorInnen. In diesem Zusammenhang verweisen wir gern auf das Aktionsbündnis für faire Verlage, dessen Philosophie wir teilen.
Der Verlag wurde 2009 in Voßheide, einem kleinen Ort in der Nähe von Lemgo in Lippe, gegründet. Nach der Arbeit am ersten Roman von Niko Wacker durften wir uns über wachsendes Interesse von AutorInnen freuen, die ihr Werk in unserem Verlag veröffentlichen wollten. Weitere Publikationen, Kontakte, Veranstaltungen und Messebesuche in Frankfurt und Leipzig folgten. Mit dem Bundesland Nordrhein-Westfalen verbindet uns nicht nur unser Verlagssitz: auch die AutorInnen Anke Pethig, Bernard Ostersiek und Christiane Höhmann leben und wirken hier.
Zu unserem Verlagsprogramm gehört unterhaltsame Belletristik ebenso wie unsere „Herzensangelegenheit“ Kinder- und Jugendbuch. Dabei legen wir Wert auf die Inhalte, ein sorgfältiges Lektorat sowie eine ansprechende Buchgestaltung und -ausstattung.

Der Ardey-Verlag wurde bereits 1951 gegründet, damals noch mit Sitz in Dortmund. Namensgebend war ein Höhenzug zwischen Hagen und Dortmund. In der Anfangzeit reicht das Buchprogramm von wissenschaftlichen Publikationen, über belletristische Werke bis hin zu offensichtlichen Kitschromanen: In der Publikationsliste des Jahres 1952 findet sich Schelskys Wandlungen der deutschen Familie in der Gegenwart neben Bildbänden. Daneben verlegt man so genannte „Frauenromane“ und unterhält eine Reihe „Der aktuelle Filmroman“, die sich „von gewissen, Anstand und Geschmack verletzenden Druckerzeugnissen abzugrenzen“ wünscht und „auf anständige und kurzweilige Art und Weise unterhalten“ möchte – mit Titeln wie Die Frauen des Herrn S., ein heiterer Roman zum Film mit Sonja Ziemann, Paul Hörbiger, Rudolf Platte, Walter Giller und anderen. Aber auch Literatur für höhere Ansprüche wird bei Ardey verlegt.
Zwischenzeitlich wird die Buchproduktion in den 1970er Jahren eingestellt und erwacht erst zu Beginn der 1990er Jahre wieder zu neuem Leben. Sitz des Ardey-Verlags ist heute Münster. Wir bieten in unseren Büchern ein abwechslungsreiches Programm zu Westfalens Vergangenheit und Gegenwart, zur westfälischen Kultur, Literatur und Geschichte sowie zum Archivwesen. Neben dem Buchprogramm erscheint im Ardey-Verlag das Kulturmagazin Westfalenspiegel, 1951 der eigentliche Gründungsanlass des Verlags. Mittlerweile ist der Westfalenspiegel, das alle zwei Monate erscheinende Kulturmagazin für Westfalen-Lippe, aus der westfälischen Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken. In jeder Ausgabe erwartet die Leser ein spannender Mix aus aktuellen Nachrichten, interessanten Reportagen, Hintergrundberichten, exklusiven Interviews, Porträts, Essays und Buchrezensionen. Außerdem Kulturtipps und Termine, die in dieser Zusammenstellung in anderen Medien und in der Tagespresse nicht zu finden sind.
Homepage: www.ardey-verlag.de
Seit wann gibt es Ihren Verlag? Warum wurde er gegründet?
Der Ventura Verlag wurde 2007 von Magnus See gegründet mit Sitz in Werne an der Lippe. Nach Jahren der Erfahrung u.a. als Lektor in verschiedenen Verlagen wuchs in Magnus See der Wunsch, einen eigenen belletristischen Buchverlag zu gründen. Ursprünglich war er als Eigenverlag geplant, weil Magnus See und Christian Huppert die kreative Kontrolle über ihre satirisch bissige Kurzgeschichtensammlung Wege in die spontane Erfolglosigkeit (2009) behalten wollten. Doch noch vor der Veröffentlichung kamen befreundete Autoren auf ihn zu und sahen die Chance, ihre Werke im Ventura Verlag zu veröffentlichen. Mit den Jahren kamen immer mehr Autoren auf Magnus See zu, der Verlag wuchs und die Arbeit wurde mehr.
Was macht Ihren Verlag einzigartig? Was ist Ihnen bei Ihrem Programm wichtig?
Im Ventura Verlag herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre zwischen Verleger und Autoren. Nur gemeinsam kann man seine Werke erfolgreich bekannt machen. Dazu investiert der Verlag viel Arbeit, Energie und Geld, ist aber auf die Zusammenarbeit und die persönlichen Ressourcen der Autorinnen und Autoren angewiesen. So wurden Lesungen und Aktionen, Pressearbeit und PR in enger Abstimmung durchgeführt, um viele Leser zu erreichen. Der Verlag ist stark lokal geprägt mit Autorinnen und Autoren aus der Gegend rund um Werne herum. Der lokale Bezug ist aber keine Pflicht; gerade bei den Kurzgeschichtensammlungen sind Autoren aus ganz Deutschland vertreten. Das Programm des Verlages soll einen schön abwechslungsreichen Querschnitt durch die Belletristik bieten: Kinderbücher, Kurzgeschichtensammlungen, Romane aus allen Genres, Kolumnensammlungen, sogar Gedichte haben ihren Platz und ihre Leser gefunden. Ehrlichkeit gegenüber den Autoren steht ganz oben auf der Agenda des Verlags. Man muss im Vorfeld ehrlich einschätzen, ob das Buch seine Leser finden wird, oder ob man nur Verwandten und Freunden eine Freude machen kann. Auch muss am Anfang klar sein, wie viel die Buchproduktion nach den Vorstellungen der Autoren kosten würde, und ob der Verlag allein in der Lage ist, diese Projekte zu finanzieren oder nicht. Weiterlesen…
Zwei Tage lang stand das Kulturgut Haus Nottbeck ganz im Zeichen westfälischer Kleinverlage. „Wir wollten bewusst Verlagen, die nicht so sehr im Rampenlicht stehen, eine Bühne bieten“, erläuterten die Veranstalter. Denn die Bedeutung der Kleinverlage wird oft unterschätzt. Und: Ohne das Engagement idealistischer Kleinverleger wären viele Buchtitel nie erschienen. Ein berühmtes Beispiel ist hierfür der Hagener Dichter und Büchner-Preisträger Ernst Meister, der bei einem kleinen Verlag debütierte. Viele Autoren ziehen die Zusammenarbeit mit einem „Verleger ihres Vertrauens“ vor.
Die „text & talk“-Buchmesse zeigte vor allem die Vielfältigkeit kleinerer Verlage auf. Das Spektrum reichte von der Kinder- und Jugendliteratur über Lyrik bis zum Poetry Slam. Die insgesamt 41 vertretenen Verlage nutzten die Gelegenheit, ihr Programm im Rahmen einer offenen Lesebühne vorzustellen: 21 höchst unterschiedliche Lesungen, Performances und Podiumsdiskussionen, bei denen auch der Unterhaltungswert nicht zu kurz kam. Zugleich war „text & talk“ eine Verkaufsmesse und somit eine ideale Ergänzung zum traditionellen Nottbecker Büchermarkt. Beide Seiten – die Antiquare wie die Verleger – empfanden das Miteinander als Bereicherung. Und auch das Publikum nahm das neue Angebot dankbar an.
Es gibt nichts, was sich nicht verbessern ließe. Beim nächsten Mal soll die Veranstaltung an einem Tag stattfinden, um die Synergieeffekte noch mehr zu bündeln. Außerdem sollen die Begleitveranstaltungen und Verlagspräsentationen noch stärker verzahnt werden. Aber auch so kann man mit dem Debüt zufrieden sein. Die beteiligten Verlage versprachen jedenfalls, beim nächsten Mal wieder auf das Kulturgut Nottbeck zu kommen, das eine ideale Atmosphäre für Veranstaltungen dieser Art biete. Zuvor aber wird es die NRW-Buchmesse im Rheinland geben, um auch die dortige Kleinverlags-Szene abzubilden.

„Man kann in der niederdeutschen Lyrik sehr viele Dinge machen, aber man muss sie präzise, ehrlich und direkt machen. Die Sprache zwingt einen dazu.“
Georg Bühren – Schriftsteller und Hörspieldramaturg
„Es gibt ein gewisses Grundharmonie-Bedürfnis, ohne das ich nicht auskomme. Ich glaube nicht, dass Kunst immer nur aus Krisensituationen hervorgeht, wie es häufiger zu lesen ist. Ich glaube, man braucht eine gewisse Harmonie, man braucht eine gewisse Grundkonstitution, die einem die Freiheit gibt, aus der man dann frei improvisieren kann, was ja zum Schreiben einfach nötig ist.“
„Pathos ist für mich immer und vom Wort her schon mit einer gewissen Falschheit belegt. Das kann es nicht sein. Das gilt gerade für das Niederdeutsche, bei dem es ja im Vergleich zum Hochdeutschen keine wirklichen Satzgefüge gibt. Es gibt auch keine Konglomerate aus drei Substantiven, die ein neues Wort bilden. Man muss das alles klein, einzeln und präzise machen. Das ist, glaube ich, der Vorteil des Niederdeutschen. ‚Platt‘ ist ja eigentlich, von der Bezeichnung her, etwas Gutverständliches.“
„Menschen miteinander reden zu lassen und in dem, was sie sagen, ihren Charakter zu erkennen, das ist, glaube ich, das Grundprinzip und die Qualität eines Hörspiels.“
Georg Bühren, 1955 in Mettingen (Westf.) geboren, Autor, Hörspieldramaturg und Dokumentarfilmer, arbeitet in der Hörspielabteilung des WDR und schreibt niederdeutsche Gedichte und Hörspiele. Zuletzt erschienen sein Roman Der Zirkular (2009) sowie der niederdeutsche Lyrikband Unnerweggens (2012).
Shaker Media ist ein Verlag für Buch- und Digitalpublikationen, der 1998 von Dr. C. Shaker gegründet wurde. Innerhalb der Shaker Verlagsgruppe ist Shaker Media in den Bereichen Sachbuch, Ratgeber und Belletristik tätig. Der Verlag richtet sich mit seinem Publikationskonzept an Autoren, die am Publikationsprozess, dem Marketing und der Pressearbeit konstruktiv mitwirken möchten.
Wie Print-On-Demand-Verlage bietet Shaker Media die Möglichkeit, ohne zusätzliche Kosten ein fertiges Buch hochzuladen. Die Entscheidung darüber, ob es publiziert wird, trifft jedoch ein Lektor für den Verlag, der auch die weitere Abwicklung und Betreuung in herkömmlicher Weise übernimmt.
Im Gegensatz zu gängigen Bezahlverlagen bietet Shaker Media keine Dienstleistungspakete an oder schreibt eine Abnahmepflicht von Buchexemplaren vor. Lediglich eine professionelle grafische Bearbeitung des Manuskripts wird vom Verlag angeboten, ist jedoch keine Pflicht. Autoren sind bei Shaker Media keine Kunden, sondern Partner bei der Veröffentlichung.
In Zusammenarbeit zwischen Verlag und Autor werden sowohl Bücher als auch elektronische Publikationen wie CDs, DVDs und eBooks von Shaker Media herausgebracht und international über den Buchhandel und Internetbuchhändler sowie den hauseigenen Internet-Bookshop vertrieben.
Als technisch-organisatorisches Hilfsmittel dient die Publikationsplattform shaker-media.de und der Autorenaccount des Verlages. Über diesen können Autoren ihre Buchveröffentlichungen online initiieren und Tools für das Marketing und die Pressearbeit nutzen.
Besondere Bedeutung hat für Shaker Media die Mitwirkung und das Mitspracherecht der Autoren während des gesamten Publikationsprozesses. Daher werden alle Fragen der Ausstattung, des Umfangs, des Ladenpreises etc. gemeinsam mit den Autoren geplant und umgesetzt. Ein persönlicher Ansprechpartner des Verlages steht den Autoren hierbei zur Seite.
Bei Shaker Media besitzt das Buchmarketing einen besonderen Stellenwert, da der Verlag eine kostenfreie und persönliche Beratung der Autoren anbietet. Werbemaßnahmen werden individuell mit dem Autor besprochen und gemeinsam umgesetzt.
Homepage: www.shaker-media.eu/de
Facebook: www.facebook.com/shakermedia
Der Mehring Verlag wurde 1978 in Essen unter dem Namen Arbeiterpresse Verlag als Buch- vertrieb und Verlag gegründet.
Im Jahr 2009 erfolgte die Umfirmierung in Mehring Verlag.
Die Buchherstellung begann 1986 mit der Veröffentlichung von Felix Morrows Klassiker über den Spanischen Bürgerkrieg: „Revolution und Konterrevolution in Spanien“.
Der Mehring Verlag veröffentlicht politische Sachbücher, Bücher zu Geschichte, Kunst und Kultur sowie Biografien. Einen Schwerpunkt bildet die Literatur zur Geschichte der Arbeiterbewegung.
Dazu zählt die Veröffentlichung des sechsbändigen Werks des russischen Soziologen und Historikers Wadim S. Rogowin „Gab es eine Alternative?“ über die Geschichte der Opposition gegen den Stalinismus von 1923 bis 1940 und die beiden Bände des amerikanischen Historikers Alexander Rabinowitch über die Russische Revolution 1917 und das erste Jahr der Bolschewiki an der Macht.
Von David King, dem früheren Leiter des Kunstressorts der Sunday Times, liegen nach „Roter Stern über Russland“ ein Plakat- und ein Fotoband vor. Unser Architekturkatalog „Baumeister der Revolution“ begleitete 2012 die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau in Berlin. Dazu erstellten wir auch unser ersten Buch-Trailer.
Homepage: www.mehring-verlag.de
Facebook: www.facebook.com/mehring.buch
Den Papierverzierer Verlag gibt es seit März 2013. Gegründet wurde er wegen eines Buches: „Luna und die Sterne“. Die Kooperationsarbeit zwischen dem Autor August Gral und der Illustratorin Stefanie Messing wäre ansonsten vermutlich nie veröffentlicht worden: Den einen war die Geschichte zu speziell, den anderen die Bilder zu künstlerisch – aber alles in allem ist es eine Gutenachtgeschichte, die ihresgleichen sucht. Daraufhin folgten im Handumdrehen weitere Projekte.
Der Papierverzierer Verlag aus Essen hat durch sein erstes Werk auch die Richtung vorgegeben: schöne Illustrationen und fantastische Geschichten. Weil das ein weites Spektrum umfasst, werden die Werke sorgfältig ausgewählt. Handgemalte Illustrationen im Kinderbuchbereich sowie besondere Geschichten im Fantasybereich werden bevorzugt.
Dieses Programm macht den Papierverzierer Verlag noch nicht zu etwas Besonderem, aber der Wunsch, neben E-Books immer noch einen Anteil an der Buchproduktion aus Papier zu haben, gehört zu den entscheidenden Faktoren für das Verlagsprogramm.
„Das schönste daran, ein kleiner Verlag zu sein, ist, dass man mit so vielen verschiedenen Menschen in Kontakt tritt“, sagt Verlagsinhaber Schemajah Schuppmann und kennzeichnet damit das ehrgeizige Interesse am Produkt Buch und den Menschen, die dahinter stehen.

Im Jahre 1984 gründete Joachim Herbst in Bielefeld den Daedalus Verlag. Nach einer Zwischenstation in Rheda-Wiedenbrück ist seit 1990 der Verlagssitz Münster.
In den ersten Jahren konzentrierte sich das Programm auf sozialwissenschaftliche Titel und das politische Sachbuch. Mit der Zeit kamen Bücher aus anderen Wissensbereichen hinzu.
Kooperationen mit NRW-Instutionen wie dem Landesverband des Börsenvereins zum jährlichen Welttag des Buches oder der Nyland-Stiftung bildeten sich im Laufe der Verlagsgeschichte heraus.
Inzwischen bietet Daedalus auch zahlreiche Titel an, die eine breitere Leserschaft ansprechen – darunter der nun im 20. Jahrgang erscheinende, bei Presse und Publikum hoch gelobte Lyrikkalender »Fliegende Wörter« sowie Anthologien und ein angesehenes Programm zum Thema Medien.
»Lesbare Wissenschaft« und Bücher für eine weltoffene, neugierige Leserschaft sollen auch in Zukunft das Daedalus-Programm bestimmen, bei dem auch die Bildende Kunst zu einem weiteren Schwerpunktthema wurde.
In diesem Sinne: Geist und Genuss – Daedalus.
Homepage: www.daedalusbuch.de
Twitter: www.twitter.com/buchwelt