„Es gelang uns, einigermaßen manierlich auszusehen, als wir die Aufnahmestation betraten. Jan hatte sich das Resthaar gestrubbelt, Ralle zog den Bauch ein und ich versuchte, seriös aus der Katzenwäsche zu kucken. Wir hockten uns hin und starrten die Wände an. Die Innenarchitektur war in jedem Sinne des Wortes ernüchternd, aber der Raum war nicht sprachlos.
„Auf der kastanienbegläntzen Wohlers Allee kam uns ein einzelner Mann entgegen. Er schwankte und taumelte, schlingerte, ruderte mit den Armen und stieß Worte aus, die wir nicht verstanden. ‚Armer Kerl‘, sagte Jan, ‚dem ist bestimmt die Frau weggelaufen.‘ ‚Oder sie ist ihm eben nicht weggelaufen‘, konterte Ralle.
… zynisch-ironisch Wiglaf Droste hat den Roman eines Sommers geschrieben. Des Sommers 2013, als er sich vorübergehend selbst aus dem Verkehr zog. Zur Entgiftung, wie er sagt. Um neue Energie zu tanken, weil’s mal wieder sein musste. Das Schreiben konnte er während dieser Abstinenz aber doch nicht lassen. Das Ergebnis heißt „Schalldämpfer“, eine Road Novel, […]