Heute beginnen wir mit der Vorstellung der Kleinverlage, die dieses Jahr bei text & talk – der NRW-Messe der unabhängigen Buchverlage – am 13.9. in Nottbeck dabei sein werden. Der ARKA-Verlag macht den Anfang. Die Selbstdarstellung des Verlages zeugt von Bücherbegeisterung und Ausdauer:
„Den ARKA Verlag gibt es inzwischen seit 23 Jahren, was uns selbst am meisten wundert.
Gegründet wurde er, um für ein Anthologieprojekt („Wie wir am besten in Öl baden und uns dabei wohlfühlen, das Dritte Essener Lesebuch“) eine ISBN-Nummer zu bekommen. Der Sitz des Verlages ist in der Joseph-Lenné-Str. 3 in 45131 Essen-Rüttenscheid. Weiterlesen…
Die NRW-Messe der unabhängigen Buchverlage steht vor der Tür! Am 13. September findet sie bereits zum dritten Mal statt und diesmal wieder auf dem Kulturgut Nottbeck, das ja auch unser Museum für Westfälische Literatur beherbergt. Weiterlesen…
„Die Lyrik sollte aus der Literatur in die Bildende Kunst wechseln“, schrieb Thomas Böhm Anfang Juli in der „Zeit“. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, das „klassische Vertriebsproblem“ der Lyrik zu lösen, dass sich im mangelnden Absatz von Lyrikanthologien zeige. Böhm schreibt weiter, der Wechsel des Gedichts vom Buch in den Ausstellungsraum sei „kein großer Schritt“: „Ist Lyrik doch genau das: Sprachkunstwerk, Sprachinstallation, Sprachperformance.“ Weiterlesen…
Hendrik Otrembas Ausstellung Verschwinden (oder: Der Staub zwischen den Planeten) auf Haus Nottbeck ist verlängert worden. Nun noch bis zum 9. August 2015 zu sehen sind dort Porträts, die ihre eigene Bildsprache sprechen. Aber auch auf hendrikotremba.de findet man seine Bilder. Zum Beispiel auch jenes, das den Künstler als Clown zeigt – der allerdings nur wenig fröhlich wirkt. Ein Blick auf bewegte Bilder ist ebenfalls möglich. In dem Musikvideo „Tollwut“ (2014) der Gruppe Messer – deren Frontmann Otremba ist – flimmert den Zuschauern eine Fülle an Fernseh- und Videobildern entgegen:
Dieses Video und weitere finden sich auf dem Blog der Band, auf dem auch aktuelle Konzerttermine nachzulesen sind.
Nicht zuletzt tritt Otremba im September in einer anderen Rolle auf dem Kulturgut Nottbeck wieder in Erscheinung: Er kuratiert das Musik-Festival „Versuche von Glück“ (am 26.9.2015, nähere Informationen hier), das Bands und Musiker wie Ja, Panik; Die Heiterkeit; Timm Völker (206) und Drangsal nach den Glücksmöglichkeiten der Gegenwart fragen lässt.
Zum Schreiben brauche ich neben einem Laptop (ich schreibe wenn möglich immer gleich digital, handschriftlich mache ich mir nur noch Notizen für eine Geschichte) und wenigstens einem gewissen Maß an Zeit und Ruhe (mindestens eine Stunde am Stück) vor allem eine ausgereifte Idee. Oft trage ich erst einmal über Tage, Wochen, Monate hinweg die Idee zu einer bestimmten Figur oder einem bestimmten Ausgangspunkt für eine Geschichte mit mir herum, bis sie so weit ausgereift ist, dass ich anfangen kann, sie wirklich aufzuschreiben. Um diese Idee überhaupt zu entwickeln, brauche ich außerdem einen Anlass. Das kann ein Satz sein, den ich in der Bahn aufschnappe, ein Gefühl, das mich überfällt, oder auch einfach ein Wettbewerbsthema wie im Falle des 3. Ruhrgebiets-Literaturwettbewerbs „dicht“. Weiterlesen…
Das Museum für Westfälische Literatur beherbergt zurzeit eine Filiale des Lüdinghausener Künstler-Ateliers des Ehepaars Frantz und Annette Wittkamp. Zu sehen ist zum Beispiel eine überdimensionierte, lebensgroße Einkaufstüte, auf der außen die Einkaufsgegenstände aufgedruckt sind. Alles schön gereimt, damit man auch ja nichts vergisst. Oder ein blaues Haus. Man muss genau sechzehn Mal um das Haus herumgehen, um alles gelesen zu haben – und hat das Haus anschließend für sich entdeckt und lieben und schätzen gelernt. Weiterlesen…
»Ich beneide jeden, der Zeit hat, etwas wie ein Buch fertig zu machen« – André Breton
Hans Wollschläger (1935 – 2007), Schriftsteller, Übersetzer, Kritiker; Autor auch für Petra und Uwe Nettelbecks Zeitschrift »Die Republik«. Dieser Tage jährt sich, des Erwähnens unbedingt wert, sein Geburtstag zum 80sten Mal.
Typischer Wollschläger-Gedanke: »Es ist das ohnehin ein sehr weites Feld, die Frage, ob nicht die ganz schlichte Liebe zu einem Gegenstand ein außerordentlich wichtiges Erkenntnisinstrument ist, das ermöglicht, Dinge zu sehen, die der mehr mechanistischen Anwendung von vorgegebenen Interpretationsmustern verschlossen bleiben.«
Das Vexierbild hängt seit Jahren in der Nottbecker Bibliothek. Es zeigt die Autorin Mechthild Curtius als Annette von Droste-Hülshoff. Oder umgekehrt. Thematisch liegen beide Autorinnen auf einer Linie, besonders was ihre psychologisch gestalteten Landschaftspanoramen angeht. Der Maler Olaf Hauke hat dies wunderbar eingefangen. Weiterlesen…
Aus gegebenem Anlass, um interessierten Tatort-Fans nochmals die Gelegenheit zu bieten, sich etwas intensiver mit den in „Château Mort“ anzitierten und teilweise fantasievoll erweiterten Texten der Annette von Droste-Hülshoff zu beschäftigen …
An Levin Schücking in Mondsee
Meersburg den 4 ten
May 42
„[…] den 5ten. guten Morgen Levin! – ich habe schon zwey Stunden wachend gelegen, und in einem fort an dich gedacht, ach, ich denke immer an dich – immer, – doch PUNCTUM davon Weiterlesen…
„dicht!?“ – so lautete die Themenvorgabe für den 3. Ruhrgebiets-Literaturwettbe-
werb. Dementsprechend auch das Motto zum feierlichen Akt der Preisverleihung: Die Ruhrpoeten luden letzten Samstag zum „Dichter Abend“ in den Kinosaal im Dortmunder U. Ein kurzweiliger amüsanter Abend, den Till Beckmann (Spielkinder) und Rainer Holl (Literaturhaus Dortmund) gekonnt moderierten.
Visuelle Poesie à la Heinrich Schürmann Part III. Nach einer gut besuchten Ausstellungser-öffnung im Gartenhaus im Oktober und einem eigenen Ak-
zent anlässlich der Rottendorf-Preisverleihung im November präsentierten Georg Bühren und Hannes Demming am 14. Januar im Torhaussaal eine Auswahl von Texten des 2008 verstorbenen Autors und bildenden Künstlers. Umrahmt war die Lesung von Jazz und Lyrik der Formation Cru Sauvage mit Christian Kappe (Trompete), Burkhard Jasper (Klavier) und Kai Brückner (Gitarre). Und wiederum war das Publikum berührt, ergriffen, begeistert. Bei der Lesung hätte man tatsächlich die berühmte Stecknadel fallen hören können. Es war ein gelungener, ein denkwürdiger Literaturabend. Weiterlesen…
Am 31. Januar findet er statt, der von den Ruhrpoeten initiierte „Dichter Abend“. Anlässlich der Preisverleihung zum 3. Ruhrgebiets-Literatur-
wettbewerb und der Präsentation der Wettbewerbs-
anthologie mit insgesamt 15 Texten (darunter natürlich auch die Gewinnertexte) wird gefeiert: ab 20Uhr im Kino des Dortmunder U.
Die Ruhrpoeten e.V. gründeten sich 2013 aus der Initiative des Ruhrgebiets-Literaturwettbewerbs, der erstmals unter Federführung von Till Beckmann 2009 ausgelobt wurde. Die Mitglieder stammen aus dem vielfältigen kulturellen Umfeld des Ruhgebiets: Schreibende, Lesende, Lehrende, Schauspielende, Bibliophile. Mit den Ruhrpoeten generiert sich ein Netzwerk zur Förderung des literarischen Nachwuchses im Ruhrgebiet. Dieses Jahr wird der Preis des Ruhrgebiets-Literaturwettbewerbs zum dritten Mal vergeben. Weiterlesen…