Crauss war vom 24.10. bis 2.11.2014 writer in residence auf dem Kulturgut Haus Nottbeck. Hier ein letzter Einblick in sein Schreiben aus dem wilden Westen. 26.10.14 | kinderlachen hallt wieder. ich sitze beim frühstück und frage mich, ob man zweimal die gleiche erscheinung haben kann.
Crauss war vom 24.10. bis 2.11.2014 writer in residence auf dem Kulturgut Haus Nottbeck. 25.10.14 | es gibt tiere, denn du hörst es knacken. allenfalls katzen, die zu neugierig sind, um wegzulaufen siehst du, aber auch sie werden verscheucht. im vorabenddämmer, der keine blaue stunde ist, sondern das altern eines drisselnden herbsttags, hast du eine […]
Vom 26.10.2014 bis zum 18.01.2015 ist im Gartenhaus auf dem Kulturguts Haus Nottbeck die Ausstellung „Heinrich Schürmann. Visuelle Poesie“ zu sehen. In den bildkünstlerischen Exponaten lösen sich kleinste Worteinheiten in Bildern auf, werden verfremdet, verdreht und können so neu betrachtet werden. Ausgangspunkt ist das konkrete sprachliche Material, das in Collagen und Montagen in unvertraute Kontexte […]
Bernd Hölzenbein erhält das Angebot eines Stiftungsvorsitzes zur Förderung des literarischen Nachwuchses. Er kennt die Stadt, er studierte dort und doch scheint es ihm alles schon so seltsam lange her zu sein. Auf der Fahrt zum Einstellungsgespräch fließt die Erinnerung ebenso wie der Wein. Bis er die sommersprossige Frau kennenlernt. In dieser Stadt. In einem […]
Der Ich-Erzähler Bernd Hölzenbein übt sich im „Jesuitenschlößchen“ in der Kunst des Verkennens. Zwischen Lethargie und Ich-Bezogenheit entfaltet sich ein Text mit humanistischem (geisteswissenschaftlichem) Inventar und wirkt dennoch nicht überfrachtet. Vielmehr schafft er die „Balance zwischen Witz und Wehmut“, die nicht in die Groteske abzurutschen weiß, vollführt ein Spiel zwischen Ironie und Heiterkeit, changiert zwischen […]
Über mein Schreiben Was den AutorInnen ihr weißes Blatt, war uns der weiße Raum. Der leere Ausstellungsraum auf dem Kulturgut Haus Nottbeck wird in den nächsten Tagen noch mit letzten Dingen gefüllt. Mit Ideen, Farben, Papieren, mit Gesichtern von AutorInnen und weißen Blättern. Und so wenig, wie den AutorInnen nach der Ideensuche ihr weißes Blatt […]
… an den tagebuch-beauftragten tagebuchbeauftragter, sagt er, das höre sich ja an wie datenschutz- beauftragter, aber, doch ja, er mache den job gern, einer müsse diese drecks- arbeit ja tun, und wer, wenn nicht er und überhaupt, das sei ja eine ganz neue erfahrung, hier so im regen, den letzten versprengten, den wackeren, den durchhaltewilligen, […]
Ein Tagebuch (2) 2. Angst und Bange am Stück (17.05.2014) Andy sagt: Ja, es ist tatsächlich so, als müsse man eine pflegebedürftige Person betreuen. Andy sagt: Die ganze Zeit fragt man sich, ob Martin gerade wieder Angst hat oder nicht. Andy sagt: Du bist wie diese Ziegenart (Anmerkung: Es handelt sich dabei um die sogenannte […]