
„Wie war dein Jahr?“ Die Frage hört man bald wieder. Was man antwortet, ist gefärbt von der Grundhaltung zum Leben und der Tagesform. Angemessen ist es daher nie. Pessimisten winken ab, werfen den Kopf schräg nach hinten, kneifen die Augen zusammen und grummeln: „Komm, hör auf.“ Optimisten beginnen, die Errungenschaften aufzuzählen und verdrängen gepflegt, was ihnen die ganze Zeit fehlt. Es bräuchte eine bessere Methode. Etwas Messbares, Konkretes. Sie sei hiermit vorgestellt. Weiterlesen…
Im Nachgang zu den TAGEBUCHTAGEN im Juni auf dem Kulturgut Haus Nottbeck / Museum für Westfälische Literatur veröffentlicht die Band MESSER die Audiokassette »Ein Film war zuende, nur ein Film«.
Zwischen MESSER und Romy Schneider besteht eine besondere Verbindung, schließlich hat die Gruppe der Schauspiel-Ikone doch bereits einen Song gewidmet und sich wiederholt von der strahlenden und abgründigen Filmdiva inspirieren lassen. Weiterlesen…

Katharina Bauers ein ganzes vielleicht
zieht sich als roter faden durch das mühsame, ein normales leben zu führen
„sag mir einfache dinge“, fordert Katharina Bauer und hat unmögliches im sinn, nämlich die überwindung des geliebten wesens, endlich mit der sprache herauszurücken. zu wissen, „ich trage deine angst bei mir“, wird es dem geliebten nicht einfacher machen, den mund wirklich aufzubekommen, vielleicht ist das aber auch garnicht notwendig. eventuell reicht es aus, das wetter vorherzusagen oder mit raubvögeln zu kommunizieren. Weiterlesen…

In der Reihe „roterfadenlyrik Edition Haus Nottbeck“ erhält die westfälische Gegenwartsdichtung mehrmals jährlich eine Präsentationsfläche zur Ausstellung ihrer Vielgestaltigkeit. Jetzt erscheint Siegfried J. Schmidts Gedichtband längst sind die Leitern von den Mauern weggerückt. Hier einige Auszüge:
für e. a. havelock
kann ein text sprechen?
dass wir uns der sprache bedienen müssen
um sprache zu verstehen Weiterlesen…
Crauss war vom 24.10. bis 2.11.2014 writer in residence auf dem Kulturgut Haus Nottbeck. Hier ein letzter Einblick in sein Schreiben aus dem wilden Westen.
26.10.14 | kinderlachen hallt wieder. ich sitze beim frühstück und frage mich, ob man zweimal die gleiche erscheinung haben kann. Weiterlesen…
Crauss war vom 24.10. bis 2.11.2014 writer in residence auf dem Kulturgut Haus Nottbeck.
25.10.14 | es gibt tiere, denn du hörst es knacken. allenfalls katzen, die zu neugierig sind, um wegzulaufen siehst du, aber auch sie werden verscheucht. im vorabenddämmer, der keine blaue stunde ist, sondern das altern eines drisselnden herbsttags, hast du eine erscheinung. da taucht ein geist zwischen den schütteren büschen aus den dünsten des wassergrabens, wo du allenfalls Tom Liwa erwartest, der ein ritual spricht, vor dem du keine angst haben musst, weil er es mit seiner klaren, beruhigenden stimme spricht. Weiterlesen…
Vom 26.10.2014 bis zum 18.01.2015 ist im Gartenhaus auf dem Kulturguts Haus Nottbeck die Ausstellung „Heinrich Schürmann. Visuelle Poesie“ zu sehen. In den bildkünstlerischen Exponaten lösen sich kleinste Worteinheiten in Bildern auf, werden verfremdet, verdreht und können so neu betrachtet werden. Ausgangspunkt ist das konkrete sprachliche Material, das in Collagen und Montagen in unvertraute Kontexte gestellt wird und so neue Bedeutungshorizonte erschließt. So entstehen Text-Bild-Konstellationen, die eine Gleichzeitigkeit der Wahrnehmung einfordern.
Crauss ist vom 24.10. bis 2.11.2014 writer in residence auf dem Kulturgut Haus Nottbeck. Weiterlesen…
Bereits Ende September (http://wp.me/p4EYft-Oc) gab unser HausBlog einen Einblick in die internationale Rezeption der zweisprachigen Publikation Verabredungen | Afspraken von Katharina Bauer, Thomas Kade, Ralf Thenior und Ellen Widmaier. Im Mai/Juni-Heft (38. Jg.) des Magazins POËZIEKRANT, „POETRY INTERNATIONAL“ Special (Gent/BE) wurde dem Band, der – parallel zur Veröffentlichung in der Reihe roterfadenlyrik Edition Haus Nottbeck – auch in den Niederlanden bei Literair Productiehuis Wintertuin, Nijmegen erschienen ist, Aufmerksamkeit geschenkt. Es folgt ein weiterer Auszug in Übersetzung. Weiterlesen…
Bernd Hölzenbein erhält das Angebot eines Stiftungsvorsitzes zur Förderung des literarischen Nachwuchses. Er kennt die Stadt, er studierte dort und doch scheint es ihm alles schon so seltsam lange her zu sein. Auf der Fahrt zum Einstellungsgespräch fließt die Erinnerung ebenso wie der Wein. Bis er die sommersprossige Frau kennenlernt. In dieser Stadt. In einem heißen Sommer, der nicht enden will. Und allen sonstigen Irrungen und Wirrungen Hölzenbeins, allen kuriosen Begegnungen und irrwitzigen Dialogen wie zum Trotz scheint sich eine merkwürdige, melancholische Liebesgeschichte zu entspinnen. Hölzenbeins Erleben changiert zwischen Lethargie und Ich-Bezogenheit, Ironie und Heiterkeit, Alltäglichem und Versponnenem, Hoffnungen und Enttäuschungen
Dazu ein paar Auszüge aus dem Interview, das Arnold Maxwill mit Otto A. Böhmer führte: Weiterlesen…
Der Ich-Erzähler Bernd Hölzenbein übt sich im „Jesuitenschlößchen“ in der Kunst des Verkennens. Zwischen Lethargie und Ich-Bezogenheit entfaltet sich ein Text mit humanistischem (geisteswissenschaftlichem) Inventar und wirkt dennoch nicht überfrachtet. Vielmehr schafft er die „Balance zwischen Witz und Wehmut“, die nicht in die Groteske abzurutschen weiß, vollführt ein Spiel zwischen Ironie und Heiterkeit, changiert zwischen Alltäglichem und Versponnenem, Hoffnungen und Enttäuschungen. „Das Jesuitenschlößchen“, das erstmals 1985 erschien, erfährt in diesen Tagen eine Neuauflage im Aisthesis-Verlag in der Reihe Nyland-Literatur (Bd. 10). Hier ein Auszug: Weiterlesen…

Nicht nur auf unserem Hausblog widmeten wir uns der zweisprachigen Publikation Verabredungen | Afspraken von Katharina Bauer, Thomas Kade, Ralf Thenior und Ellen Widmaier. Auch im Mai/Juni-Heft (38. Jg.) des Magazins POËZIEKRANT, „POETRY INTERNATIONAL“ Special (Gent/BE) wurde dem Band, der – parallel zur Veröffentlichung in der Reihe roterfadenlyrik Edition Haus Nottbeck – auch in den Niederlanden bei Literair Productiehuis Wintertuin, Nijmegen erschienen ist, Aufmerksamkeit geschenkt. Auszüge aus der Rezension werden wir hier nach und nach in Übersetzung veröffentlichen.
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Über mein Schreiben
Was den AutorInnen ihr weißes Blatt, war uns der weiße Raum. Der leere Ausstellungsraum auf dem Kulturgut Haus Nottbeck wird in den nächsten Tagen noch mit letzten Dingen gefüllt. Mit Ideen, Farben, Papieren, mit Gesichtern von AutorInnen und weißen Blättern. Und so wenig, wie den AutorInnen nach der Ideensuche ihr weißes Blatt bleibt, bleibt uns der leere Raum. Mit großformatigen Collagen haben wir ihn tapeziert und stellen den je individuellen Prozess des Schreibens westfälischer AutorInnen vor. Weiterlesen…