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„Letzte Spur Ostsee. Ein Fall für Journalistin Arnold“ von Karen Kliewe

Semesterferien: für Journalistik-Studentin Johanna heißt das raus aus Paderborn, weg von Vorlesungen und Hausarbeiten und auf nach Rerik, an die Ostsee, auf Besuch zu ihrer Oma.

Doch als sie in einem alten Zeitungsartikel ein Bild eines Mädchens entdeckt, das ihr wie aus dem Gesicht geschnitten ist, ist es vorbei mit dem ruhigen Besuch. Johanna, schon ganz in ihrem Element als Journalistin, möchte unbedingt herausfinden, wer dieses Mädchen ist. Es stellt sich heraus, dass ihr vermeintlicher Zwilling eine Urlauberin aus Schweden war, die vor 12 Jahren spurlos verschwunden ist. Mit ihren Recherchen setzt Johanna eine gefährliche Kaskade in Gang, durch die alle, die mit dem Fall in Verbindung stehen, in Gefahr geraten. Begleitet bei ihren Ermittlungen wird Johanna über Skype durch ihre Mitbewohnerin Marie, durch einen krankgeschriebenen Polizisten und durch die seltsame Stimme in ihrem Kopf, die immer wieder gehässige oder sarkastische Kommentare abgibt.

Zwischenzeitlich hatte ich beim Lesen das Gefühl, es passiert unglaublich viel und dann doch wieder nichts. Schon nach der Hälfte des Buches wurde auf beinahe alle Beteiligten ein Mordanschlag verübt und es sah aus, als ob der Täter offensichtlich sein müsse. Doch die Ermittlungen liefen trotzdem auf der Stelle und ich fragte mich, was in der zweiten Hälfte nun noch passieren sollte.

Die Antwort: noch mehr Tote und eine zunehmend verwirrende Lage, immer mehr Beteiligte, die im Rerik der Vergangenheit und der Gegenwart in die Geschichte verwickelt sind. Und wie sollte es anders kommen, natürlich gerät auch Johanna selbst durch ihre Ermittlungen in Gefahr, genau wie man es von einem Kriminalroman eben erwartet.

Insgesamt ist der Roman genau das: was man von einem Ostseekrimi erwarten kann. Viele Morde,  undurchsichtige Charaktere und komplizierte Verbindungen, eine Ermittlerin die vor nichts zurückschreckt. Gemischt mit dem Ostseefeeling ein gutes Buch für einen langen Strandtag in den Semesterferien.

Aliza Bergmann

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