August Stramm Brief an seine Frau Else Krafft 21. 3. 15 Frühlingsanfang! Sonntag! Sonne! Lerchen! Schüsse! Granaten! Flieger! Lehm! Halme! Gluten! Kühle! Man findet nicht mehr recht aus und ein! Lieb! Es ist eine seltsame Zeit. Schau ich übers Feld, so sehe ich grünen, wachsen, Hasen hupfen, Rebhühner streichen, Zwitschern, Singen, Jubilieren! Und dann pfeifen […]
August Stramm Brief an seine Frau Else Krafft 5. 3. 15 Nacht um mich! Ich sitze in einer Erdhöhle, kauere! Genannt Unterstand! Draußen klatschen die Kugeln und schleichen meine Patrouillen! Ich habe sie ermahnt: bringt mir einen tot oder lebendig! Ich muß auskundschaften, was für Truppen vor uns liegen! tot oder lebendig! […]
August Stramm Briefe an Nell und Herwarth Walden 30. 6. 15 Ihr Lieben Lieben. […] Urlaub gibt es nicht. Keine Möglichkeit. Und Krankheit heuchele ich nicht. Ich halte das eines deutschen Soldaten nicht für würdig. Und ein deutscher Dichter darf auch nicht fahnenflüchtig werden. Ihr kennt ja meine Auffassung. Ein Dichter kann wohl […]