Verlag: Edition Kreidegrund
Aus der Menge von Erinnerungen und Erzählungen ist die Geschichte entstanden. Der Junge Felix wird im Krieg geboren und wächst in einer zerstörten und vom Krieg gezeichneten Landschaft auf. In der dörflichen Welt ist er schon früh bei allen Ereignissen dabei; die Welt des Dorfes ist für ihn wie ein kleines Universum. Sein Leben als Kind ist frei und behütet, die Umwelt gibt ihm weiten Raum. Der Text stellt Ereignis neben Ereignis. Durch den Jungen Felix wird die Unmittelbarkeit des Geschehens lebendig. Der Leser kommt in eine Welt, die völlig anders funktionierte und anderen Bedingungen unterlag als die heutige. Zugleich entwickelt die Erzählung ein Grundgefühl für die Zeiterfahrung, aus der die Bundesrepublik entstand. Und immer wieder gibt sie einen Rückblick auf die Nazi-Diktatur, auf das eigenartige Verhältnis der Menschen nach dem Krieg zu ihrer unmittelbaren Vergangenheit. Erinnerung und Reflexion lassen dichte und plastische Sprachbilder entstehen.
Die Älteren werden in den Geschichten ihre eigene Kindheit und Jugend wiederentdecken und die jungen Menschen erfahren viel darüber, wie das Leben ihrer Eltern und Großeltern war, als sie jung waren. Das Buch vermittelt lebendige Geschichte, spannend und unmittelbar.
Die Erzählung hat autobiografische Bezüge und findet eine sehr eigene, bildhafte Sprache. Das Buch fand bis heute schon viele Leser und brachte mir, dem Autor, eine Menge positiver Reaktionen. Die Lesung am 12. Juli 2017 in der Stadtbibliothek Bielefeld, zusammen mit dem Saxophonisten Thomas Schweitzer, war ein guter Erfolg. Ich bin zurzeit mit dem Buch unterwegs auf Lesereise.
Will Kemper
»Felix am Fluss. Eine Kindheit nach dem Krieg.« Will Kemper (Edition Kreidegrund, 2017)
15 € (D)
ISBN: 978-3-946929-05



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