Wir sprechen über Weckschafe in Unterstromberg. Das sind Schafe, die durch ihr Blöken zu nachtschlafender Zeit auch dem tiefsten Schlaf den Garaus machen. Wir reden aber auch über Fracking im Münsterland und das Öldesaster in Gronau-Epe.
Diesmal ist Sabine Scho in Nottbeck zu Gast. Sie schaut sich das Gartenhaus als möglichen Ort einer Ausstellung über ihren aktuellen Lyrikband „Tiere in Architektur“ an. Die Autorin hat sich überall auf der Welt Zoos angeschaut und ihre Impressionen in Prosaminiaturen in eigenwillige, oft humorvoll-verschmitzte Verse einfließen lassen.
Ellen Widmaier und Ralf Thenior sind ebenfalls vor Ort, als Dozenten der Sommerakademie für sprachbegabte Kids und Teenies. Auch hier gibt es „Planungsbedarf“, steht doch für den nächsten Sommer eine Werkschau Theniors auf dem Ausstellungsfahrplan. Und auch Angelika Janz gesellt sich hinzu, die aktuell ihre Visuelle Poesie in Nottbeck ausstellt, begleitend zu einem neuen, hauseigenen Band der Reihe „roterfadenlyrik Edition Haus Nottbeck“. Später trifft auch noch Tom Liwa ein, Musiker, ach, was sage ich, Allroundkünstler, der vor drei Wochen hier das Tagebuchfestival kuratierte.
Das ist Nottbeck – ein Ort zwangloser Kunst- und Künstlerbegegnungen. Ein überhaupt einzigartiger Ort an diesem überraschend schönen Sommertag in Westfalen.
Walter Gödden



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