„Ich kann reden, ohne das Gehirn einzuschalten.“
Johann König – Komiker und Bühnendarsteller
„Es gibt ja immer Kompromisse und die Leute lachen über die „Unter-der-Gürtellinie“-Sachen am meisten, was ich oft nicht verstehe, und dann lasse ich ein paar davon drin. Aber beim Schreiben spielt das Publikum keine Rolle. Beim Schreiben bin ich bei mir und ich frage mich: Finde ich das gut? Finde ich das lustig? Finde ich das unterhaltsam, komisch, besonders? Ich muss es gut finden und dann probiere ich es aus. Und wenn die Leute es gut finden, dann ist’s super, und wenn nicht, dann baue ich auch schon mal einen Witz ein.“
„Durch die Bühnenfigur entsteht eine Distanz, zu mir selber und zum Publikum. Die Distanz entsteht natürlich auch noch durch die Bühne, durch die Höhe der Bühne und durch den Eintrittspreis, dadurch, dass die Leute Geld bezahlt haben. Das macht alles die Distanz aus. Diese Faktoren führen insgesamt dazu, dass auch die Zuschauer mit einer Erwartungshaltung dahingehen: Das ist jetzt ein Künstler und das ist keine Privatperson.“
„Heinz Erhardt ist mein einziges großes Vorbild. Nachdem ich ein paar Mal auf der Bühne war, wurde mir eine Heinz Erhardt-Platte geschenkt. Ich kannte den vorher gar nicht, also nicht so richtig mit einer Schallplatte. Dann habe ich mir die angehört und habe gemerkt, dass Heinz Erhardt mich in den 50er Jahren schon kopiert hat. Das fand ich frech. Weil er macht vieles, was ich auch mache: sich selber unterbrechen, die Gedichte unterbrechen, das Publikum ermahnen.“
„Dieses Gequassel, auch in der Humorbranche, regt bei mir immer den gegenteiligen Reflex an, nämlich einfach nur zu gucken und einfach nur mal ganz, ganz langsam zu sprechen und einfach nur die Pointe zu suchen im Nichts, in der Nicht-Pointe. Das heißt, ich baue eine Erwartungshaltung auf und alle denken, was kommt denn gleich, was kommt denn gleich – und es kommt Nichts. Und diese Spannung zu spüren, das ist eine schöne Sache.“
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Johann König, 1972 als Johannes Köhn in Soest geboren, ist neben diversen TV-Auftritten auch für seine Bühnenshows bekannt. Der „extrovertierte Autist aus Köln-Nippes“ (Homepage) schreibt auch Fabeln, Gedichte und Erzählungen.



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