Heute setzen wir unsere Interviewreihe „Kreativität in der Krise“ fort. Unser Interviewpartner diesmal ist Martin Becker.
„Martin Becker. Macht Radio. Schreibt Bücher. Mag Hunde.“, so begrüßt Ihre Homepage die Leserinnen und Leser. In Ihrer Vita – mit Hundebild – steht auch etwas über Ihre Vorliebe für Geflügel- und Kaninchenausstellungen. Erst kürzlich haben Sie sich Wellensittiche zugelegt, deren Umgang mit dem Ausnahmezustand dem des Menschen überraschend ähnlich ist, wie Sie in „Katastrophentouristen“ schreiben. Helfen Haustiere in der Krise?
Auf jeden Fall. Sie haben was Beruhigendes und Gleichmütiges, das hilft durchaus – bei kleinen Krisen wie in der nun erlebten großen. Mit einem Gerücht muss ich allerdings aufräumen: Entgegen anders lautender Meldungen besitze ich nach wie vor keine Wellensittiche! Ich schwöre, ich war nach dem Schreiben meiner Erzählung „Katastrophentouristen“ kurz davor und hatte schon ein entzückendes Paar Wellensittiche in den Kleinanzeigen entdeckt – aber ich begnüge mich nun doch einstweilen mit dem Anblick der Halsbandsittiche in den Bäumen vor dem Fenster meiner Kölner Arbeitswohnung. Weiterlesen…
Abgesagte Lesungen, geschlossene Buchläden, Verzögerungen bei der Soforthilfe für Selbstständige – die Schlagzeilen zeichnen ein düsteres Bild für den deutschen Literaturbetrieb in der Corona-Zeit. Selbstverständlich ist auch das Kulturgut Haus Nottbeck von den Einschränkungen nicht verschont geblieben, musste Veranstaltungen absagen und verschieben. In seiner Funktion als digitales Medium des Literaturmuseums wollen wir unseren Hausblog nutzen, um hier die aktuelle Situation aus der Perspektive der Schriftstellerinnen und Schriftsteller zu dokumentieren. In der Online-Interview-Reihe „Kreativität in der Krise“ fragen wir dafür bei Literaturschaffenden nach, wie die Corona-Zeit ihre berufliche Situation beeinflusst, welche Auswirkungen Lockdown und Versammlungsverbot auf die Kreativität haben und ob Schreiben ein systemrelevanter Beruf ist. Dabei kommen verschiedene Autorinnen und Autoren aus aktuellen und vergangenen Projekten der LWL Literaturkommission zu Wort. Unser erster Interviewpartner ist Ralf Thenior.

Fotograf: Kalle Gajewsky
Herr Thenior, im Jahr 2001 wurden Sie „erster Schulschreiber der Republik“, ihr Ziel war es, „die Lust auf Sprache“ bei den Schülerinnen und Schülern zu wecken. Nun hat die Corona-Krise nicht zuletzt die Schulen vor große Probleme gestellt, ein geregelter Sprachunterricht ist kaum mehr möglich, das Lernpensum aufs nötigste beschränkt. Wie wichtig sind Literatur, Sprache und ein kreativer Umgang mit ihr in einer Krise?
Um einmal den belgischen Nachtbotaniker Henri Fortal zu zitieren: Keine Kreativität ohne Krise. Man könnte in den Teppich beißen, so schlecht geht es einem. Und dann steigen die Gedanken auf, ein Poem entsteht, dass sich in die Weltliteratur aufschwingt. Dazu kommt es selten, doch Aufschwünge sind es schon. Jeder noch nicht gedachte Gedanke, der in einem Schädelgewölbe aufblitzt, gehört zum Weltkulturerbe. Wir schwimmen alle in der gleichen Luft, alle Menschen, alle Tiere und vor allem alle Pflanzen. Wir fliegen in diesem Fluidum, das wir alle teilen, das unser Wasser ist: die Luft. Die wir nicht zerstören dürfen. Wasser für alle und eine gute Kanalisation ist wichtig für die ganze Welt. Eine aufmerksame Schülerin sagte: Jeder neue Gedanke verändert dein Bewusstsein, verändert dich. Du willst Passagier auf diesem Raumschiff Erde werden, dann lerne die Regeln. Weiterlesen…
Der Hörtext „Gabenzaun“ von Luca Briewe beruht auf Recherchen im April und Mai diesen Jahres und thematisiert Obdachlosigkeit in der Corona-Krise. Eingelesen wurde er von Rainer Bärensprung.
Was sind Ihre Gedanken zu sog. „Corona-Blogs“ – sorgt das vermehrte Sprechen über den Lockdown im Privaten und oft ja auch eher Banalen dafür, dass Gruppen mit viel basaleren Problemen zu wenig Beachtung in dieser Situation finden?
Ja, obwohl der Lockdown für viele Menschen als Herausforderung/Belastung empfunden wird, sind m. M. n. Gruppen mit tiefgreifenderen Problemen in den Hintergrund gerutscht. Als Autorin war dies für mich die Motivation für zwei Texte.
Wie sind Sie zum Thema Wohnungslosigkeit während der Pandemie gekommen, was war der Auslöser?
Ich kenne eine Frau, die mit ihrer Tochter im Auto lebt. Sie putzt und ihr Kind besucht die Kita. Während des Lockdowns habe ich mich gefragt, wie sie zurechtkommt. Eine Freundin erzählte mir, dass sie selber Lebensmittel sammelt für den Anfang April eingerichteten Gabenzaun. Das habe ich mir angesehen.
Wie sind Sie in der Recherche zum „Gabenzaun“ vorgegangen?
Zuerst habe ich die Obdachlosenzeitungen gelesen. Da gab es Beilagen, wo die Städte mit ihren Angeboten z.B. Wärmestube, Mittagstisch… aufgelistet waren. Da ich vermutete, dass fast alle Angebote wegbrechen würden, habe ich dann mit den Mitarbeitern in verschiedenen Städten telefoniert und nachgefragt und auch ein bisschen im Netz recherchiert. Dann habe ich mit einigen wenigen betroffenen Frauen ein Telefoninterview machen dürfen.
Im Text schwebt der Lockdown noch als Damoklesschwert über der Protagonistin – setzen Sie sich auch jetzt noch speziell mit der Situation wohnungsloser Menschen auseinander?
Ich verfolge in den Medien und im Austausch mit ehemaligen Kollegen weiterhin die Situation. Speziell in diesem Text war mir die Situation von Frauen, die verdeckt obdachlos sind, wichtig.
Der „Gabenzaun“ als Symbol – eben nur ein Symbol?
Im Gespräch mit wohnungslosen Menschen fiel mir auf, dass viele zwar die Hilfe/Geste zu schätzen wissen, aber eigentlich eine geschützte Privatsphäre brauchen. Wie meine Protagonistin wollen sie an der Gesellschaft teilhaben. Es gibt eine Scham und eine Angst, weiter an den Rand zu rücken. Diese Menschen brauchen Wohnraum; natürlich gibt es auch einen großen Teil, der unterstützende Maßnahmen braucht und auch wenige, die es vorziehen, „abgewandt“ von der Gesellschaft „auf Platte“ zu leben.
Die Gesellschaft darf nicht weiter auseinanderdriften. Charity hat einen Wert, ist aber kein Ersatz für politische Lösungen und gesellschaftsrelevante Veränderungen. Diese müssen aber gefunden werden, damit eine Frau ohne Wohnung nicht durch diese Krise in Alkoholismus und Prostitution gedrängt wird.
Nachdem in Walter Köppings Wir fürchten nicht die Tiefe des Öfteren von ihm die Rede war und er mir schließlich auch bei Recherchen zu einem anderen Projekt mehrfach namentlich untergekommen ist, sollte es diesmal ein etwas zielgerichteterer, um nicht zu sagen: skandallüsterner, Griff ins Regal werden – nach Max von der Grüns Irrlicht und Feuer (1963), dem Roman, der den schreibenden Grubenlokführer seine Arbeit unter Tage gekostet, ihm die Ungnade der Gewerkschaften einbrachte und seine Karriere als Schriftsteller zementiert hat.
Als Nicht-Westfälin aus einer Nicht-Bergbauregion, über fünfzig Jahre später, also ohne jeden inneren Bezug zum Thema, hatte ich erwartet, dass mich Jürgen Fohrmann und sein Dasein kälter lassen würden. Aber obwohl auf Seite fünfzig immer noch kein Kopf vom abgerissenen Förderband abgetrennt worden war, schließlich war man mit einer gewissen splatterigen Erwartungshaltung an die Lektüre herangegangen, hat es das nicht getan. Weiterlesen…

Aus einer fixen Idee heraus verbindet sich der Lebenslauf des Protagonisten der Kaiserstraße (DuMont 2006), Leo Böwe, mit seiner Phantasie der 1957 ermordeten Prostituierten Rosemarie Nitribitt, als Böwe auf Geschäftsreise zufällig von dem Fall erfährt, der ihn ein Leben lang nicht loslässt.
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Dark Fantasy aus dem Münsterland? Vielleicht nichts, was man auf den ersten Blick in Verbindung bringen würde – doch unser heutiger Griff ins Regal zeigt: es gibt nichts, was es nicht gibt in der westfälischen Literaturlandschaft, also auch blutige Fantasyepen wie Bernhard Trecksels Nebelmacher (blanvalet, 2015).
Mit dem Fall der Titanen, der alten Götter, hat sich ein undurchdringlicher, nie endender Nebel über das Reich Thetis gelegt. Während die Bewohner der Pentae, der Metropolen, davor zittern und ihre Lebensräume mittels magischer Steine vom feindlichen (stellenweise durchaus als gefräßig beschriebenen) Nebel freihalten, scheinen die Barbarenstämme der Außengebiete, die noch dem Titanenglauben anhängen, problemlos mit den widrigen Bedingungen zurechtzukommen. Weiterlesen…

Heute hätte Schauspieler und Synchronsprecher Ilja Richter auf dem Kulturgut aus Arthur Koestlers Sonnenfinsternis gelesen. Im aktuellen Westfalenspiegel schreibt Walter Gödden über diesen „Meilenstein der politischen Literatur“.
Unter dem Titel Darkness at Noon erschien der Roman 1940 zuerst in englischer Übersetzung beim Londoner Verlag Jonathan Cape, der bereits Koestlers vorangegangenen Roman Die Gladiatoren veröffentlicht hatte. Im Gegensatz zu seinen nachfolgenden Veröffentlichungen, als Koestler bereits in England lebte und nur noch auf Englisch schrieb, verfasste der gebürtige Ungar seine Sonnenfinsternis noch auf Deutsch. Weiterlesen…

Für diesen Roman müssen wir gar nicht tief im Bücherstapel angeln, er ist 2018 erschienen — und Karosh Taha ein Beispiel für eine großartige westfälische Gegenwartsschriftstellerin. Wer bisher verpasst hat, die Krabbenwanderung zu lesen, könnte diese Bildungslücke noch rechtzeitig schließen, bevor am 19. Mai ihr zweiter Roman Im Bauch der Königin, ebenfalls bei DuMont, erscheint.
Zwischen dem Hochhaus, von dessen Balkonen herab die Tanten jeden von Sanaas Schritten verfolgen und kommentieren, der Enge der Wohnung, die sie mit ihrer depressiven Mutter Asija, ihrem zunehmend ausgehöhlten Vater Nasser, dem Zimmer, das sie mit ihrer pubertierenden Schwester Helin teilt, ihrem Freund Adnan, ihrem Liebhaber Omer wandert Sanaa — möglicherweise verfolgt von einem Mann im weißen Volvo — hin und her, aber nie aus dem Personengeflecht hinaus.
Beim Lesen von einer frühen Kindheit im Irak, am sicheren Großmutterbusen, als beide Eltern noch glücklich schienen, und der Gegenwart im Viertel, in der die Familie manchmal vor Unglück trieft und das eigene Glück dabei schwierig zu fühlen ist, versinkt man so tief in der Erzählung wie Tante Baqqes Hintern im Sofa.
Beschreibung einer Krabbenwanderung liest sich so angenehm, weil es, zwar Debütroman, sich trotzdem weder stilistisch noch inhaltlich mit Selbstfindungsfragen aufhält. Sanaa ist jung, aber keinesfalls eine dieser autofiktional-jammervollen (Erstlings-)Figuren, aus denen in erster Linie die selbstzweifelzerfressene Identität am schreibenden Ende spricht, sondern der man im besten Sinne die erwachsene Erzählerin anmerkt, ähnlich wie beispielsweise Margaret Atwoods weiblichen Charakteren. Die Krabbenwanderung ist eine Geschichte, schön und sinnlich, manchmal bedrückend, die sich vom Einmallesen nicht abnutzt, denn das ist ja das Schöne am Erzählen, das kann man immer wieder.
Karosh Taha, Jahrgang 1987, lebt in Essen und wurde unter anderem mit dem Förderpreis des Landes NRW ausgezeichnet. 2019 war sie Stipendiatin des Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendiums (u.a. zum Stipendium auch hier ein kurzes aber spannendes Interview). Eine Hörspielfassung der Krabbenwanderung soll 2020 ausgestrahlt werden.
Abbildung unter Verwendung der Coverillustration von Nurten Zeren, die Arbeit der Gestalterin kennt man z.B. auch vom schönen Umschlag von Marius Hulpes Wilde Grüne Stadt (der wir uns in einem kommenden Griff ins Regal widmen).

Man beobachtet sich jetzt ganz anders, ist das denn eigentlich „Arbeit“, was heißt das für uns Kulturkommissionssonderkaninchen überhaupt, wenn der legitimierende Rahmen eines physischen Büroraums wegfällt, in dessen Nimbus man keine mentale Extraleistung vollbringen muss, so eine Art geistiges Arbeitszimmer heraufzubeschwören und aufrechtzuerhalten. Daher vielleicht auch das gesteigerte Bedürfnis nach Textproduktion, etwas nach außen Sichtbares herstellen zu wollen, auch wenn uns sonst im Normalbetrieb von außen wohl die Wenigsten wahrnehmen.
M

Unter Ins Regal gegriffen stellen wir ein paar Schätze aus den Tiefen der LiKo-Bibliothek vor – Leseempfehlungen, die nicht unbebedingt Neuerscheinungen sein müssen, sondern oft schon etwas tiefer ins Regal gerutscht sind…
Die Wacholderdrossel – schwarmweise gefangen, im Ganzen gegessen, ihr Fleisch schmeckt nach den Wacholderbeeren, die sie frisst – ist ein Vogel, den sich auch die Ärmsten als Zubrot fangen können.
Und so sitzt auch die westfälische Landbevölkerung 1634, verhungert und durchnässt im schlammtriefenden Coesfeld unter hessischer Besatzung, vor den Toren rückt ein Schwedenregiment an: hier ist jeder dem anderen ein Krammetsvogel[1], sei er noch so arm, ist er trotzdem noch fressbar. Unter den Leuten herrscht das Prinzip dog-eat-dog. Eine ganze Generation ist bereits im Kriegszustand aufgewachsen, Kämmerer Witfelt und Magister Gweitner werden Zeugen, wie eine Horde Kinder Vögel mit Leim fängt und trotz Hungers aus reiner Grausamkeit tötet – nur die titelgebende Wacholderdrossel, der schmackhafteste Bissen, entkommt durch Zufall und wird von Gweitner geborgen.
Kann ein Mensch widerstehen, den anderen auszunutzen, zu übervorteilen, zu missbrauchen?
Zeit der Krammetsvögel (1997 bei Waxmann erschienen) vermittelt einen sehr plastischen Eindruck der Epoche. Im ewigen Nieselregen begleitet man eine kleine Gruppe auf ihrem Tagesmarsch von Coesfeld zu einem nahegelegenen Schulzenhof, dabei erlaubt das Buch kaum, den Blick von den rein alltäglichen Unannehmlichkeiten und zwischenmenschlichen Grausamkeiten abzuwenden. Sprachlich präsentiert sich der Roman oft blumig-verschraubt, interessanterweise tut das seiner Eindringlichkeit keinen Abbruch, ebenso die eingestreute wörtliche Rede in Münsterländer Platt.
Eine Lektüre, die man am Ende vielleicht zur Seite legt und sich freut, dass draußen die Sonne scheint und es bei aller Ausgangsbeschränkung doch sehr zivilisiert zugeht.
Georg Veit, Jahrgang 1956, lebt in Coesfeld und hat 2018 den Vorsitz der Droste-Gesellschaft übernommen. Er ist vor allem für seine Münsterland-Krimis bekannt, sein jüngster Roman Schwedings Handhabung der Wolken ist 2017 bei Elsinor erschienen (und hier im Auszug zu hören).
Georg Veit im Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren
[1] auch spannend: Christof Spannhoff u.a. zur Wortherkunft von Krammetsvogel
Abbildung unter Verwendung dieser Fotografie – übrigens gibt es auf europeana.eu auch Soundsamples der Wacholderdrossel aus dem Tierstimmenarchiv des Naturkundemuseums Berlin
Vielleicht derselbe Grund, warum ich gerade vorsichtshalber zehn nicht-arbeitsrelevante Bücher nachhause[1] schleife – also nicht genau derselbe Klopapiergrund, Fatalismus eben. Halten mich bestimmt alle für Preppa Wutz, mit meinen Beuteln. Vor Kulti-Kebab stehen vier Leute plus geschultertes Kleinkind, und das auch nur vor dem Fenster. In der Tür klemmt ein Stuhl, an der Stelle wo sonst eine Schlange bis dahin steht wo sonst die zugehörigen Fahrräder sich türmen, sonst auch mehr als zehn davon. Ein einzelner Mensch isst bei Gustav Grün, bei ARO – all caps, eigentlich mit Akzent, außerdem all bowls, das wie schräg gegenüber beim anderen Bowlladen, der jedoch mit konsequenter kleinschreibung – isst einer und bestellt eine. Eine Frau fragt, ob hier noch irgendwo ein Laden offen hat, also Essen, beeilt sie sich hinzuzufügen. Hatte schon dm auf der Zunge, verweise sie an den Anfang der Straße, sie versehentlich duzend. Frauen auf Fahrädern über der Kreuzung, und wer bezahlt ihnen die fünf Wochen Psychotherapie, die man hinterher brauche?
Ein Sticker sagt mir, vernetzt aber sicher – stimmt, so wollen wir das.
M
[1] musste, ja, peinlich, bei Duden nachschlagen: meistgesucht Klopapier Pasta Pesto Reis – why? ich meine klar, fühle mich kosmisch in meinem Titel bestätigt, jedoch wie fragwürdig kann Schreibweise von „Reis“ sein? Ryce, Rais, ein Birkenreis, das ich auf meinem einsamen Feldspaziergang pflücke, während ich mich alle zwei Meter vor den vielen Mitspazierenden provisorisch abwende? Exkurs Ende.
Mit Das letzte Land wurde am Samstag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Aliens Welcome!“ ein Hollywood-würdiges Stück Science-Fiction Geschichte geschrieben.
Zwei Männer in einem Raumschiff: was sich zunächst nach dem Beginn eines Witzes anhört, ist tatsächlich die Grundausstattung des am Samstag auf Nottbeck vorgestellten Science-Fiction Films Das letzte Land. Insgesamt 5 Mitglieder des Filmteams waren zu Gast (Marcel Barion, Philipp Bojahr, Johannes Bade, Carolin Utsch und Torben Föllmer); die Zuschauer wurden von Susanne Schöneich von der Literaturkommission für Westfalen durch den Abend geleitet, die auch das anschließende Q&A mit der Filmcrew übernahm.
Das durch Crowdfunding finanzierte Projekt Das letzte Land ist eine Zwei-Mann-Performance auf engstem Raum, welche nicht etwa durch modernste Computeranimation oder atemberaubende Effekte glänzt, sondern durch die schauspielerische Leistung der beiden Protagonisten und die dazu gekonnt eingesetzte Montage und Musikuntermalung der einzelnen Szenen. Weiterlesen…