… diese Zeilen von Aerosmith aus dem Song „Amazing“, bringen auch die Quintessenz von Leoie Müllers Roman Tausche Wohnung gegen Bahncard auf den Punkt. Worum geht es? Leonie Müller, 1992 in Bielefeld geboren, studiert Medien- und Sozialwissenschaften in Tübingen. Wohnhaft ist sie jedoch in Stuttgart – und pendelt mit der Bahn zu ihren Vorlesungen. 2015 beschließt sie, das Pendeln auf ihr komplettes Leben auszudehnen und verlegt ihren Lebensmittelpunkt auf das Schienennetz der Deutschen Bahn: Sie kündigt ihre Wohnung und „tauscht“ sie gegen eine Bahncard 100. Dadurch hat sie nicht nur die Möglichkeit, jederzeit die Städte des Landes zu erkunden, sondern auch die Gelegenheit ihre über die Republik verteilten Freunde regelmäßig zu besuchen. Von diesem Leben »on the rail« erzählt sie in ihrem Debütroman. Weiterlesen…
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rtin Becker, 1982 im Sauerland geboren, Absolvent des Deutschen Literaturinstituts in Leipzig und sowohl literarisch also auch journalistisch tätig, legt mit „Warten auf Kafka“ erstmals ein Buch vor, das auch Bereiche des Sachbuchs streift. Es führt uns nach Tschechien und dort gleich anfangs in eine Kneipe. Nirgendwo, sagt Becker, könne man das Seelenleben der Tschechen besser kennen lernen als beim Bier. Er lädt den Leser ein, sich einfach mit an den Tisch zu setzen und zuzuhören. Und schon verbrüdert man sich, trinkt erst ein Bier, dann zwei, bis es zum Schluss sieben Halbe sind.
Gleichsam en passant lernt man dabei all das kennen, was man zum Thema Tschechien und tschechische Literatur wissen sollte: Wer sind die großen Nationaldichter (etwa Milan Kundera Bohumil Hrabal, Václav Havel oder Jaroslav Hasek), wo haben sie gelebt und was zeichnet sie aus? Der Autor führt uns an literarische Pilgerorte, die Schauplätze von Romanen, in Kaffeehäuser und – immer wieder ins Wirtshaus: Die Kneipe sei ein genuiner Literaturort und tauche als solcher zigmal in Romanen und Erzählungen auf. Weiterlesen…
Gut drei Jahre unterhielt er auf dem Kulturgut Nottbeck eine Art Lesebühne mit dem schönen Titel „Nottbeck City Limits“. Er bescherte uns damit legendäre Abende. Zu seinen Gästen zählten Harry Rowohlt, Friedrich Küppersbusch, Fritz Eckenga, Hans Zippert und auf musikalischer Ebene Danny Dziuk, Uschi Brüning und Luten Petrowsky. Unvergessen auch seine Gemeinschaftslesung mit Ralf Sotschek, Friedrich Küppersbusch und Klaus Bittermann als Prolog unserer Buchmesse text and talk 2015. Und natürlich seine drei Auftritte mit dem Spardosenterzett, darunter eine exklusive Wilhelm-Busch-Hommage mit der Vertonung von Busch-Gedichten, auf CD erschienen in unserer hauseigenen Reihe „Live auf dem Kulturgut“. Weiterlesen…
„Spacejamiri musste sich leider einer Darmspiegelung unterziehen. Da seine Superheldenfähigkeit bekanntermaßen die unschlagbare Larmoyanz ist, rekonvalesziert er quasi mit Absicht nur in Zeitlupe. Er entrichtet, an Schläuche angeschlossen, sehr herzliche Grüße und freut sich wie ein Schneekönig über Ihr Erscheinen! sein persönliches Lieblingsdetail aus allen Spacejamiricomics ist übrigens eine Fahrzeugbeschriftung in dem Comic „Doom Job“ mit dem Stau. „Unsere Leistung können Sie überholen. Unseren LKW nicht“.“ (Jan-Michael Richter)
Mit diesen Worten richtete der Illustrator Jan-Michael Richter, besser bekannt als Jamiri, den Besuchern der neuen Gartenhausausstellung des Kulturgut Haus Nottbeck seine Grüße aus. Leider konnte er bei der Ausstellungseröffnung am vergangenen Samstag (18.05.2019) aus oben genannten Gründen nicht anwesend sein. Die Ausstellung „Spacejamiri“, welche sich mit den Spacejamiri-Weltraumepisoden des Illustrators beschäftigt, bildet den Prolog der Hauptausstellung „Aliens Welcome! Science-Fiction-Literatur aus Westfalen 1904-2018“, die ab dem 24. August 2019 auf dem Kulturgut zu sehen sein wird. Weiterlesen…
Seit zwölf Jahren gibt es das Amt des Dichters des Vaderlands in den Niederlanden. Das vom NRC-Handelblad gegründete und auf zwei Jahre befristete Ehrenamt wurde am 23. Januar 2019 an den friesischen, in Amsterdam lebenden Dichter Tsead Bruinja vergeben. Bruinja, der als siebter Dichter den Titel von der Rotterdamer Dichterin Ester Naomi Perquin übernahm, öffnete in einer eindrucksvollen, vom ihm selbst konzipierten Show den Blick für die Möglichkeiten der Poesie. Weiterlesen…
Karen Duwes fiktionaler Roman zeigt die Droste in Konfrontation mit ihrer Gesellschaft
In diesem Jahr erschien Karen Duves Roman „Fräulein Nettes kurzer Sommer“ über Annette von Droste-Hülshoff. Der Klappentext verspricht einen Roman über ihre „Liebes- und Lebenskatastrophe“. Dass es kein Happy End gibt, ist bereits vor der ersten Seite klar. Und so beginnt der Roman mit Zitaten von Zeitgenossen, die Drostes literarisches Werk verreißen. Um dieses Werk geht es dann jedoch wenig. Weiterlesen…
Das Schloss Senden gewährt am kommenden Wochenende letztmalig einen Blick auf die Ausstellung »Mit Droste im Glashaus«. Zum Finale wird dabei ein attraktives Rahmenprogramm geboten. Der Höhepunkt ist dabei sicherlich das Konzert des Jan Klare Quartetts, welches eine besondere Neuauflage der »entfesselten Droste« darbieten wird. Weiterlesen…
Verlag: Dumont 2015
Unser aktueller Praktikant hat eine Leseempfehlung für alle Pendler und Pendlerinnen, die sich die Zeit mit einem unterhaltsamen Roman vertreiben wollen!
»Degens‘ Roman zu lesen macht ungemein Spaß. Der schnelle Rhythmus der meist kurzen Sätze und die lakonischen Dialoge geben „Fuckin Sushi“ einen Geschmack von Kino.« (Bernhard Hartmann, Generalanzeiger Bonn)
»Für mich der Pop-Roman (bzw. Progrock-Roman) des Sommers. Smart, kurzweilig und eine tolle Sprache.« (Linus Volkmann) Weiterlesen…
Endlich ist es soweit: Am kommenden Sonntag, 30. September 2018, zieht auf dem Schloss Senden die Droste ein – ins Glashaus! Die Eröffnung der intermedialen Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe „Mit Droste im Glashaus. 21 Künstlerinnen und Künstler werfen Blicke“ bietet ab 11 Uhr einen Vorgeschmack auf das vielfältige Programm, das vom 30. September bis 31. Oktober 2018 auf Schloss Senden die Modernität Annette von Droste-Hülshoffs aus verschiedenen Perspektiven in den Blick nimmt. Weiterlesen…
Konzert und Le
sung in einem. Auf diese außergewöhnliche wie auch vielseitige Kombination dürfen sich Besucher des zweitägigen DOUBLE FACE-Festivals auf dem Kulturgut Haus Nottbeck freuen. Auftreten werden Künstler, deren Herzen für zwei Ausdrucksformen schlagen: die Musik und die Literatur. Sie machen alleine oder mit mehreren Personen Musik und sind außerdem auch als Schriftsteller tätig. Das Festival will damit neben der literarischen Seite der Musik auch die musikalische Seite der Literatur hervorheben. Am 28. Und 29. September 2018 startet das Festival um jeweils 18:30 Uhr.
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Heute (24. Juli) startet die Renovierung der Dauerausstellung im Museum für Westfälische Literatur auf dem Kulturgut Haus Nottbeck. Diesen Sommer werden Inhalt und Erscheinungsbild unter der Fittiche der Literaturkommission für Westfalen sowie des amerikanischen Designers Robert Ward (www.award-associates.com) erneuert. Robert Ward war bereits vor 20 Jahren für die künstlerische Gestaltung verantwortlich. Ziel ist eine zeitgemäße, multimediale Vermittlung der westfälischen Literaturgeschichte, die für jeden zugänglich und verständlich sein soll.
Die Sonderausstellung im Gartenhaus zum Werk des Dichters Erich Grisar wird bis zum 26. August verlängert. Das spannende Leben und literarische Vermächtnis Grisars kann man von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 14 bis 18 Uhr bestaunen. Am 21. September eröffnet die im neuen Glanz erstrahlende Dauerausstellung wieder.
Verlag: Carl Hanser 2018
Bei diesem Regenwetter kommt heute als kleine Aufheiterung ein Lesetipp von der Praktikantin der Literaturkommission. Ein kurzer Beitrag zu Josefine Rieks Debütroman „Serverland“. Mehr erfahrt Ihr unten.
„2018 bewegen wir uns ganz selbstverständlich durch die geglätteten Filterblasen von Facebook, Amazon & Co, konsolidieren mit jedem Klick die Macht der Netzgiganten, lassen uns freiwillig überwachen – und klammern uns zugleich noch immer an den Gedanken, dass dies wohl ein Stück der ersehnten Freiheit sein muss“ (Tagesspiegel vom 06.03.2018). Weiterlesen…