Was müssen Museen heute und in Zukunft leisten? Was sollen sie ihren Besucher:innen bieten können? Wie ist ein Ausgleich zwischen digitalen und analogen Konzepten zu erreichen? Und welche Kommunikationsstrukturen sind somit gefragt oder können ausgebaut werden? Das sind die zentralen Fragen, die sich an ein Museum der Zukunft richten. Aber schauen wir erst einmal darauf, was ein Museum per Definition ist: Es ist eine Institution deren Aufgaben im „erforschen, sammeln, bewahren, interpretieren und ausstellen besteht. Demnach erfüllt es einen höheren Bildungsauftrag und sollte somit für alle zugänglich sein. Die Zugangsbarrieren sollen dazu weiter und systematisch abgebaut werden. Dafür könnte man eine nationale, erschwingliche Museumskarte einführen, die in allen Museen ihre Gültigkeit hat. Auch inklusiv darf weitergedacht werden. So könnten Infotafeln mit Hilfe von KI z.B. auch in Blindenschrift, mehreren Sprachen oder mehr audiovisuell angeboten werden. Audioguides sind vielerorts bereits im Einsatz, aber sprechende Infotafeln oder Boards auf denen die Informationen visuell erfahrbar gemacht werden, wäre eine Innovation. So kann sich ein Museumsbesuch heute auch ganz virtuell abspielen. Über entsprechende Websites kann der Besuch rein virtuell sein und der physische Raum ist gar nicht mehr notwendig. Man könnte die Funktionen hier sogar so weit ergänzen, dass Gespräche, Führungen und sogar Veranstaltungen rein virtuell stattfinden. Das kann somit über jedes Smartphone geschehen oder auch mithilfe von VR-Brillen, die z.B. im Unterricht an den Schulen hervorragend eingesetzt werden können. Damit ist die Möglichkeit gegeben sich in Museen zu begeben, die physisch zu weit entfernt sind und das Museum ist nicht nur eine Sammlung von Dingen, sondern auch Versammlung von Menschen, die über die Themen diskutieren und darüber, wie diese in der Sammlung dargestellt sind. Damit Museen als inklusive Kulturorte noch besser gelingen, ist es notwendig, dass das Personal in den Museen so divers wie die Gesellschaft in Deutschland ist, aber auch die Sammlungen in den Museen müssen unsere gesellschaftliche Vielfalt abbilden, damit Museen ein Ort der Demokratie sind.
Im Sinne der Nachhaltigkeit sollten Zukunftsmuseen vor allem auch „grüne Museen“ sein, das heißt die Stromzufuhr könnte aus Photovoltaik-Anlagen gewonnen werden und damit weiterhin ein attraktiver Bildungs- und Erlebnisort bleiben.
Anonym



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