Die berufliche Laufbahn der heutigen Verlegerin Sigrid Pomaska lief keineswegs schnurstracks zur Buchbranche. Nach Studium (Pädagogik, Psychologie) baute sie zunächst mit Bruder und Schwager in Hagen eine Werbeagentur auf. Das Familienunternehmen entwickelte sich in den 1990ern zur Druckerei, Sigrid Pomaska bildete sich zur Druckvorlagenherstellerin weiter.
In der damals neu aufkommenden Digitaldrucktechnik sah die Buchliebhaberin dann eine Chance, Bücher in Kleinauflagen herzustellen. „Ich leistete Pionierarbeit und suchte mir auf Messen und Seminaren das nötige Know-how zusammen, um mit Laserdruckern Bücher in kleinen Auflagen drucken und nach alter Handwerkstechnik binden zu können.“ Die Idee, einen Verlag zu gründen, nahm Gestalt an. Die Prämisse dabei lautete: Es werden immer nur so viele Exemplare gedruckt und gebunden, wie tatsächlich gebraucht werden. Sitz des Verlages ist Schalksmühle, wo Pomaska sich mit Familie auf dem Land niedergelassen hat.
Die Buchherstellung ist zur Routine geworden und die eigentliche Herausforderung für die Verlegerin besteht jetzt darin, ein interessantes Verlags-Programm zusammenzustellen, das eine individuelle Note hat und trotzdem markttauglich ist. Da es dank des Digitaldrucks keine vergriffenen Bücher gibt, ist das Angebot inzwischen beachtlich und wächst jedes Jahr um 15 bis 20 Titel.
Ein inhaltlicher Schwerpunkt im Pomaska-Brand Verlag ist die Sachbuch-Reihe „fabrica libri“. Hier werden sorgfältig ausgesuchte Titel zu den Themen Mystik, Religion, Feministische Theologie und Psychologie herausgegeben. Rückgrat und Umsatzbringer sind jedoch die Musikbücher von Bruder Reinhold Pomaska. „Gitarrenschule ohne Noten“ ist seit Jahren die Nummer Eins im Internet und mittlerweile auch gut im Buchhandel vertreten.
Während die Sachbücher im Verlag bereits seit Jahren etabliert sind und einen festen Leserkreis haben, ist das Belletristik-Programm noch jung. Anspruchsvolle Romane, aber auch leichte Unterhaltung, vom Krimi bis zur High-Fantasy, werden veröffentlicht. Zuletzt erschienen ist der Roman „Ladys auf Abwegen“ von Bettina Klusemann; die Autorin war übrigens als Kommunalpolitikerin daran beteiligt, Haus Nottbeck zu sanieren und der Literatur hier eine Heimat zu geben!



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