„Am Erker“ wurde 1977 als alternative Literaturzeitschrift von Michael Kofort und Joachim Feldmann in Emsdetten gegründet. Ganz im Geist der Zeit verstanden die Herausgeber – der eine hatte gerade sein Abi bestanden, der andere machte eine Lehre zum Industriekaufmann – ihr Projekt als einen Beitrag zur Förderung literarischer Kreativität jenseits des Mainstreams.
Seitdem hat sich aus dem „Szeneblatt“ ein respektables literarisches Magazin entwickelt, das in zwei thematisch orientierten Ausgaben pro Jahr neue erzählende Prosa, literaturkritische Essays, Schriftstellerporträts und die vielfach gerühmte „Bücherschau“ präsentiert. Mit frühen Beiträgen in „Am Erker“ vertreten waren u.a. Burkhard Spinnen, Georg Klein, Franziska Gerstenberg, Markus Orths, Stefan Beuse und Tanja Dückers.
1998 wurde „Am Erker“ mit dem Hermann-Hesse-Preis als beste deutschsprachige Literaturzeitschrift ausgezeichnet. Heute erscheint die Zeitschrift noch immer in Münster und zwar im Daedalus Verlag. Die Redaktion allerdings verteilt sich auf die ganze Republik. Momentan gehören ihr Georg Deggerich (Krefeld), Joachim Feldmann (Recklinghausen), Gerald Funk (Marburg), Andreas Heckmann (München) und Frank Lingnau (Münster) an. „Am Erker“-Mitbegründer Michael Kofort führt die Geschäfte der Zeitschrift.
Zuletzt erschien die Ausgabe Nr. 65 mit „13 Geschichten vom Pech“, u.a. von Karla Schneider, Markus Orths, Marcus Jensen, Georg Klein, Franziska Gerstenberg und Burkhard Spinnen.
Homepage: www.am-erker.de
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