{"id":2967,"date":"2014-06-11T07:16:59","date_gmt":"2014-06-11T06:16:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/?p=2967"},"modified":"2014-06-11T07:18:14","modified_gmt":"2014-06-11T06:18:14","slug":"richtung-norden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/?p=2967","title":{"rendered":"Richtung Norden"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.kreis-warendorf.info\/wordpress\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Richtungsding_Norden_Cover.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2969 size-medium\" title=\"Richtungsding VII. Themenheft \u201eNorden\u201c.\" src=\"http:\/\/www.kreis-warendorf.info\/wordpress\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Richtungsding_Norden_Cover-207x300.jpeg\" alt=\"Richtungsding_Norden_Cover\" width=\"207\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Richtungsding_Norden_Cover-207x300.jpeg 207w, https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Richtungsding_Norden_Cover-709x1024.jpeg 709w, https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Richtungsding_Norden_Cover.jpeg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eine \u201eZeitschrift f\u00fcr Gegenwartsliteratur\u201c auf neuen Wegen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 23. Mai 2014 war es so weit. Die neue Ausgabe vom <em>Richtungsding<\/em> wurde in der Zeche Carl in Essen released. Nat\u00fcrlich fulminant, wie sich das geh\u00f6rt, mit Lesung und anschlie\u00dfender Party.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist soweit nichts Neues, neu war hingegen diesmal die Ausrichtung des Heftes. Denn zum ersten Mal wurde ein Heftthema gestellt, zu dem Gegenwartsautoren ihre Texte einsenden konnten. \u201eNorden\u201c. Und dann geschah das, womit wohl niemand aus dem sechsk\u00f6pfigen Team gerechnet hat:<!--more--> Es gab \u00fcber 300 Einsendungen. Die mussten nat\u00fcrlich gesichtet, sortiert und bewertet werden. Eine Top 24, die Auswahl, die sich nun auch im Heft findet, wurde dann nochmals einer Jury vorgelegt, die diejenigen Texte ausw\u00e4hlte, die am Release-Abend von ihren Autoren vorgetragen wurden und somit die Chance hatten, den begehrten Publikumspreis zu erringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gewonnen hat \u00fcbrigens Tobias Steinfeld mit der Erz\u00e4hlung <em>Ans Meer<\/em>: Eine gekonnte Mischung aus pr\u00e4zise gesetzten Pointen in einer nostalgisch anmutenden Kindheits- und Adoleszens-Erinnerung, die es aber durch genaue Beobachtung und gekonnten Sprachwitz schafft, nicht in den Kitsch abzudriften. Und das konnte Steinfeld auch im Vortrag zur Geltung bringen. Mein Favoritenvortrag war <em>Der Nerz<\/em> von Dagny Riegel. Eine skurrile Geschichte \u00fcber eine eisig fr\u00f6stelnde junge Frau, die sich erst durch die Symbiose mit einem Nerz erw\u00e4rmen kann. Eine wunderbar vorgetragene Hybridgeschichte, in der es bis auf die gef\u00fchlte innere K\u00e4lte keine weiteren Eindeutigkeiten und Sicherheiten zu geben scheint. Weitere Vortragende waren Jonis Hartmann (\u201eMiniaturzyklus in Moll\u201c), Lukas Vering (\u201eLeerzeilen\u201c), Sybil Volks (\u201eLeuchtfeuer\u201c) und Katharina Wei\u00dfbach-Hempel (\u201eDorthin, wo es keine Schrumpk\u00f6pfe gibt\u201c).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch neu ist der abgewandelte Titel des Heftes. In der letzten Ausgabe noch \u201eZeitschrift f\u00fcr junge Gegenwartsliteratur\u201c, wurde nun mit Heft VII das \u201ejung\u201c gestrichen und es ist nun die \u201eZeitschrift f\u00fcr Gegenwartsliteratur\u201c. In dieser Entscheidung wurde einer Diskussion Raum gegeben, mit der sich auch das \u201eFestival f\u00fcr junge Gegenwartsliteratur\u201c in Hildesheim, <em>Prosanova<\/em>, auseinander setzen musste. So fragte Hannah L\u00fchmann in der <em>Zeit<\/em> denn auch \u201e<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/literatur\/2014-06\/prosanova-festival-hildesheim-literatur\" target=\"_blank\">was genau damit gemeint ist, wo dieses \u201ajung\u2018 anf\u00e4ngt, wo es aufh\u00f6rt und ob das nicht eigentlich etwas ganz Schreckliches ist, junge deutschsprachige Literatur<\/a>\u201c. Was bei L\u00fchmann aber vor allem auf eine Kritik der Abh\u00e4ngigkeit der Schreibsch\u00fcler von Zuwendungen, Stipendien etc. abzielt, scheint beim <em>Richtungsding<\/em> weitaus programmatischer und (im positiven Sinn) bodenst\u00e4ndiger gedacht zu sein. Denn wenn fr\u00fcher das Wort \u201eJung-Autor\u201c eben eine Kombination aus Alter mit einer gewissen Jungfr\u00e4ulichkeit im Literaturbetrieb kolportierte, dann ist es nur konsequent, in Zeiten ungerader Lebensentw\u00fcrfe und Lebensl\u00e4ufe auch die \u201eJung-Autoren\u201c mitzudenken, die erst sp\u00e4t zum Schreiben kommen. Das Attribut \u201ejung\u201c im Titel provoziert eben konsequent die Frage danach, wo h\u00f6rt denn das Jung-Sein auf? Mit 29 oder erst mit 39? Und ganz ehrlich, Schreib-Profis sind viele der Beitr\u00e4ger im neuen <em>Richtungsding<\/em>. Einige haben ihr Deb\u00fct schon bei gro\u00dfen Verlagen untergebracht, Preistr\u00e4ger f\u00fcr Prosa oder Drama sind unter ihnen, es wird vielfach regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr Zeitschriften oder auch mal f\u00fcrs TV geschrieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und damit der Nachschub an guten Texten nicht ausgeht, haben sich die Macher vom <em>Richtungsding<\/em> nun auch die Jugendf\u00f6rderung auf die Fahnen geschrieben. Unter dem Motto \u201eMach DEIN Richtungsding\u201c k\u00f6nnen sich 13 bis 18-j\u00e4hrige Nachwuchsautoren mit Texten bewerben. Die Autoren der besten Einsendungen werden im Herbst zu einem mehrt\u00e4gigen professionell begleiteten Workshop eingeladen und die Ergebnisse als Beilage zum n\u00e4chsten Heft (<em>Richtungsding<\/em> VIII) am 8. November pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Sylvia Kokot<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.richtungsding.de\" target=\"_blank\">Richtungsding<\/a>. Zeitschrift f\u00fcr Gegenwartsliteratur. VII<\/strong><br \/>\n<strong>Themenheft \u201eNorden\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>143 Seiten<\/strong><br \/>\n<strong>ISSN 2192-4082<\/strong><\/p>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.hausblog-nottbeck.de%2F%3Fp%3D2967&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=60\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:60px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Eine \u201eZeitschrift f\u00fcr Gegenwartsliteratur\u201c auf neuen Wegen Am 23. Mai 2014 war es so weit. Die neue Ausgabe vom Richtungsding wurde in der Zeche Carl in Essen released. Nat\u00fcrlich fulminant, wie sich das geh\u00f6rt, mit Lesung und anschlie\u00dfender Party. Das ist soweit nichts Neues, neu war hingegen diesmal die Ausrichtung des Heftes. 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