{"id":1126,"date":"2012-09-03T15:40:54","date_gmt":"2012-09-03T14:40:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/?p=1126"},"modified":"2024-05-22T13:31:09","modified_gmt":"2024-05-22T12:31:09","slug":"die-welt-braust","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/?p=1126","title":{"rendered":"\u201eDie Welt braust\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.kreis-warendorf.info\/wordpress\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/August-Stramm.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1127\" title=\"August Stramm\" src=\"http:\/\/www.kreis-warendorf.info\/wordpress\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/August-Stramm-226x300.jpg\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/August-Stramm-226x300.jpg 226w, https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/August-Stramm.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/a><\/strong><strong>1. September 1915: Beim Sturmangriff auf feindliche Stellungen am Dnjepr- Bug-Kanal in Wei\u00dfrussland stirbt Haupt- mann August Stramm kurze Zeit nach einem Kopfschuss.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der fr\u00fchexpressionistische Dichter wird am folgenden Tag auf einem nahegelegenen Friedhof beerdigt. In Berlin schreibt Alfred D\u00f6blin am 21.\u00a0 September an Herwarth Walden, den gemeinsamen Freund und Herausgeber der bedeutenden avantgar- distischen Zeitschrift <em>Der Sturm<\/em>, in einem Beileidschreiben: \u201eIch wei\u00df keinen, der so, ohne zu spielen und Faxen zu machen, mit der deutschen Sprache gewaltsam umge- sprungen w\u00e4re, als mit einem Stoff, den er bezwang und der nicht ihn bezwang. Niemand war von so vorgetriebenen Expressionismus in der Litteratur; er drehte, hobelte, bohrte an der Sprache, bis sie ihm gerecht wurde.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">D\u00f6blins von einer gewissen Trauer getragene Rede \u00fcber einen weiteren Gefallenen in der nicht knappen Liste der toten Dichter und K\u00fcnstler 1914ff. ist dankbarerweise zugleich von analytischer Genauigkeit gepr\u00e4gt: \u201eDas Formulierte, Formulierbare scheint seinem Gef\u00fchl ein Greuel gewesen zu sein; das Schwimmende des Gef\u00fchls und der Vorg\u00e4nge dr\u00e4ngte er so zu bringen, da\u00df es schwimmend blieb; [\u2026].\u201c<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch wenn die Wassermetaphorik hier ein wenig in die Irre zu f\u00fchren scheint (schlie\u00dflich ist Stramm in diesem Sinne kein \u201afl\u00fcssiger\u2018, kein leicht zug\u00e4nglicher Autor \u201aflie\u00dfender\u2018 Texte): Die Dynamik und Intensit\u00e4t, mit welcher August Stramm das Sprachmaterial versieht bzw. bearbeitet, ist bei nahezu keinem anderen deutschsprachigen Autor dieser Jahre konzentrierter und eindringlicher anzutreffen. Die Verk\u00fcrzung und Verwandlung von Substantiven und Adjektiven in Verben, in Infinitive verleiht insbesondere den Gedichten eine un\u00fcberbietbare Handlungsgewalt und Gegenw\u00e4rtigkeit. Bekanntestes (doch nicht zwangsl\u00e4ufig reizvollstes, d.h. sperriges, aber erkenntnisf\u00f6rderndes) Beispiel f\u00fcr Stramms Verdichtungsk\u00fcnste ist die <em>Patrouille<\/em>:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Steine feinden<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fenster grinst Verrat<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00c4ste w\u00fcrgen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Berge Str\u00e4ucher bl\u00e4ttern raschlig<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gellen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tod.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die neu- und fremdartigen Wortkombinationen erzielen hier, auch aufgrund der Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die Plastizit\u00e4t der Vokale und Konsonanten, auf knappstem Raum eine ungemeine Pr\u00e4senz des (Lese-)Moments. Dass dieses wie auch viele andere Gedichte thematisch im Kriegsgeschehen situiert sind, l\u00e4sst sich nicht allein auf biografische Linien zur\u00fcckf\u00fchren; es bestehen auch poetische Wirkungs- zusammenh\u00e4nge. Denn prominent und dominant waren f\u00fcr die K\u00fcnstler im <em>Sturm<\/em>-Kreis zu dieser Zeit die ad\u00e4quate Form der Darstellung sowie eine (vermeintliche) Urspr\u00fcnglichkeit der eigenen Mittel \u2013 was in jedem Fall, so auch bei August Stramm, eine experimentelle Kreation des literarischen Sprechens evozierte. In den produktivsten anderthalb Jahren seines Schreibens (Fr\u00fchling 1914 bis Herbst 1915) waren die Kriegserlebnisse somit <em>auch<\/em> dankbarer Erfahrungsfundus, um die Affektgeladenheit der Sprache, ihre nicht allein von mentalen Repr\u00e4sentationen, sondern beispielsweise auch von Erfahrungen der K\u00f6rperlichkeit dominierte Wirkm\u00e4chtigkeit aufzuzeigen, im Text zu erproben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 14. Februar 1915 schreibt er von der Westfront an Herwarth Walden: \u201eZum f\u00fcrchten war alles zu furchtbar. Aber ein Grauen ist in mir ein Grauen ist um mich wallt wogt umher, erw\u00fcrgt verstrickt, es ist nicht mehr rauszufinden. Entsetzlich. Ich habe kein Wort. Ich kenn kein Wort. Ich mu\u00df immer nur stieren, stieren um mich stumpf zu machen, um all das Gepeitsche niederzuhalten.\u201c Der Schrecken des Krieges, der Gewaltexzesse, der maschinellen T\u00f6tung \u2013 er ist deutlich sp\u00fcrbar in Briefen wie diesem. Und doch gelingt es Stramm in diesen Zeilen der Sprachlosigkeit, welche das Erlebte kaum noch in Worte fassen k\u00f6nnen (oder dieses Unverm\u00f6gen als solches zumindest rhetorisch imposant ausstellen), eine Kunstform zu erschreiben. Das Unbenennbare des tagt\u00e4glichen Stellungskrieges findet gerade durch Stramms Form der Dynamisierung der Sprache doch noch einen Ausdruck, und zwar einen, wie er pr\u00e4ziser, kraftvoller kaum sein k\u00f6nnte: \u201eDie Welt braust. Mein Kopf mir ist alles platzt.\u201c In dieser Verk\u00fcrzung und Stauchung des Ausdrucks kommt jene Gegenw\u00e4rtigkeit und Dr\u00e4ngung des Augenblicks zur Wirkung, wie sie wohl das (\u00dcber-)Leben in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben pr\u00e4gte. Der Erste Weltkrieg war August Stramm somit nicht nur Verhinderung und Beeintr\u00e4chtigung, sondern in seiner erfahrungsgebundenen Wahrnehmungssteigerung zugleich auch Katalysator und Inspirator seines Schreibens (auch an der Front bleibt Stramm literarisch unvermindert produktiv und publiziert). In den Briefen an Herwarth Walden wird dieser freudige Schrecken, die Faszination am Grauen und das Potential seiner k\u00fcnstlerischen Umsetzung deutlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was hier zynisch und abgekl\u00e4rt klingen mag, will Hinweis sein auf den Zusammenfall beider Erlebnisformen: der Literatur und des Schlachtfelds. Die Rasanz und Verknappung der kriegerischen Augenblicke intensiviert die hektische Dichte und radikale K\u00fcrze in Stramms Lyrik, seinen Einaktern sowie den wenigen Prosatexten. Nichtsdestotrotz \u2013 und dies unterscheidet ihn von der rabiaten Kriegsbegeisterung der italienischen Futuristen (\u201ediese einzige Hygiene der Welt\u201c, wie es im Ersten Manifest von 1909 hei\u00dft) \u2013 ist Stramm keinesfalls ein gl\u00fchender Verehrer der kriegerischen Schlachten. Was ihn, den Reserve-Offizier, dennoch am Kriegsdienst teilnehmen l\u00e4sst, resultiert aus einer inneren \u00dcberzeugung, die sich am ehesten mit national-gemeinschaftlichem Pflichtbewusstsein umschreiben lie\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.kreis-warendorf.info\/wordpress\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/August-Stramm-Ausstellung-2008.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1128\" title=\"Stramm-Ausstellung 2008\" src=\"http:\/\/www.kreis-warendorf.info\/wordpress\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/August-Stramm-Ausstellung-2008-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/August-Stramm-Ausstellung-2008-300x224.jpg 300w, https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/August-Stramm-Ausstellung-2008.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Gemeinsamkeiten mit dem Futurismus eines Filippo Tommaso Marinetti gibt es aber, von den ideologischen Emotio- nalisierungen und heroischen Apotheosen einmal abgesehen, sehr wohl: die Zerst\u00f6rung (weniger martialisch: die \u00dcber- windung) herk\u00f6mmlicher Syntax und Wortstruktur; die Lust an Komposita, an Lautlichkeit und Rhythmik; die Reduktion des Sprachmaterials zugunsten des einzelnen Ausdrucks. Mag Stramm auch, von pflichtschuldigen Erw\u00e4hnungen im Deutschunterricht \u00e0 la \u201eWir lernen heute die Merkmale des Expressionismus kennen\u201c einmal abgesehen, heute mehr oder weniger vergessen sein \u2013 damals war seine Produktivit\u00e4t weniger Jahre Stimulation f\u00fcr Carl Einstein und Kurt Schwitters, in den 1950er\/60ern f\u00fcr Arno Schmidt und Gerhard R\u00fchm. Deren Lob auf Stramms Wortdynamisierung und Sprachintensivierung ist jedoch auch l\u00e4ngst verklungen. In <em>Angststurm<\/em> l\u00e4sst sich (beispielhaft) die Ursache ihrer Begeisterung lesend nachvollziehen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grausen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich und Ich und Ich und Ich<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grausen Brausen Rauschen Grausen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tr\u00e4umen Splittern Branden Blenden<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sterneblenden Brausen Grausen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rauschen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grausen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herwarth Walden b\u00fcndelte das Vorhaben der Expressionisten \u2013 und dabei wird er sicherlich auch besonders an August Stramm gedacht haben \u2013 im Vorwort einer 1932 erschienen Anthologie folgenderma\u00dfen: \u201eDas Material der Dichtung ist das Wort. Die Form der Dichtung ist der Rhythmus.\u201c Was sich hier zun\u00e4chst als unspezifischer Gemeinplatz lesen l\u00e4sst, impliziert Ablehnungen gegen\u00fcber einer narrativen bzw. romantisch-subjektiven Lyrik. Die Strammsche Wortkunst ist zwar radikal subjektiv in ihrer Darstellung von Wahrnehmungs- und Empfin- dungsweisen, doch hierbei zugleich derart aufs Sprachmaterial bezogen, dass die Abstraktion, die Kunstform als Versuch einer Ann\u00e4herung an einen lyrischen Jetzt-Stil, die punktgenaue Momenthaftigkeit im Vordergrund steht. Dass dies bei Stramm gelegentlich auch in einem kosmischen, leicht pantheistisch-mystischen Sinne zu lesen ist, sei hier nur kurz erw\u00e4hnt. August Stramm ist hierin also Zeitgenosse der Jahrzehnte um 1900: Lebensreformen und Lebensphilosophien konkurrieren in bunter Zahl um Meinungs- und Geltungshoheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und es gibt, das soll nicht unerw\u00e4hnt bleiben, auch einen anderen August Stramm, d.h. Facetten, die sich in die bisherige Darlegung nicht sogleich harmonisch integrieren lassen: Da ist beispielsweise die provinzielle Herkunft, welcher sich der geb\u00fcrtige M\u00fcnsteraner allerdings m\u00f6glichst rasch (erfolgreich) zu entledigen versucht \u2013 freilich zum Preis, nun (auf Wunsch des Vaters) als Postsekret\u00e4r, sp\u00e4ter als Postinspektor eine Beamtenlaufbahn einschlagen zu \u201ad\u00fcrfen\u2018. Stramm ist hier jedoch, ebenso wie in seiner Karriere als Reserveoffizier, von b\u00fcrgerlicher Pflichterf\u00fcllung und Selbstdisziplin gepr\u00e4gt. 1909 promoviert er an der Universit\u00e4t Halle mit einer Arbeit zum <em>Welteinheitsporto. Historische, kritische und finanzpolitische Untersuchungen <\/em>(&#8230;). Stramm, Jahrgang 1874, geh\u00f6rt zudem keineswegs zu den jungen Wilden der Expressionisten-Generation; seine schriftstellerischen Erfolge sind nicht ohne seine Freundschaft zu Herwarth Walden, die hieraus resultierenden Kontakte zum <em>Sturm<\/em>-Kreis zu denken. Was nun wie die despektierliche Blo\u00dfstellung eines zusp\u00e4tgekommenen Tele- grammdichters, der im Schrapnellgewitter 1914 zu poetischer Radikalit\u00e4t findet, wirken mag, will eben diese biografische Diskrepanz vielmehr als \u201aGewinn\u2018 ausstellen. Stramms lyrisch \u00fcberzeugenden Bem\u00fchungen, den \u201eSprachbrei in G\u00e4rung\u201c (D\u00f6blin) zu versetzen \u2013 jetzt (noch immer) nachzulesen beim Buchh\u00e4ndler Ihres Vertrauens. Oder auch in der <a href=\"http:\/\/www.lwl.org\/literaturkommission-download\/editionen\/1biblio\/astramm\/4astindex.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Online-Edition<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Arnold Maxwill<\/p>\n<div id=\"_mcePaste\" class=\"mcePaste\" style=\"position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden; text-align: justify;\">\n<p><!--[if gte mso 9]><xml> <o:OfficeDocumentSettings> <o:RelyOnVML \/> <o:AllowPNG \/> <\/o:OfficeDocumentSettings> <\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal<\/w:View> <w:Zoom>0<\/w:Zoom> <w:TrackMoves \/> <w:TrackFormatting \/> <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning \/> <w:ValidateAgainstSchemas \/> <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:DoNotPromoteQF 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Tabelle\"; \tmso-tstyle-rowband-size:0; \tmso-tstyle-colband-size:0; \tmso-style-noshow:yes; \tmso-style-priority:99; \tmso-style-qformat:yes; \tmso-style-parent:\"\"; \tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; \tmso-para-margin-top:0cm; \tmso-para-margin-right:0cm; \tmso-para-margin-bottom:10.0pt; \tmso-para-margin-left:0cm; \tline-height:115%; \tmso-pagination:widow-orphan; \tfont-size:11.0pt; \tfont-family:\"Calibri\",\"sans-serif\"; \tmso-ascii-font-family:Calibri; \tmso-ascii-theme-font:minor-latin; \tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\"; \tmso-fareast-theme-font:minor-fareast; \tmso-hansi-font-family:Calibri; \tmso-hansi-theme-font:minor-latin;} --> <!--[endif]--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">August Stramm<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">1. September 1915: Beim Sturmangriff auf die feindlichen Stellungen am Dnjepr-Bug-Kanal in Wei\u00dfrussland stirbt Hauptmann August Stramm nach einem Kopfschuss. Der fr\u00fchexpressionistische Dichter wird am folgenden Tag auf einem nahegelegenen Friedhof beerdigt. In Berlin schreibt Alfred D\u00f6blin Mitte September an Herwarth Walden, den gemeinsamen Freund und Herausgeber der bedeutenden avantgardistischen Zeitschrift <em>Der Sturm<\/em>, in einem Beileidschreiben: \u201eIch wei\u00df keinen, der so, ohne zu spielen und Faxen zu machen, mit der deutschen Sprache gewaltsam umgesprungen w\u00e4re, als mit einem Stoff, den er bezwang und der nicht ihn bezwang. Niemand war von so vorgetriebenen Expressionismus in der Litteratur; er drehte, hobelte, bohrte an der Sprache, bis sie ihm gerecht wurde.\u201c<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">D\u00f6blins von einer gewissen Trauer getragene Rede \u00fcber einen weiteren Gefallenen in der nicht knappen Liste der toten Dichter und K\u00fcnstler 1914ff. ist dankbarerweise zugleich von analytischer Genauigkeit gepr\u00e4gt: \u201eDas Formulierte, Formulierbare scheint seinem Gef\u00fchl ein Greuel gewesen zu sein; das Schwimmende des Gef\u00fchls und der Vorg\u00e4nge dr\u00e4ngte er so zu bringen, da\u00df es schwimmend blieb; [\u2026].\u201c<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Auch wenn die Wassermetaphorik hier ein wenig in die Irre zu f\u00fchren scheint (schlie\u00dflich ist Stramm in diesem Sinne kein <span>\u201a<\/span>fl\u00fcssiger<span>\u2018<\/span>, kein leicht zug\u00e4nglicher Autor <span>\u201a<\/span>flie\u00dfender<span>\u2018<\/span> Texte): Die Dynamik und Intensit\u00e4t, mit welcher August Stramm das Sprachmaterial versieht bzw. bearbeitet, ist bei nahezu keinem anderen deutschsprachigen Autor dieser Jahre konzentrierter und eindringlicher anzutreffen. Die Verk\u00fcrzung und Verwandlung von Substantiven und Adjektiven in Verben, in Infinitive verleiht insbesondere den Gedichten eine un\u00fcberbietbare Handlungsgewalt und Gegenw\u00e4rtigkeit. Bekanntestes (doch nicht zwangsl\u00e4ufig reizvollstes, d.h. sperriges, aber erkenntnisf\u00f6rderndes) Beispiel f\u00fcr Stramms Verdichtungsk\u00fcnste ist die <em>Patrouille<\/em>:<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Die Steine feinden<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Fenster grinst Verrat<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">\u00c4ste w\u00fcrgen<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Berge Str\u00e4ucher bl\u00e4ttern raschlig<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Gellen<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Tod.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Die neu- und fremdartigen Wortkombinationen erzielen hier, auch aufgrund der Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die Plastizit\u00e4t der Vokale und Konsonanten, auf knappstem Raum eine ungemeine Pr\u00e4senz des (Lese-)Moments. Dass dieses wie auch viele andere Gedichte thematisch im Kriegsgeschehen situiert sind, l\u00e4sst sich nicht allein auf biografische Linien zur\u00fcckf\u00fchren; es bestehen auch poetische Wirkungszusammenh\u00e4nge. Denn prominent und dominant waren f\u00fcr die K\u00fcnstler im <em>Sturm<\/em>-Kreis zu dieser Zeit die ad\u00e4quate Form der Darstellung sowie eine (vermeintliche) Urspr\u00fcnglichkeit der eigenen Mittel \u2013 was in jedem Fall, so auch bei August Stramm, eine experimentelle Kreation des literarischen Sprechens evozierte. In den anderthalb Jahren seines der Nachwelt erhaltenen Schreibens (Fr\u00fchling 1914 bis Herbst 1915) waren die Kriegserlebnisse somit <em>auch<\/em> dankbarer Erfahrungsfundus, um die Affektgeladenheit der Sprache, ihre nicht allein von mentalen Repr\u00e4sentationen, sondern beispielsweise auch von Erfahrungen der K\u00f6rperlichkeit dominierte Wirkm\u00e4chtigkeit aufzuzeigen, im Text zu erproben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Am 14. Februar 1915 schreibt er von der Westfront an Herwarth Walden: \u201eZum f\u00fcrchten war alles zu furchtbar. Aber ein Grauen ist in mir ein Grauen ist um mich wallt wogt umher, erw\u00fcrgt verstrickt, es ist nicht mehr rauszufinden. Entsetzlich. Ich habe kein Wort. Ich kenn kein Wort. Ich mu\u00df immer nur stieren, stieren um mich stumpf zu machen, um all das Gepeitsche niederzuhalten.\u201c Der Schrecken des Krieges, der Gewaltexzesse, der maschinellen T\u00f6tung \u2013 er ist deutlich sp\u00fcrbar in Briefen wie diesem. Und doch gelingt es Stramm in diesen Zeilen der Sprachlosigkeit, welche das Erlebte kaum noch in Worte fassen k\u00f6nnen (oder dieses Unverm\u00f6gen als solches zumindest rhetorisch imposant ausstellen), eine Kunstform zu erschreiben. Das Unbenennbare des tagt\u00e4glichen Stellungskrieges findet gerade durch Stramms Form der Dynamisierung der Sprache doch noch einen Ausdruck, und zwar einen, wie er pr\u00e4ziser, kraftvoller kaum sein k\u00f6nnte: \u201eDie Welt braust. Mein Kopf mir ist alles platzt.\u201c In dieser Verk\u00fcrzung und Stauchung des Ausdrucks kommt jene Gegenw\u00e4rtigkeit und Dr\u00e4ngung des Augenblicks zur Wirkung, wie sie wohl das (\u00dcber-)Leben in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben pr\u00e4gte. Der Erste Weltkrieg war August Stramm somit nicht nur Verhinderung und Beeintr\u00e4chtigung, sondern in seiner erfahrungsgebundenen Wahrnehmungssteigerung zugleich auch Katalysator und Inspirator seines Schreibens (auch an der Front bleibt Stramm literarisch unvermindert produktiv und publiziert). In den Briefen an Herwarth Walden wird dieser freudige Schrecken, die Faszination am Grauen und das Potential seiner k\u00fcnstlerischen Umsetzung deutlich.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Was hier zynisch und abgekl\u00e4rt klingen mag, will Hinweis sein auf den Zusammenfall beider Erlebnisformen: der Literatur und des Schlachtfelds. Die Rasanz und Verknappung der kriegerischen Augenblicke intensiviert die hektische Dichte und radikale K\u00fcrze in Stramms Lyrik, seinen Einaktern sowie den wenigen Prosatexten. Nichtsdestotrotz \u2013 und dies unterscheidet ihn von der rabiaten Kriegsbegeisterung der italienischen Futuristen (\u201ediese einzige Hygiene der Welt\u201c, wie es im Ersten Manifest von 1909 hei\u00dft) \u2013 ist Stramm keinesfalls ein gl\u00fchender Verehrer der kriegerischen Schlachten. Was ihn, den Reserve-Offizier, dennoch am Kriegsdienst teilnehmen l\u00e4sst, resultiert aus einer inneren \u00dcberzeugung, die sich am ehesten mit national-gemeinschaftlichem Pflichtbewusstsein umschreiben lie\u00dfe.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Gemeinsamkeiten mit dem Futurismus eines <span>Filippo Tommaso Marinetti gibt es aber, von den ideologischen Emotionalisierungen und heroischen Apotheosen einmal abgesehen, sehr wohl: die Zerst\u00f6rung (weniger martialisch: die \u00dcberwindung) herk\u00f6mmlicher Syntax und Wortstruktur; die Lust an Komposita, an Lautlichkeit und Rhythmik; die Reduktion des Sprachmaterials zugunsten des einzelnen Ausdrucks. Mag Stramm auch, von pflichtschuldigen Erw\u00e4hnungen im Deutschunterricht \u00e0 la \u201eWir lernen heute die Merkmale des Expressionismus kennen\u201c einmal abgesehen, heute mehr oder weniger vergessen sein \u2013 damals war seine Produktivit\u00e4t weniger Jahre Stimulation f\u00fcr Carl Einstein und Kurt Schwitters, in den 1950er\/60ern f\u00fcr Arno Schmidt und Gerhard R\u00fchm. Deren Lob auf Stramms Wortdynamisierung und Sprachintensivierung ist jedoch auch l\u00e4ngst verklungen. In <em>Angststurm<\/em> l\u00e4sst sich (beispielhaft) die Ursache ihrer Begeisterung lesend nachvollziehen:<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Grausen<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Ich und Ich und Ich und Ich<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Grausen Brausen Rauschen Grausen<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Tr\u00e4umen Splittern Branden Blenden<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Sterneblenden Brausen Grausen<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Rauschen<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Grausen<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Ich.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\"><span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\"><span>Herwarth Walden b\u00fcndelte das Vorhaben der Expressionisten \u2013 und dabei wird er sicherlich auch besonders an August Stramm gedacht haben \u2013 im Vorwort einer 1932 erschienen Anthologie folgenderma\u00dfen: \u201eDas Material der Dichtung ist das Wort. Die Form der Dichtung ist der Rhythmus.\u201c Was sich hier zun\u00e4chst als unspezifischer Gemeinplatz lesen l\u00e4sst, impliziert Ablehnungen gegen\u00fcber einer narrativen bzw. romantisch-subjektiven Lyrik. Die Strammsche Wortkunst ist zwar radikal subjektiv in ihrer Darstellung von Wahrnehmungs- und Empfindungsweisen, doch hierbei zugleich derart aufs Sprachmaterial bezogen, dass die Abstraktion, die Kunstform als Versuch einer Ann\u00e4herung an einen lyrischen Jetzt-Stil, die punktgenaue Momenthaftigkeit im Vordergrund steht. Dass dies bei Stramm gelegentlich auch in einem kosmischen, leicht pantheistisch-mystischen Sinne zu lesen ist, sei hier nur kurz erw\u00e4hnt, da es in seinen Briefen sehr viel deutlicher zum Tragen kommt als in seinen literarischen Verknappungen. August Stramm ist diesen Belangen also Zeitgenosse der Jahrzehnte um 1900: Lebensreformen und Lebensphilosophien konkurrieren in bunter Zahl um Meinungs- und Geltungshoheit.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\">Und es gibt, das soll nicht unerw\u00e4hnt bleiben, auch einen anderen August Stramm, d.h. Facetten, die sich in die bisherige Darlegung nicht sogleich harmonisch integrieren lassen: Da ist beispielsweise die provinzielle Herkunft, welcher sich der geb\u00fcrtige M\u00fcnsteraner allerdings m\u00f6glichst rasch (erfolgreich) zu entledigen versucht \u2013 freilich zum Preis, nun (auf Wunsch des Vaters) als Postsekret\u00e4r, sp\u00e4ter als Postinspektor eine Beamtenlaufbahn einschlagen zu <span>\u201a<\/span>d\u00fcrfen<span>\u2018<\/span>. Stramm ist hier jedoch, ebenso wie in seiner Karriere als Reserveoffizier, von b\u00fcrgerlicher Pflichterf\u00fcllung und Selbstdisziplin gepr\u00e4gt (siehe Foto). 1909 promoviert er an der Universit\u00e4t Halle mit einer Arbeit zum <em>Welteinheitsporto. Historische, kritische und finanzpolitische Untersuchungen \u00fcber die Briefpostgeb\u00fchrens\u00e4tze <\/em><span>(&#8230;). <\/span>Stramm, Jahrgang 1974, geh\u00f6rt zudem keineswegs zu den jungen Wilden der Expressionisten-Generation; seine schriftstellerischen Erfolge sind nicht ohne seine Freundschaft zu Herwarth Walden, die hieraus resultierenden Kontakte zum <em>Sturm<\/em>-Kreis zu denken. <span>Was nun wie die despektierliche Blo\u00dfstellung eines zusp\u00e4tgekommenen Telegrammdichters, der im Schrapnellgewitter 1914 zu poetischer Radikalit\u00e4t findet, wirken mag, will eben diese biografische Diskrepanz vielmehr als <\/span><span>\u201a<\/span><span>Gewinn<\/span><span>\u2018 ausstellen. Stramms lyrisch \u00fcberzeugenden Bem\u00fchungen, den \u201eSprachbrei in G\u00e4rung\u201c (D\u00f6blin) zu versetzen \u2013 jetzt (noch immer) nachzulesen beim Buchh\u00e4ndler Ihres Vertrauens. Oder auch in der Online-Edition. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify; line-height: normal;\"><span>Arnold Maxwill<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"facebook_like\"><iframe src=\"http:\/\/www.facebook.com\/plugins\/like.php?href=https%3A%2F%2Fwww.hausblog-nottbeck.de%2F%3Fp%3D1126&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=60\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border:none; overflow:hidden; width:500px; height:60px;\" allowTransparency=\"true\"><\/iframe><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. September 1915: Beim Sturmangriff auf feindliche Stellungen am Dnjepr- Bug-Kanal in Wei\u00dfrussland stirbt Haupt- mann August Stramm kurze Zeit nach einem Kopfschuss. Der fr\u00fchexpressionistische Dichter wird am folgenden Tag auf einem nahegelegenen Friedhof beerdigt. In Berlin schreibt Alfred D\u00f6blin am 21.\u00a0 September an Herwarth Walden, den gemeinsamen Freund und Herausgeber der bedeutenden avantgar- distischen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[16],"tags":[18],"class_list":["post-1126","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-waswar","tag-entstaubte-autoren"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4EYft-ia","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1126","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1126"}],"version-history":[{"count":29,"href":"https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1126\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4996,"href":"https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1126\/revisions\/4996"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1126"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1126"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hausblog-nottbeck.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}