Lesungen, Was läuft?

Nottbeck City Limits Vol. I

Nottbeck City Limits“ heißt unser neues Show-Format. Klingt origineller als „Jauch will Plasberg“. Und ist es auch: Nach einer nervigen Flut von Initiativbewerbungen aus dem öffentlich-rechtlichen Medien- segment, die um unseren Talk- master-Job buhlten, haben wir mit Wiglaf Droste einem der letzten Freigeister der Republik offeriert, dem Kulturgut als Conférencier zu dienen. Natürlich hat der dann gleich zugesagt. Premiere feiern wir am Samstag, den 24.09. 2011. Was genau passieren wird, hat er uns mit noch keiner Silbe wissen lassen. Außer, dass er mit Harry Rowohlt, einem wahren „Kracher“, einen ersten Gast im Gepäck hat, der geradezu wunderbar zum Profil und Programm des Hauses passt. Uns freut das natürlich – denn wir geben’s zu, dass Harry Rowohlt eigentlich schon immer eine Wunschbesetzung war.
Die Lesungen des einen sind so legendär wie die des anderen – und was dabei herauskommt, wenn einer der bitterbösesten Satiriker, Polemiker, Hörbuchsprecher, Sänger – also Wiglaf Droste – auf einen der schillerndsten Rezitatoren, Übersetzer, Herausgeber, Schauspieler (Stichwort Lindenstraße) – also Harry Rowohlt – trifft, wenn beide also im Doppelpack agieren, das, ja das … Lassen wir uns überraschen.
Und was hat es nun mit dem Titel „Nottbeck City Limits“ auf sich – der bei Sprachpuristen Stirnrunzeln, bei Popkennern hingegen für ein wissendes Lächeln sorgt? Wiglaf Droste himself hat ihn ins Spiel gebracht. Es handelt sich um eine Anspielung auf Tina Turners Hit „Nutbush-City Limits“. „Nutbush-City Limits“ ist eine rebellische Hymne, eine Abrechnung der Sängerin mit der geistigen Beengtheit ihrer Kleinstadtsozialisation und ihr Sehnsuchtsschrei nach großer, weiter, urbaner Welt. Hier im Outback von Oelde braucht es keine so weiten Wege. Unser Kulturgut ist Trutzburg, Zentrale des Freigeists in der Provinz – mit einem Conférencier wie Wiglaf Droste allemal.

Walter Gödden/Stef Stadthaus

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