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Wieso Klopapier | Fatalismus

Vielleicht derselbe Grund, warum ich gerade vorsichtshalber zehn nicht-arbeitsrelevante Bücher nachhause[1] schleife – also nicht genau derselbe Klopapiergrund, Fatalismus eben. Halten mich bestimmt alle für Preppa Wutz, mit meinen Beuteln. Vor Kulti-Kebab stehen vier Leute plus geschultertes Kleinkind, und das auch nur vor dem Fenster. In der Tür klemmt ein Stuhl, an der Stelle wo sonst eine Schlange bis dahin steht wo sonst die zugehörigen Fahrräder sich türmen, sonst auch mehr als zehn davon. Ein einzelner Mensch isst bei Gustav Grün, bei ARO – all caps, eigentlich mit Akzent, außerdem all bowls, das wie schräg gegenüber beim anderen Bowlladen, der jedoch mit konsequenter kleinschreibung – isst einer und bestellt eine. Eine Frau fragt, ob hier noch irgendwo ein Laden offen hat, also Essen, beeilt sie sich hinzuzufügen. Hatte schon dm auf der Zunge, verweise sie an den Anfang der Straße, sie versehentlich duzend. Frauen auf Fahrädern über der Kreuzung, und wer bezahlt ihnen die fünf Wochen Psychotherapie, die man hinterher brauche?
Ein Sticker sagt mir, vernetzt aber sicher – stimmt, so wollen wir das.

M

[1] musste, ja, peinlich, bei Duden nachschlagen: meistgesucht Klopapier Pasta Pesto Reis – why? ich meine klar, fühle mich kosmisch in meinem Titel bestätigt, jedoch wie fragwürdig kann Schreibweise von „Reis“ sein? Ryce, Rais, ein Birkenreis, das ich auf meinem einsamen Feldspaziergang pflücke, während ich mich alle zwei Meter vor den vielen Mitspazierenden provisorisch abwende? Exkurs Ende.

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