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text&talk: Der Aisthesis Verlag

Über 30 Jahre Aisthesis! Der Bielefelder Verlag unter der Leitung von Detlev Kopp ist in seiner langen Verlagsgeschichte auch ein alter Bekannter auf der text&talk-Messe. Seit Beginn ist Aisthesis als Aussteller mit dabei und bereichert die Messe mit einem breitgefächerten Programm aus unterschiedlichen Sparten der Literatur- und Kulturwissenschaften und liefert darüber hinaus mit der Erforschung westfälischer Literatur einen wichtigen Beitrag zum heimischen Kulturbetrieb. Mehr im Portrait: 

 

Der Aisthesis Verlag mit Sitz in Bielefeld wurde 1985 von Prof. Dr. Detlev Kopp und Dr. Michael Vogt gegründet. Nachdem sich Michael Vogt 2013 zunächst aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hat, leitet Detlev Kopp den Verlag seit Anfang dieses Jahres alleine.

Das Programm des Verlags ist breit aufgestellt und publiziert in den Sparten Literaturwissenschaft, Philosophie, Geisteswissenschaft, Medientheorie und Literatur. In den über 30 Jahren seines Bestehens hat sich Aisthesis als ein führender Wissenschaftsverlag im Segment Literatur- und Kulturwissenschaft etabliert.

Innerhalb seines Programms hat sich der Verlag unter anderem den Schwerpunkt gesetzt, westfälische Literatur zu erforschen, aufzuarbeiten und zu verbreiten. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Literaturkommission für Westfalen und der Nyland-Stiftung, die sich eben dieser Arbeit verschrieben haben. In den „Veröffentlichungen der Literaturkommission für Westfalen“ oder in „Nylands Kleine Westfälische Bibliothek“ kommt dieser Schwerpunkt zum Ausdruck. Daneben finden sich im Verlagsprogramm auch Veröffentlichungen zur lippischen Landesgeschichte und Literatur über lippische Autor*innen.

Besonderes Highlight des Programms sind die renommierten Reihen in unterschiedlichen Sparten, etwa die seit 2005 herausgebene historisch-kritische Ausgabe der Werke und Briefe Georg Herweghs, die mit sechs Bänden Anfang des Jahres abgeschlossen wurde oder auch die 2007 gestartete Verlagsreihe „Moderne Studien“, die Forschungsergebnisse zur literarischen Verarbeitung gesellschaftlicher Modernisierung seit dem 19. Jahrhundert aufzeigt.

Neben vielfältiger Fachliteratur gibt es im Programm des Aisthesis Verlags auch ausgewählte Belletristik zu lesen, wie den Roman „Der Wartesaal“ der deutsch-israelischen Schriftstellerin Jenni Aloni, die bis 1935 in Paderborn lebte und der 1939 die Flucht nach Palästina gelang. Publikationen zu den Themen Nationalsozialismus, Antisemitismus und Holocaust bilden einen weiteren wichtigen Schwerpunkt des Verlagsprogramms und sind bereits in verschiedenen Reihen des Verlags erschienen. Im letzten Jahr neu erschienen ist in diesem Kontext zum Beispiel der vierte Band der Reihe „Dichter für das ‚Dritte Reich‘“.

Zur Ausstellung „Aliens Welcome! Science-Fiction-Literatur aus Westfalen 1904-2018“, die Ende August auf dem Kulturgut Haus Nottbeck eröffnet wurde, hat der Aisthesis Verlag das gleichnamige Buch von Walter Gödden herausgebracht. Der Titel dient als Begleitbuch zur Ausstellung und verfolgt die Spur westfälischer Science-Fiction-Autor*innen, die das Genre auf ihre Weise mitprägten und verbreiteten.

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