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text&talk: Der Vorsatzverlag

Der Dortmunder vorsatzverlag ist in diesem Jahr wieder auf unserer text&talk Messe dabei! Das Kulturgut Nottbeck ist für den Verlag gewohntes Terrain, schließlich erscheint in Zusammenarbeit mit dem Literaturmuseum seit 2011 die Reihe ‚roterfadenlyrik Edition Haus Nottbeck’, der in diesem Jahr auch bei unserem text&talk-Leseprogramm gelauscht werden kann. Mehr zur Reihe und Spannendes zum Verlag? Verleger Klauspeter Sachau erzählt… 

Im Oktober 1990 habe ich den vorsatzverlag in Dortmund gegründet.
Ich hatte seit 1984 in der Sektion Literatur des Dortmunder Kulturrats und danach im 1986 gegründeten Verein für Literatur Dortmund e.V. starken Anteil an der Entwicklung des jungen literarischen Lebens in Dortmund, an den literarischen Reihen ‚Literatur in der Diskussion’, ‚Dortmunder Lyrikwochen’ und größeren Einzelaktionen. Von 1986 bis 1990 habe ich als Mitglied des genossenschaftlich geführten Tapir-Verlags, der sich 1990 wieder auflöste, Bücher zur Dortmunder Lokalgeschichte mit herausgegeben und teils illustriert. Der vorsatzverlag sollte wichtige junge literarische Stimmen aus Dortmund veröffentlichen. Dabei kam es mir von Anfang an nicht so sehr auf die regelmäßige Herausgabe neuer Bücher an wie auf deren literarische Bedeutung.
Die Erinnerungen des griechischen Migranten Sotirios Kolokythas ‚Die Reise’ erschienen als erstes mit zwei Büchern der Lyrikerin Regine (Krüger) Gisland, die große Langgedichte über Frauenschicksale in Gewalt und Prostitution geschrieben hatte unter dem Titel ‚Der Preis des Geldes ist zu hoch’. Monika Littau, Jürgen Wiersch und Thomas Kade veröffentlichten wichtige Lyrikbände und Erzählungen im vorsatzverlag, aber auch ganz junge Autoren oder Außenseiter des regionalen Literaturbetriebs.

2005 konnte ich mit Ralf Thenior, Jürgen Wiersch und einer Reihe von Mitarbeitern des Dietrich Keuning Hauses, des Sozialen Zentrums in der Dortmunder Nordstadt, ein einjähriges Projekt mit Schülerinnen und Schülern aller Schulformen und Stufen entwickeln und das daraus hervorgegangene ‚Carla Chamäleon Nordstadtbuch’ herausbringen.

Eine wesentliche Qualifizierung erlebte der vorsatzverlag 2011 durch die Reihe ‚roterfadenlyrik Edition Haus Nottbeck’, in der wichtige lyrische Stimmen Westfalens in regelmäßiger Folge in Zusammenarbeit mit dem Literaturmuseum Haus Nottbeck erscheinen – ausgewählt und lektoriert von einem fachkundigen Herausgebergremium.

Augenblicklich freue ich mich über den Gedichtband ‚Cueilleurs/Harvesters/Erntearbeiter’ des amerikanischen Schriftstellers und Lyrikers Chuck Miller, nach Eigendefinition „proletarischer Schriftsteller“ und laut Zeitgenosse und  Schriftsteller Merrill Gilfillan einer der letzten Beat Poets.

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