Allgemein, Was läuft?

„Nein“ zu konventioneller Kunst

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Der Dadaismus wird 100 Jahre alt.

Zürich, Februar 1916 – Eine Reihe an Künstlern und Schriftstellern kann es nicht länger ertragen: Sie wollen sich nicht mehr auf das festlegen lassen, was Kunst und Literatur in den Augen der Welt sein sollen. Sie glauben nicht mehr an die Werte der sogenannten europäischen Kultur, sondern sehen sich mit dem riesigen Schutthaufen der Kriegs- und Nachkriegskultur konfrontiert. Für sie gibt es nur einen Weg: sich freimachen von jeglichen Konventionen, „nein“ sagen zu dem, was man von ihnen erwartet – ein „Nichts“ ausrufen (daher der Nonsensname „Dada“), das hilft, um sich dem „gigantischen Weltenunsinn“ zu stellen.

„Dada“ rufen im Jahre 1916 Tristan Tzara, Hans Arp, Hugo Ball, Emmy Hennigs, Marcel Janco sowie Sophie Taeuber. Doch halt! Auch der westfälische Schriftsteller, Lyriker, Erzähler, Essayist, Dramatiker, Arzt und Psychoanalytiker Richard Huelsenbeck gilt als wichtiger Mitbegründer und Chronist des Dadaismus. 1917 gründete er in Berlin eine weitere Dada-Gruppe um Else Hadwiger, George Grosz und Raoul Hausmann und schrieb 1918 sogar sein Dadaistisches Manifest. Westfälische Literaten haben ihre Finger eben überall im Spiel!

Melanie Suttarp

Quelle:
http://www.art-magazin.de/kunst/14161-rtkl-interview-mit-dadaismus-expertin-was-ist-dada

Bild:
Titelseite des „Dada Almanachs“, in dem Huelsenbecks Dadaistisches Manifest 1920 abgedruckt wurde. CC-Lizenz via Wikipedia

Weiterführende Links:

Mehr zu Richard Huelsenbeck im westfälischen Autorenlexikon

Dada in Dortmund:
dadado100.de

Dada in Zürich:
dada100zuerich2016.ch

Dada im Digitalen:
dada-data.net

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