Autoren, Interview

Die Wirklichkeit erfinden

Jutta Richter

 

„Ganz wichtig: Langsamkeit. Die Möglichkeit haben. Das Gras wachsen zu sehen.“
Jutta Richter, Kinder- und Jugendbuchautorin

 

 

„Ich brauche Ruhe, meinen Computer oder Laptop, Pfefferminz und Ideen. Wörter sind für mich so was wie Steine im Steinbruch und die baue ich ja und drehe sie so, dass zwischen den Sätzen Sätze stehen, die nicht geschrieben sind. Das braucht Zeit. Und es ist für mich ein sehr autistischer Beruf in meinen Schreibphasen. Sonst bin ich wohl der Welt zugewandt, aber wenn ich in einer Geschichte lebe und sie aufschreibe, kann ich die Welt nicht gebrauchen, weil das ist die Wirklichkeit, die ich erfinde.“

„Ich schreibe nicht für Kinder, ich schreibe über Kindheit. Und für Kinder kann ich deshalb nicht schreiben, weil ich die Kinder nicht kenne, die mich lesen. Ich kann nicht zielgruppenorientiert arbeiten. Geht gar nicht. Von daher ist mir der Leser beim Schreiben fern und fremd und ich denke nicht an ihn.“

„Ich habe das Gefühl, ich möchte doch etwas vermitteln. Nämlich Weltbegreifen und die Solidarität zu erleben, indem man Dinge liest und erfährt, dass andere ähnlich denken, wie man selbst. Wenn das erreicht würde, dann ist das eine wunderbare Botschaft.“

Jutta Richter, geboren 1955 in Burgsteinfurt, Studium der Theologie, Germanistik und Publizistik, lebt heute auf Schloss Westerwinkel in Ascheberg. Die Kinder- und Jugendbuchautorin schreibt neben Romane und Erzählungen auch Gedichte, Hörspiele und Theaterstücke. Für ihre Bücher hat sie bereits zahlreiche Auszeichnungen und Preise erhalten. Das komplette Interview findet sich hier.

Diskussion

Hinterlassen Sie einen Kommentar oder setzen Sie einen Trackback.

Kommentare abonnieren.

Bitte fair bleiben. Wir behalten uns vor, gegebenenfalls Kommentare zu löschen.

Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*Notwendige Angaben