Autoren, Interview

Die Dinge sichtbar machen

00 Judith Kuckart im Interview

Nicht kommentieren, keine Gefühle ausdrücken, sondern etwas sichtbar machen.
Judith Kuckart – Tänzerin, Choreografin, Regisseurin, Autorin

 

„Ich stoße nicht auf die Stoffe, sondern es gibt, glaube ich, Geschichten, die sind so frei flottierende Teilchen, die warten eigentlich nur darauf, dass sie jemand erzählt. Und da ich ganz gerne erzähle, kommen die zu mir wahrscheinlich schneller als zu anderen Leuten.“

„Ich habe ziemlich viel Handwerk beim Tanz gelernt, also wie man mit Raum und Zeit umgeht, wie man Figuren auftreten lässt und so schnell wieder abtreten lässt, dass man neugierig auf sie bleibt.“

„Man kann sicherlich an Sätzen arbeiten, bis sie genau die Länge und genau den Rhythmus haben, den man braucht. Arbeit: ja, würde ich zustimmen. Kalkulieren: ich glaube, das geht in die Hose. Ich denke, es ist ganz oft einfach ein Geschenk, dass so ein Satz ein Licht zurückwirft, von dem man gar nicht erwartet hat, dass dieser Satz es haben könnte.“

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Judith Kuckart absolvierte eine Tanzausbildung an der Folkwang-Schule in Essen und studierte Literatur- und Theaterwissenschaft in Köln und Berlin. 1985 gründete sie das TanzTheater Skoronel, mit dem sie insgesamt 17 Stücke aufführte, an denen sie als Autorin, Tänzerin, Choreografin und Regisseurin mitwirkte. Seit Beginn der 1990er Jahre veröffentlicht sie regelmäßig  Romane und Erzählungen – und wurde hierfür vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis (2012). – Das komplette Interview hier.

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