Autor*innen, Interview, Porträt

Lyrik – Es geht gar nicht ohne

Arnold Leifert im Interview

„Der Mensch ist ein Säugetier, das vergisst er in zunehmendem Maße. Das Fahrzeug, mit dem er sich auf diesem Planeten bewegt, ist sein Körper.“
Arnold Leifert, Lyriker (1940–2012)

 

„Auf die Gedichte bezogen, kann ich mit Disziplin überhaupt nichts anfangen – gar nichts, überhaupt nichts. Die entstehen beim Ausmisten der Pferde, beim Saubermachen des Teichs, beim Laufen durch den Wald und die Disziplin setzt dann eher wieder ein, wenn man sich überlegt hat, neue Gedichte zu machen, alles zu überarbeiten und so weiter.“

„Lebensmotto: Wach bleiben, wach bleiben, sich nicht einlullen lassen von den Medien, von den vorgeschriebenen Kategorien und Sichtweisen, wie man das Leben heute zu leben hat, zu sehen hat, was alles angeblich so notwendig ist. Da wach zu bleiben, sich davon nicht verführen und nicht einlullen zu lassen, Träume zu haben, also nicht die sechs Richtigen im Lotto, sondern Träume, die ich realisiere, wie dieses Leben hier, 30 Jahre lang dieser Hof.“

„Ich stelle mir als höchstes Ziel unter Naturlyrik etwas ganz, ganz Existentielles vor, nämlich das Verhältnis des Menschen zur Natur einzufangen, wie man die Natur immer erlebt hat, wie man sie auch heute noch genauso erleben kann, auch wenn sie zugegebenermaßen bedroht ist. Darum geht es mir eigentlich.“

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Arnold Leifert, 1940 in Soest geboren, Studium der Germanistik, Philosophie und Evangelischen Theologie. Er lebte dreißig Jahre auf einem Bauernhof im Bergischen Land in Much-Hohn. Eine Auswahl seiner Lyrikbände: Damit der Stein wächst (1994) – Wenn wach genug wir sind (1997) – Die Gewissheit der Walnüsse (2010). Das vollständige Interview findet sich hier.

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