Autoren, Interview

Ich bin ein Papiermensch

„Ich könnte es nicht ungeschrieben lassen.“
Siegfried Kessemeier, niederdeutscher Lyriker (1930-2011)


„Ich habe Gedichte gemacht zu bestimmten Künstlern, Malern, Bildhauern und anderen. Und die Bildkunst ist für mich auch immer eine Schwester der Wortkunst gewesen. Da habe ich sehr viele Anregungen aus meiner Tätigkeit mit Bildern gewonnen.“

„Ich bin eigentlich einer, der an allen Orten schreiben kann. Ich schreibe zwar nicht auf dem Fahrrad, aber ich mache Texte auf dem Fahrrad.“

„Es ist so, dass ich eigentlich angefangen habe, hochdeutsch zu schreiben, aber damit nicht zufrieden war, weil es meinen literarischen Ansprüchen nicht genügte. Und ich habe mich eigentlich erst im Niederdeutschen freigeschrieben. Und als ich mich freigeschrieben hatte, da konnte ich auch Texte im Hochdeutschen verfassen, die ich für gelungen hielt.“

„Ich kann nur so schreiben, wie ich schreibe. Andere müssen versuchen, das zu entziffern, wenn sie glauben, dass es sich lohnt.“

„Vergangene Zeit, die nicht vergangen ist. Überall sind Spuren, überall sind Wunden, und die kann man nicht übersehen. Und Geschichte ist für mich Blei- bendes, was weiter zu uns spricht.“

Siegfried Kessemeier, 1930 in Oeventrop (Sauerland) geboren, lebte und arbeitete nach Studium der Geschichte, Germanistik, Philosophie und Publizistik und Promotion als Referent für Landesgeschichte beim LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte sowie als freier Journalist und Lyriker der Sauerländer Mundart in Münster. Neben Video-Interview findet sich hier ein Nachruf.

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