Autoren

NOTTBECK HOFGUT LIMITS

Crauss,-wij-(nach-Heinrich-Schürmann)_komprimiert

Vom 26.10.2014 bis zum 18.01.2015 ist im Gartenhaus auf dem Kulturguts Haus Nottbeck die Ausstellung „Heinrich Schürmann. Visuelle Poesie“ zu sehen. In den bildkünstlerischen Exponaten lösen sich kleinste Worteinheiten in Bildern auf, werden verfremdet, verdreht und können so neu betrachtet werden. Ausgangspunkt ist das konkrete sprachliche Material, das in Collagen und Montagen in unvertraute Kontexte gestellt wird und so neue Bedeutungshorizonte erschließt. So entstehen Text-Bild-Konstellationen, die eine Gleichzeitigkeit der Wahrnehmung einfordern.
Crauss ist vom 24.10. bis 2.11.2014 writer in residence auf dem Kulturgut Haus Nottbeck. Weiterlesen…

Autoren, Bücher

Rezension international II

afsprakenBereits Ende September (http://wp.me/p4EYft-Oc) gab unser HausBlog einen Einblick in die internationale Rezeption der zweisprachigen Publikation Verabredungen | Afspraken von Katharina Bauer, Thomas Kade, Ralf Thenior und Ellen Widmaier. Im Mai/Juni-Heft (38. Jg.) des Magazins POËZIEKRANT, „POETRY INTERNATIONAL“ Special (Gent/BE) wurde dem Band, der – parallel zur Veröffentlichung in der Reihe roterfadenlyrik Edition Haus Nottbeck – auch in den Niederlanden bei Literair Productiehuis Wintertuin, Nijmegen erschienen ist, Aufmerksamkeit geschenkt. Es folgt ein weiterer Auszug in Übersetzung. Weiterlesen…

Autoren, Bücher

„Ewigkeitsfunken schlagen“

Otto_Boehmer__Foto_Andreas Laich

Bernd Hölzenbein erhält das Angebot eines Stiftungsvorsitzes zur Förderung des literarischen Nachwuchses. Er kennt die Stadt, er studierte dort und doch scheint es ihm alles schon so seltsam lange her zu sein. Auf der Fahrt zum Einstellungsgespräch fließt die Erinnerung ebenso wie der Wein. Bis er die sommersprossige Frau kennenlernt. In dieser Stadt. In einem heißen Sommer, der nicht enden will. Und allen sonstigen Irrungen und Wirrungen Hölzenbeins, allen kuriosen Begegnungen und irrwitzigen Dialogen wie zum Trotz scheint sich eine merkwürdige, melancholische Liebesgeschichte zu entspinnen. Hölzenbeins Erleben changiert zwischen Lethargie und Ich-Bezogenheit, Ironie und Heiterkeit, Alltäglichem und Versponnenem, Hoffnungen und Enttäuschungen

Dazu ein paar Auszüge aus dem Interview, das Arnold Maxwill mit Otto A. Böhmer führte: Weiterlesen…

Autoren, Bücher

Zwischen Witz und Wehmut

Otto A. Böhmer_Das Jesuitenschlößchen   Cover_Aisthesis

Der Ich-Erzähler Bernd Hölzenbein übt sich im „Jesuitenschlößchen“ in der Kunst des Verkennens. Zwischen Lethargie und Ich-Bezogenheit entfaltet sich ein Text mit humanistischem (geisteswissenschaftlichem) Inventar und wirkt dennoch nicht überfrachtet. Vielmehr schafft er die „Balance zwischen Witz und Wehmut“, die nicht in die Groteske abzurutschen weiß, vollführt ein Spiel zwischen Ironie und Heiterkeit, changiert zwischen Alltäglichem und Versponnenem, Hoffnungen und Enttäuschungen. „Das Jesuitenschlößchen“, das erstmals 1985 erschien, erfährt in diesen Tagen eine Neuauflage im Aisthesis-Verlag in der Reihe Nyland-Literatur (Bd. 10). Hier ein Auszug: Weiterlesen…

Autoren, Bücher

Rezension international

roter faden cover Kopie:cover roter faden

Nicht nur auf unserem Hausblog widmeten wir uns der zweisprachigen Publikation Verabredungen | Afspraken von Katharina Bauer, Thomas Kade, Ralf Thenior und Ellen Widmaier. Auch im Mai/Juni-Heft (38. Jg.) des Magazins POËZIEKRANT, „POETRY INTERNATIONAL“ Special (Gent/BE) wurde dem Band, der – parallel zur Veröffentlichung in der Reihe roterfadenlyrik Edition Haus Nottbeck – auch in den Niederlanden bei Literair Productiehuis Wintertuin, Nijmegen erschienen ist, Aufmerksamkeit geschenkt. Auszüge aus der Rezension werden wir hier nach und nach in Übersetzung veröffentlichen.

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Museum, Was läuft?

Das weiße Blatt Papier II

Das weisse Blatt II – Ausstellungsraum

Über mein Schreiben

Was den AutorInnen ihr weißes Blatt, war uns der weiße Raum. Der leere Ausstellungsraum auf dem Kulturgut Haus Nottbeck wird in den nächsten Tagen noch mit letzten Dingen gefüllt. Mit Ideen, Farben, Papieren, mit Gesichtern von AutorInnen und weißen Blättern. Und so wenig, wie den AutorInnen nach der Ideensuche ihr weißes Blatt bleibt, bleibt uns der leere Raum. Mit großformatigen Collagen haben wir ihn tapeziert und stellen den je individuellen Prozess des Schreibens westfälischer AutorInnen vor. Weiterlesen…

Museum, Was läuft?

Das weiße Blatt Papier

Das weiße Blatt_Schreibtisch_pic

Über mein Schreiben.

Für SchriftstellerInnen hat das weiße Blatt Papier wahrlich zwei Seiten: Zum einen ist es Inbegriff schöpferischen Neubeginns und kreativer Prozesse, zum anderen hat seine gähnende Leere einen unbarmherzigen Aufforderungscharakter. Die neue Sonderausstellung des Museums für Westfälische Literatur auf dem Kulturgut Haus Nottbeck widmet sich diesem weißen Blatt und den Schreibprozessen, die von westfälischen SchriftstellerInnen auf ihren weißen Blättern getätigt werden. Weiterlesen…

Autoren, Entdeckung

Fehl-Kommunikation

Das neue Buch des Kommunikations- und Literaturwissenschaftlers, Philosophen, Schriftstellers und Künstlers Siegfried J. Schmidt  „Passagen – Transitions – Hyper“ ist eine gekonnte Ausgestaltung Visueller Poesie und der Kopie als Werkprinzip, so denn der „Werk“-Begriff überhaupt noch als solcher fassbar ist. Daneben persifliert es auch das Versagen der Sprache, die eben nicht mehr Zugang zum Gegenüber ermöglicht. Weiterlesen…

Autoren, Entdeckung

„Kopie der Kopie ad infinitum“

Siegfried Schmidt_Passagen Transitions Hyper_Cover

Der Kommunikations- und Literaturwissen-
schaftler, Philosoph, Schriftsteller und Künstler Siegfried J. Schmidt legt mit „Passagen – Transitions – Hyper“ ein neues Buch vor: Eine Inszenierung und Ausgestaltung Visueller Poesie und der Kopie als Prinzip einer „Endgültigkeit der Vorläufigkeit“.

„Das Besondere an diesem Buch ist das überraschende Neben- und Ineinander, das Schmidt hier nicht nur zwischen ganz unterschiedlichen Text- und Bildtypen, sondern auch zwischen Wissenschaft und Kunst in einem weiten Sinn entstehen lässt. […] Weiterlesen…

Autoren, Entdeckung

Wiederentdeckt – Erich Grisar

Hier ein zweiter kleiner Einblick in die Lyrik Erich Grisars, der später eher als Dortmunder Anekdotenschreiber bekannt und erfolgreich wurde. (Erster Einblick: hier).

Dämmerstunde

Wenn der Abend in die Gassen fällt
und das Licht auf den Plätzen verdämmert,
wenn der Himmel sein Blau verliert
und in allen Farben matt aufzuleuchten beginnt,
kommen die Frauen aus ihren Häusern,
um nach den Kindern zu sehn. Weiterlesen…

Autoren, Entdeckung

Wiederentdeckt – Erich Grisar

Grisar_AusgewaehlteWerke

Nun ist sie erschienen, die erste umfangreichere Werkausgabe des Dortmunder Autors Erich Grisar (1898–1955). Ein Band, der den Ausgangspunkt einer Wiederentdeckung dieses Schriftstellers bilden kann und soll, dessen Erzählungen mit Texten Heinrich Bölls, Siegfried Lenz’ und Wolfgang Weyrauch verglichen werden.

„Sein ureigenes Thema war die Industrie- und Arbeitswelt als Faszinosum und Fluch, als menschenzerstörendes Ungeheuer. Er blickte in die Fabrikhallen, er schaute in die Gesichter der Arbeiter, er thematisierte privates Alltagsleben und Alltagsleid – aber, und das ist wichtig, ohne Sentiment, ohne aufgesetzte Attitüde. Sein begrenztes Stoffreservoir bedingte gleichzeitig eine eingeschränkte überregionale Leserschaft.“ (Nachwort) Weiterlesen…

Allgemein, Was läuft?

„A Day in the Life“

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Wir sprechen über Weckschafe in Unterstromberg. Das sind Schafe, die durch ihr Blöken zu nachtschlafender Zeit auch dem tiefsten Schlaf den Garaus machen. Wir reden aber auch über Fracking im Münsterland und das Öldesaster in Gronau-Epe.

Diesmal ist Sabine Scho in Nottbeck zu Gast. Sie schaut sich das Gartenhaus als möglichen Ort einer Ausstellung über ihren aktuellen Lyrikband „Tiere in Architektur“ an. Weiterlesen…