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text&talk: Der Solibro Verlag

In den Montag starten wir mit dem Solibro Verlag aus Münster, der nicht nur die Region mit Lesestoff versorgt, sondern auch deutschlandweit als renommierter Publikumsverlag auftritt. Zur Autorenschaft des Verlags gehören unter anderem die preisgekrönte Opernsängerin Almuth Herbst und der Journalist Helge Timmerberg. Zur diesjährigen text&talk bringt der Verlag außerdem eine spannende Neuerscheinung direkt aus der Nachbarschaft mit. Die Oelder Autorin Wiebke Kalläne liest aus ihrem historischen Debutroman „Apfelgeld“ rund um Jan Vermeer und lädt den Leser in das goldene Zeitalter der niederländischen Malerei ein.

Mehr zum Verlag im heutigen Portrait:

 

Der Solibro Verlag ist ein unabhängiger Publikumsverlag aus Münster, der aufklärerischen und unterhaltsamen Lesestoff anbietet. Das Programm erstreckt sich über die Genres Belletristik, populäres Sachbuch, Reiseliteratur, Krimis, Humor bis hin zu Regionalia.

Etablierte Autoren wie SPIEGEL-Bestsellerlistenautor Helge Timmerberg, Andreas Altmann, Guido Eckert oder Bernd Zeller sorgen mit Ihren Titeln für gleichsam subversive wie kurzweilige Leseerfahrungen. Auch der zwölffache Guiness-Weltrekordler und Extremcoach Joe Alexander, der Medienwissenschaftler Professor Bernhard Pörksen, die Journalisten Jens Bergmann (brandeins), Dr. Jan Philipp Burgard (ZDF), Hans Hermann Sprado, Arzt Dr. Burkhard Voß, Immobilienspekulant Klaus Barski oder Reisejournalist Helge Sobik gehören zu den Autoren. Aber auch Schriftsteller wie Schauspielerin Yvonne de Bark, die Campino-Schwester Judith Frege oder Frank Jöricke mit Unterhaltungsromanen, Bettina Steinbauer mit literarischen Werken, Krimipreisträgerin des Saarlandes Elke Schwab, die münsterländische Autorin Usch Hollmann oder die „Bullemänner“ mit regionalen Titeln tragen zum abwechslungsreichen Verlagsprogramm bei.

Hervorgegangen ist der münsterische Verlag aus dem 1988 von zwei Kommilitonen gegründeten NW-Verlag, der 2001 in Solibro umfirmierte. In den ersten Jahren standen regionale Stadt- und Gastronomieführer wie „Bon(n) appètit“, „Bonn. Ein Stadtführer“ oder der in zahlreichen Auflagen erschienene Stadtführer „Münster. Ein Stadtführer“ (auch in einer englischsprachigen Ausgabe) im Fokus. Später folgten zahlreiche Titel mit z. T. bis zu 9 Auflagen der münsterländischen Kabarettistin, Autorin und Kulturpreisträgerin des Kreises Steinfurt, Usch Hollmann. Mit der Umfirmierung in Solibro weitete sich der Regionalverlag zu einem Publikumsverlag mit Titeln aus, die für Leser im gesamten deutschen Sprachraum von Interesse sind. Größte Erfolge sind die Bücher von Helge Timmerberg (u. a. „Tiger fressen keine Yogis“, „Timmerbergs Reise-ABC“), Guido Eckerts „Zickensklaven“, der von Jürgen von der Lippe hochgelobte Roman von Werbetexter Frank Jöricke („Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage“) oder „Das Rentier in der Küche. Eine deutsch-sibirische Liebe“ von Filmregisseurin Britta Wulf. Alle traten in zahlreichen Talkshows wie „3nach9“ (NDR), „Markus Lanz“ (ZDF) oder „SWR Nachtcafé“ auf. Der fast 900-Seiten-Debutroman „Wintersaat“ der preisgekrönten Opernsängerin Almuth Herbst war im Herbst 2017 mit bislang 4 Auflagen ein Regionalbestseller als teilweise bestverkauftes Buch in zahlreichen Buchhandlungen des Münsterlands.

Die Hörbuchausgaben einiger Titel wurden von so renommierten Stimmen wie denen von Mathieu Carrière, Ingo Naujoks oder Heikko Deutschmann eingelesen. Fotografen wie Frank Zauritz oder die Cartoonisten Bernd Zeller, Peter Puck oder Kinderbuchillustrator Dirk Hennig rundeten so manchen Titel ab.

 

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text&talk: Der Paderborner Kinderbuchverlag

„Klein, mutig, albern und matheschwach“ – das ist der Paderborner Kinderbuchverlag.

Zum dritten Mal beehrt uns der noch junge Verlag vonne Pader wech mit einem Stand auf der text&talk-Messe. Das freut uns sehr und ist längst nicht alles. Gründer des Verlags, der Paderborner Kabarettist, Schauspieler und Autor Erwin Grosche steht wieder auf der Bühne in unserem Lesezelt. Sein Programm? Allzu viel wollte er noch nicht verraten, nur soviel: es wird bunt. Wer den Künstler kennt, weiß, dass sich ein Besuch im Lesezelt mehr als lohnt. Wer noch nicht das Vergnügen hatte, ist sehr herzlich eingeladen, sich das nicht entgehen zu lassen. 

 

Seit wann gibt es Ihren Verlag? Wer hat und warum wurde er gegründet? Wo ist der Verlagssitz?

Der Paderborner Kinderbuchverlag wurde 2014 gegründet. Natürlich ist der Verlagssitz nur in Paderborn denkbar. Hier genießt er eine gewisse Aufmerksamkeit und der Buchhandel fördert seine Verkäufe. Der Visionär Erwin Grosche hegte schon immer den Wunsch mit einem eigenen Verlag die Buchwelt aufzumischen. Leider fehlte ihm lange das nötige Kapital und ein zweckorientiertes Know How. Später glich er diese fehlenden Faktoren durch übergroße Gelassenheit und verlegerische Naivität aus. Das Glück stellte ihm auch den versierten Herausgeber Harald Morsch an die Seite, der sich in diesem Projekt unabhängig machte vom Erfolgsdruck und überzogenen Gewinnerwartungen. Die Realität sollte den beiden unerschrockenen Verlagsgründern recht geben.

Was macht Ihren Verlag einzigartig? Was ist Ihnen bei Ihrem Programm wichtig?

Der Paderborner Kinderbuchverlag steht am Anfang seiner Tätigkeit und wartet noch auf seinen großen Durchbruch. Erwin Grosche hat immer eine gewisse Unverkäuflichkeit als Bedingung für Bücher und CDs gefordert, die in diesem Verlag produziert werden und setzte sich damit durch. Er machte sich selbst als Autor auf, diese Kriterien zu erfüllen. Harald Morsch gab diesem Scheitern ein professionelles Gesicht. Das Konzept fand in der Buchbranche Anerkennung lockte aber keine Nachahmer. Der Paderborner Kinderbuchverlag will trotzdem eine Zukunft haben. Geplant sind Bücher von Kinderbuchautoren und Kinderbuchautorinnen, die zu ungewöhnlich sind um in großen Verlagen zu scheitern. Schön gestaltete Bücher und CDs, die keiner haben will, könnte der letzte Schrei werden.

Nennen Sie drei Schlagwörter, die Ihren Verlag beschreiben:

Klein, mutig, albern und matheschwach!

Stellen Sie gerne sich und Ihre Mitarbeiter kurz vor:

Der Paderborner Kinderbuchverlag besteht im Grunde aus Erwin Grosche und Harald Morsch. Freundschaftlich verbunden sind sie mit dem Wuppertaler Lektor Frank Becker, dem Münsteraner Illustrator Christoph Mett und der HEFT Redakteurin Katja Künneke. Harald Morsch und das HEFT-Team machen eigentlich alles, was das Buch zum Buch macht. Sie betreuen die Werbung und den Vertrieb. Sie bearbeiten die Bestellungen und geben die Manuskripte der Kinderbuchautoren weiter. Christoph Mett malte bisher die Bilder zu den Kindergeschichten und stellte die Figuren in ein gutes Licht. Frank Becker ist der Lieblingslektor des Verlags und auch eine wichtige Instanz, wenn es um den richtigen Wein zur Buchpremiere geht. Erwin Grosche, Verleger und Kinderbuchautor, tut oft so, als könnte er kein Wässerchen trüben, aber weiß genau was er will und gibt dem Verlag ein nicht ernst zu nehmendes Narrengesicht.

Was sind/waren Highlights Ihrer Verlegertätigkeit?

Erwin Grosche erinnert sich noch immer gerne an den Mailkontakt mit dem Verleger vom Hanser Kinderbuchverlag, wo er stolz schreiben konnte: „Wenn wir Verleger nicht zusammen halten, dann geht alles den Bach herunter“. Dieses „wir“ hat ihn noch tagelang schmunzeln lassen.

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text&talk: Der Vorsatzverlag

Der Dortmunder vorsatzverlag ist in diesem Jahr wieder auf unserer text&talk Messe dabei! Das Kulturgut Nottbeck ist für den Verlag gewohntes Terrain, schließlich erscheint in Zusammenarbeit mit dem Literaturmuseum seit 2011 die Reihe ‚roterfadenlyrik Edition Haus Nottbeck’, der in diesem Jahr auch bei unserem text&talk-Leseprogramm gelauscht werden kann. Mehr zur Reihe und Spannendes zum Verlag? Verleger Klauspeter Sachau erzählt… 

Im Oktober 1990 habe ich den vorsatzverlag in Dortmund gegründet.
Ich hatte seit 1984 in der Sektion Literatur des Dortmunder Kulturrats und danach im 1986 gegründeten Verein für Literatur Dortmund e.V. starken Anteil an der Entwicklung des jungen literarischen Lebens in Dortmund, an den literarischen Reihen ‚Literatur in der Diskussion’, ‚Dortmunder Lyrikwochen’ und größeren Einzelaktionen. Von 1986 bis 1990 habe ich als Mitglied des genossenschaftlich geführten Tapir-Verlags, der sich 1990 wieder auflöste, Bücher zur Dortmunder Lokalgeschichte mit herausgegeben und teils illustriert. Der vorsatzverlag sollte wichtige junge literarische Stimmen aus Dortmund veröffentlichen. Dabei kam es mir von Anfang an nicht so sehr auf die regelmäßige Herausgabe neuer Bücher an wie auf deren literarische Bedeutung.
Die Erinnerungen des griechischen Migranten Sotirios Kolokythas ‚Die Reise’ erschienen als erstes mit zwei Büchern der Lyrikerin Regine (Krüger) Gisland, die große Langgedichte über Frauenschicksale in Gewalt und Prostitution geschrieben hatte unter dem Titel ‚Der Preis des Geldes ist zu hoch’. Monika Littau, Jürgen Wiersch und Thomas Kade veröffentlichten wichtige Lyrikbände und Erzählungen im vorsatzverlag, aber auch ganz junge Autoren oder Außenseiter des regionalen Literaturbetriebs.

2005 konnte ich mit Ralf Thenior, Jürgen Wiersch und einer Reihe von Mitarbeitern des Dietrich Keuning Hauses, des Sozialen Zentrums in der Dortmunder Nordstadt, ein einjähriges Projekt mit Schülerinnen und Schülern aller Schulformen und Stufen entwickeln und das daraus hervorgegangene ‚Carla Chamäleon Nordstadtbuch’ herausbringen.

Eine wesentliche Qualifizierung erlebte der vorsatzverlag 2011 durch die Reihe ‚roterfadenlyrik Edition Haus Nottbeck’, in der wichtige lyrische Stimmen Westfalens in regelmäßiger Folge in Zusammenarbeit mit dem Literaturmuseum Haus Nottbeck erscheinen – ausgewählt und lektoriert von einem fachkundigen Herausgebergremium.

Augenblicklich freue ich mich über den Gedichtband ‚Cueilleurs/Harvesters/Erntearbeiter’ des amerikanischen Schriftstellers und Lyrikers Chuck Miller, nach Eigendefinition „proletarischer Schriftsteller“ und laut Zeitgenosse und  Schriftsteller Merrill Gilfillan einer der letzten Beat Poets.

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text&talk: Der Pendragon Verlag

Der Pendragon Verlag lädt uns zu sich nach Hause ein, in eine spannende Welt der Krimis. Das Programm ist vielfältig: Satire, Spannung, Humor und Geschichte finden dort Platz. Von der Heimat Bielefeld bis nach Südafrika, die Krimis spielen überall und das ist nach Verleger Günther Butkus das Schöne an der Literatur: „Mit ihr reist man um die ganze Welt.“

 

Machen Sie es sich bequem. Wir bieten Ihnen spannende Unterhaltung. Krimis sind unsere Spezialität. Raffinierte Plots mit Finesse erzählt. Und da das Genre »Kriminalliteratur« so vielfältig ist, können wir Ihnen immer wieder etwas Neues servieren. Entdecken Sie eine neue Welt, die zwischen zwei Buchdeckeln steckt.

Thriller, klassische Whodunnits, atmosphärisch dichte Krimis oder auch Satire – sie alle haben ihre Leser. Mal sind es melancholische Polizei-Chefs, engagierte Kommissare oder auch Ermittler wider Willen, die dem Verbrechen auf der Spur sind. Aber Vorsicht – Sie werden beim Lesen garantiert die Zeit vergessen.

Apropos: Wir haben zwar keine Zeitmaschine, aber mit uns können Sie in die Vergangenheit reisen. In unserer Reihe »Geschichte erleben mit Spannung« spielen die Kriminalfälle in der jüngeren deutschen Vergangenheit. Christian v. Ditfurth entführt uns zum Beispiel in die Zeit des Kalten Krieges, während bei Jürgen Heimbach die Nachkriegsgeschichte höchst lebendig wird. D. B. Blettenberg, Mechtild Borrmann, Christoph Ernst, Rainer Gross, Norbert Sahrhage und Andreas Kollender schildern eindrücklich, wie lang die Schatten des Nazi-Terrorregimes sind – bis heute.

Deutsche Krimi Preise und auch der eine oder andere Glauser stehen in den Vitrinen unserer Autoren, wie beispielsweise bei Mechtild Borrmann, Jörg Juretzka, Frank Göhre, Rainer Gross oder D.B. Blettenberg. Neben bereits renommierten Schriftstellern entdecken wir für Sie auch immer wieder neue, vielversprechende Autoren, die das facettenreiche Krimi-Genre mit frischen Ideen bereichern.

Nicht nur deutschsprachige Krimi-Autoren haben wir fest im Visier, sondern auch US-Schriftsteller. Spenser und Jesse Stone sind die Hauptfiguren von zwei packenden Krimi-Reihen, mit denen der amerikanische Bestseller-Autor Robert B. Parker große Erfolge feierte. Die deutschen Erstausgaben gibt’s bei uns. Ebenso die international erfolgreichen Dave Robicheaux-Krimis von James Lee Burke sowie der großartige Thriller von David Osborn (verfilmt mit Peter Fonda) – inklusive Gänsehautfeeling.

Ein gutes Buch berührt. Die Geschichte bleibt im Gedächtnis haften. Einer, der das mit seinen Romanen geschafft hat, ist Max von der Grün. Seine Themen sind zeitlos und zum Teil von erschreckender Aktualität. Die zehnbändige Werkausgabe belegt das eindrücklich. Daneben haben literarische Größen, wie Rainer Maria Rilke und die von Pendragon wiederentdeckte Vertraute Rilkes, Hertha Koenig, ihren festen Platz bei uns gefunden.

Seit der Verlags-Gründung 1981 hat Verleger Günther Butkus das Profil von Pendragon erfolgreich weiterentwickelt. Das Erfolgsrezept sind Vielseitigkeit, ein gutes Auge für besondere Literatur und natürlich Krimis. Nach weit über 600 Titeln können wir sagen: So kann’s weitergehen!

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Musik und Münster: Ernst Hofacker kredenzt in seinem Debütroman musikalisches Lokalkolorit

Über Musik und Popkultur hat Ernst Hofacker bereits diverse Bücher publiziert. Nun hat sich der Musikjournalist auf die fiktionale Ebene gewagt und seinen ersten Roman geschrieben. Flint oder der wundersame Gesang des Mellotron ist im Frühjahr im agenda Verlag erschienen und erzählt die Geschichte des Musikers Raphael Conradi, der von allen nur ‚Flint‘ genannt wird und sich in einer tiefen Krise wiederfindet: Der Protagonist wurde von seiner Freundin verlassen und seine Musikerkarriere scheint ebenfalls vor dem Aus zu stehen.  Weiterlesen…

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»Life’s a journey, not a destination«

 … diese Zeilen von Aerosmith aus dem Song „Amazing“, bringen auch die Quintessenz von Leoie Müllers Roman Tausche Wohnung gegen Bahncard auf den Punkt. Worum geht es? Leonie Müller, 1992 in Bielefeld geboren, studiert Medien- und Sozialwissenschaften in Tübingen. Wohnhaft ist sie jedoch in Stuttgart – und pendelt mit der Bahn zu ihren Vorlesungen. 2015 beschließt sie, das Pendeln auf ihr komplettes Leben auszudehnen und verlegt ihren Lebensmittelpunkt auf das Schienennetz der Deutschen Bahn: Sie kündigt ihre Wohnung und „tauscht“ sie gegen eine Bahncard 100. Dadurch hat sie nicht nur die Möglichkeit, jederzeit die Städte des Landes zu erkunden, sondern auch die Gelegenheit ihre über die Republik verteilten Freunde regelmäßig zu besuchen. Von diesem Leben »on the rail« erzählt sie in ihrem Debütroman. Weiterlesen…

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Tschechische Seelenkunde und Erzählkunst

Martin Becker, 1982 im Sauerland geboren, Absolvent des Deutschen Literaturinstituts in Leipzig und sowohl literarisch also auch journalistisch tätig, legt mit „Warten auf Kafka“ erstmals ein Buch vor, das auch Bereiche des Sachbuchs streift. Es führt uns nach Tschechien und dort gleich anfangs in eine Kneipe. Nirgendwo, sagt Becker, könne man das Seelenleben der Tschechen besser kennen lernen als beim Bier. Er lädt den Leser ein, sich einfach mit an den Tisch zu setzen und zuzuhören. Und schon verbrüdert man sich, trinkt erst ein Bier, dann zwei, bis es zum Schluss sieben Halbe sind.
Gleichsam en passant lernt man dabei all das kennen, was man zum Thema Tschechien und tschechische Literatur wissen sollte: Wer sind die großen Nationaldichter (etwa Milan Kundera Bohumil Hrabal, Václav Havel oder Jaroslav Hasek), wo haben sie gelebt und was zeichnet sie aus? Der Autor führt uns an literarische Pilgerorte, die Schauplätze von Romanen, in Kaffeehäuser und – immer wieder ins Wirtshaus: Die Kneipe sei ein genuiner Literaturort und tauche als solcher zigmal in Romanen und Erzählungen auf. Weiterlesen…

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Ein Hausfreund sagt Valet. Zum Tode von Wiglaf Droste

Gut drei Jahre unterhielt er auf dem Kulturgut Nottbeck eine Art Lesebühne mit dem schönen Titel „Nottbeck City Limits“. Er bescherte uns da

mit legendäre Abende. Zu seinen Gästen zählten Harry Rowohlt, Friedrich Küppersbusch, Fritz Eckenga, Hans Zippert und auf musikalischer Ebene Danny Dziuk, Uschi Brüning und Luten Petrowsky. Unvergessen auch seine Gemeinschaftslesung mit Ralf Sotschek, Friedrich Küppersbusch und Klaus Bittermann als Prolog unserer Buchmesse text and talk 2015. Und natürlich seine drei Auftritte mit dem Spardosenterzett, darunter eine exklusive Wilhelm-Busch-Hommage mit der Vertonung von Busch-Gedichten, auf CD erschienen in unserer hauseigenen Reihe „Live auf dem Kulturgut“. Weiterlesen…

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Spacejamiri wasn’t here – Auftakt des Sci-Fi-Projekts „Aliens welcome!“

„Spacejamiri musste sich leider einer Darmspiegelung unterziehen. Da seine Superheldenfähigkeit bekanntermaßen die unschlagbare Larmoyanz ist, rekonvalesziert er quasi mit Absicht nur in Zeitlupe. Er entrichtet, an Schläuche angeschlossen, sehr herzliche Grüße und freut sich wie ein Schneekönig über Ihr Erscheinen! sein persönliches Lieblingsdetail aus allen Spacejamiricomics ist übrigens eine Fahrzeugbeschriftung in dem Comic „Doom Job“ mit dem Stau. „Unsere Leistung können Sie überholen. Unseren LKW nicht“.“ (Jan-Michael Richter)

Mit diesen Worten richtete der Illustrator Jan-Michael Richter, besser bekannt als Jamiri, den Besuchern der neuen Gartenhausausstellung des Kulturgut Haus Nottbeck seine Grüße aus. Leider konnte er bei der Ausstellungseröffnung am vergangenen Samstag (18.05.2019) aus oben genannten Gründen nicht anwesend sein. Die Ausstellung „Spacejamiri“, welche sich mit den Spacejamiri-Weltraumepisoden des Illustrators beschäftigt, bildet den Prolog der Hauptausstellung „Aliens Welcome! Science-Fiction-Literatur aus Westfalen 1904-2018“, die ab dem 24. August 2019 auf dem Kulturgut zu sehen sein wird. Weiterlesen…

Allgemein, Autoren, Entdeckung

Tsead Bruinja – Dichter des Vaderlands

Seit zwölf Jahren gibt es das Amt des Dichters des Vaderlands in den Niederlanden. Das vom NRC-Handelblad gegründete und auf zwei Jahre befristete Ehrenamt wurde am 23. Januar 2019 an den friesischen, in Amsterdam lebenden Dichter Tsead Bruinja vergeben. Bruinja, der als siebter Dichter den Titel von der Rotterdamer Dichterin Ester Naomi Perquin übernahm, öffnete in einer eindrucksvollen, vom ihm selbst konzipierten Show den Blick für die Möglichkeiten der Poesie. Weiterlesen…

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Die Erfindung der Droste

Karen Duwes fiktionaler Roman zeigt die Droste in Konfrontation mit ihrer Gesellschaft

In diesem Jahr erschien Karen Duves Roman „Fräulein Nettes kurzer Sommer“ über Annette von Droste-Hülshoff. Der Klappentext verspricht einen Roman über ihre „Liebes- und Lebenskatastrophe“. Dass es kein Happy End gibt, ist bereits vor der ersten Seite klar. Und so beginnt der Roman mit Zitaten von Zeitgenossen, die Drostes literarisches Werk verreißen. Um dieses Werk geht es dann jedoch wenig. Weiterlesen…

Allgemein, Entdeckung, Museum, Was läuft?

Jan Klare bläst zum Finale der Ausstellung »Mit Droste im Glashaus«

Das Schloss Senden gewährt am kommenden Wochenende letztmalig einen Blick auf die Ausstellung »Mit Droste im Glashaus«. Zum Finale wird dabei ein attraktives Rahmenprogramm geboten. Der Höhepunkt ist dabei sicherlich das Konzert des Jan Klare Quartetts, welches eine besondere Neuauflage der »entfesselten Droste« darbieten wird. Weiterlesen…