Autoren, Lesungen

Vom Menschenexperiment zum Bühnenexperiment

August Zirner und das Spardosen-Terzett setzen Mary Shelleys „Frankenstein“ zum 200-jährigen Jubiläum neu in Szene

Im düsteren Sommer des Jahres 1816 mit seinen endlosen Regenfällen und schauderhaften Gewittern lädt der namhafte britische Dichter Lord Byron zu einer geschichtsträchtigen Zusammenkunft in der Villa Diodati an den Ufern des Genfersees. Unter den Gästen befinden sich Byrons Leibarzt John William Polidori, die prominenten Literaten Gregory Lewin und Percy Bysshe Shelley sowie dessen zukünftige Ehefrau, die angehende Schriftstellerin Mary Godwin, später weltbekannt als Mary Shelley. Angeregt durch gotische Gespensterlegenden und den seinerzeit nicht unüblichen Gebrauch von Laudanum, verabreden die Anwesenden einen literarischen Wettstreit im Schreiben von Schauergeschichten. Während Polidori mit „Der Vampyr“ (1816) eine Erzählung entwirft, die Bram Stoker die Vorlage für seinen Bestseller „Dracula“ (1897) liefern wird, legt Mary Shelley den Grundstein für ihren Sensationserfolg „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“, der im Jahr 1818 anonym erscheint.

Der Debütroman der damals erst 21 Jahre alten britischen Schriftstellerin erzählt die Geschichte des jungen, ambitionierten Schweizer Medizinstudenten Victor Frankenstein, der in seinem hochmütigen Versuch, gottgleich in die Schöpfung einzugreifen, einen künstlichen Menschen erschafft. Nachdem sein aus entwendeten Leichenteilen zusammengesetztes Geschöpf unter konvulsiven Bewegungen erwacht ist, ergreift er jedoch voller Entsetzen über den Anblick der erschaffenen Kreatur die Flucht. In seiner Verlassenheit begibt sich das Monster auf eine vergebliche Suche nach Nähe und Akzeptanz, die ihn auf einen Pfad des Mordes und der Zerstörung führt, dem letztlich auch sein Erschaffer zum Opfer fällt. Weiterlesen…

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text&talk: Edition Virgines

20 Jahre Edition Virgines: Seit der Gründung durch Georg Aehling 1999, editiert der Verlag aus Düsseldorf individuelle, von bildenden Künstlern gestaltete Bücher. Benannt wurde die Edition nach der Legende von den 11.000 Jungfrauen, die Krieg und Gewalt mit Kultur überwanden. Mehr im Portrait:

Das Verlagsprogramm der Edition Virgines definiert sich vor allem durch die Aufstellung in insgesamt zwölf Sparten. Unter der Rubrik Literatur erscheint in loser Folge belletristisches Programm, darunter Romane wie „Landstraße“ von Niklas Stiller, Erzählungen, Kinderbücher, Lyrikbände und die Literaturzeitung „schliff“. Diese versteht sich als ein eigenständiges Publikationsorgan, in dem Nachwuchsschriftsteller*innen und angehende Literaturwissenschaftler*innen in unmittelbarem Austausch mit renommierten Autor*innen und etablierten Forscher*innen stehen. Daneben erscheint in der Sparte Literatur die gleichnamige Reihe „Literatur“ sowie die Lyrik-Reihe „Forum Neue Lyrik“, in der aktuell der Gedichtband „noch dunkel schon hell. Gedichte.“ erschienen ist.

Seit dem Jahr 2006 gibt das Literaturbüro NRW die Reihen „Museumsschreiber NRW“ und „Museumsschreiber Düsseldorf“ heraus. Die Bände beinhalten eine aufwendige Bildgestaltung und umfassen literarische Texte renommierter Autor*innen, die um die Sammlung eines Düsseldorfer Museums kreisen. Die Bände werden durch Lesungen in den einzelnen Museen präsentiert und geben in mittlerweile zwölf Bänden einen Einblick in die umliegende Museumslandschaft.

In der Reihe „Ehrenworte“ wird das Lebenswerk von Autor*innen aus Düsseldorf geehrt. Zum runden Geburtstag fast das Literaturbüro NRW eine Werkauswahl des jeweiligen Autors oder der jeweiligen Autorin in einem Band zusammen und stellt diesen im Rahmen einer Lesung im Heinrich-Heine-Institut vor.

Die Reihe „Kunst und Theater“ gibt Aufschluss über aktuelle Theaterproduktionen und umfasst hochwertige Bildbände zum Thema. In „Kunst und Kultur Porträts“ von Eva-Maria Riedel finden sich aufwendige Bild- und Textportraits von 52 Künstler*innen aus den Bereichen Bildende Kunst, Tanz, Theater und Musik. Ein Zusammenspiel von hochwertiger Bebilderung und gehaltvollem Textgenuss findet sich auch in einigen Bänden der Sparte „Philosophie und Politik“.

Mit Unterstützung der Nyland-Stiftung gibt das Literaturbüro NRW die Reihe „Lyrik-Edition Rheinland“ heraus und präsentiert dort mehrmals jährlich Autor*innen aus dem Rheinland. Mit Unterstützung des Nederlands Nletterenfonds dutch foundation for literature erscheinen darüber hinaus jährlich zwei Monografien niederländischer Lyrik in der Reihe „Lyrik-Edition Niederlande“, die bereits im Deutschlandfunk und auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt wurde.

Mit „Nylands kleine Rheinische Bibliothek“ besteht eine weitere Reihe im Verlagsprogramm, die sich in kommentierten Lesebänden jeweils einem rheinischen Autor bzw. einer rheinischen Autorin widmet. Die Bücher erscheinen – unter tatkräftiger Mithilfe des Rheinischen Literaturarchivs –  im Heinrich-Heine-Institut, das mit seinen Nachlässen und Sammlungen eine Materialgrundlage für die Erarbeitung dieser Bände liefert. Sie werden von ausgewiesenen Kennern der rheinischen Literaturszene, aber auch Nachwuchswissenschaftlern erarbeitet. Aktuell ist der 16. Band zu Schriftsteller und Lyriker Hans Bender erschienen.

Eine Besonderheit der Edition ist neben den renommierten Reihen der enge Bezug zur Region, der nicht nur durch die gute Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Partnern (Literaturbüro NRW, Heinrich-Heine-Institut, Düsseldorfer Museen etc.) gefestigt wird, sondern sich auch durch die Beheimatung vieler Autor*innen in NRW manifestiert.

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text&talk: Der Satyr Verlag

Bei der diesjährigen text&talk freuen wir uns sehr auf den Satyr Verlag aus Berlin, der als unser exklusiver Gastverlag mit einem Stand im Messezelt vertreten sein wird. Darüber hinaus dürfen wir uns innerhalb des Messeprogramms auf eine Lesung mit Verlagsleiter Volker Surmann freuen, der dort Auszüge aktueller Veröffentlichungen des Verlags präsentieren wird. Übrigens: Heute Abend gibt es im Rahmen unserer Auftaktveranstaltung bereits die Chance ihn zusammen mit Fritz Eckenga und Jörg Thadeusz auf der Bühne zu erleben. Mehr zum Verlag im heutigen Portrait: 

 

Der Berliner Independent-Verlag, welcher Romane, Geschichtensammlungen und Spoken-Word-Lyrik mit meist humoristisch-satirischem Ansatz publiziert, wurde 2005 vom bundesweit agierenden Kleinkunstnetzwerk „BlueFun“ von Peter Maassen gegründet, bevor er 2011 von Volker Surmann übernommen wurde und seitdem als eigenständiges Unternehmen fortbesteht.

Satyr hat einen festen Platz in der Lesebühnen- und Poetry-Slam-Szene und verlegt vor allem thematisch geschlossene Anthologien, die mit Texten namhafter Lesebühnen-, Slam- und Satireautor*innen wie zum Beispiel Marc-Uwe Kling oder Fritz Eckenga geschmückt sind. In diesem Rahmen findet man den Verlag am Rande zahlreicher Slam-Veranstaltungen und Lesebühnen, wie zum Beispiel auf den Deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry-Slam, die in diesem Jahr in der Verlagsheimat Berlin stattfinden.

Auf der text&talk stellt Verlagsleiter Volker Surmann innerhalb des Messeprogramms aktuelle Publikationen, wie den Roman „Die Entmieteten“ von Synke Köhler, vor.

Ganz dem Namen nach steht der Verlag für Freigeist und eine unkonventionelle Autorenschaft, gepaart mit persönlichem Engagement und einer liebevollen Buchgestaltung.

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text&talk: Rodneys Underground Press

Unbequem, anarchisch, direkt – Als Sprössling der Social Beat-Bewegung publiziert Rodneys Underground Press unter Verleger Roland Adelmann gesellschaftskritische Literatur und das bis heute. In Zeiten von ebook und Online-Vertrieb veröffentlicht der Verlag ausschließlich in gedruckter Form und setzt damit ein Zeichen gegen die digitale Massenabfertigung auf dem heutigen Buchmarkt. Mehr im heutigen Portrait: 

Seit 27 Jahren verlegt und vertreibt der Verlag rund um Roland Adelmann Underground-Literatur in gedruckter Form. Und das ausschließlich. Vor dem Hintergrund des digitalen Zeitalters ist der Buchdruck bei Rodneys Underground Literatur (RUP) zu einer Revolte gegen die Schnelllebigkeit und den Untergang von Magazinen und Zeitschriften geworden. RUP setzt vor allem auf Literatur, die nicht konform ist und das auch gar nicht sein will. Sie soll (gesellschafts-)kritisch, politisch und gerne unbequem sein – und das vollkommen unabhängig von Online-Vertreibern wie Amazon. Der Literatur und den Autor*innen wird hier größtmöglicher Respekt gezollt, „Schließlich haben die Schriftsteller und Schriftstellerinnen Schweiß, Tränen und Blut vergossen für ihre Werke.“

Zur Autorenschaft zählen die wichtigsten Vertreter*innen der Underground-Literatur, die ein vielfältiges Programm aus feinster Lyrik und gehaltvoller Prosa garantieren. Eine Ladung sozialen Sprengstoff gibt es inklusive.

Die Anfänge von Rodneys Underground Press liegen in der vor allem in den neunziger Jahren stark präsenten Social Beat-Bewegung. In den 1980ern wurden die ersten Grundsteine der Bewegung gelegt, denn durch die neue Technologie des Kopierens konnte jeder, der wollte, billig und schnell seine Gedanken aufs Papier bringen und vervielfältigen. Vor allem die Punks verbreiteten mit ihren sogenannten Fanzines Texte, Gedichte oder Pamphlete, in denen es um Musik, Konzerte und das eigene Leben ging.

Mit der Anthologie „Downtown Deutschland“ wurden die Gedanken der aufkeimenden Szene erstmals in ein Buch gefasst. Im weiteren Verlauf wurde die Szene vor allem durch verschiedene große Social-Beat Literaturfestivals weiter aufgebaut, gleichzeitig stellte sich aber auch immer mehr die Frage, was Social Beat überhaupt war. Vielleicht ein neues literarisches Bewusstsein, das dazu führte, den Schrott in der Gesellschaft auszugraben und sichtbar zu machen.

Mit Büchern wie „Die letzten Überlebenden von No Future“, „Bier im Frühstück, Tschernobyl im Arsch“ (Adelmann), „Leben gefährdet die Gesundheit“ (Hermann Borgeding) oder „Die totale Verkommenheit“ (Jenz Dieckmann) gehen die Autor*innen bei RUP unter anderem auf die Abgründe und das Scheitern der modernen Gesellschaft ein. Dabei steht vor allem der einzelne Mensch im Vordergrund, der versucht, sein eigenes Leben innerhalb dieser Strukturen zu verwirklichen.

All das muss beim Verlag aber nicht nur in Büchern diskutiert werden, sondern findet sich manchmal auch einfach ’nur‘ in einem Chapbook, die schon in den Anfängen der Social Beat Bewegung gefeiert und begehrt waren. Neben diesen und weiteren Publikationen erscheint in mittlerweile sechster Ausgabe das Magazin „MAULhURE“.

Durch die beständige gesellschaftliche Kritik und das Erfassen der menschlichen Existenz abseits des literarischen Mainstreams schafft sich RUP in Zeiten, in denen das Lesen immer mehr als Zeitverschwendung betrachtet wird, einen eigenen Platz: Literatur, die echt ist und trotzdem oder gerade weil sie aneckt, den Freigeist des Einzelnen wachzurütteln vermag. Und solange bis alles einmal ausstirbt und die Gesellschaft dann doch vollends den Glauben an das Buch verliert, wird bei Rodneys Underground Press weiter gedruckt und daran erinnert, dass Lesen immer noch die schönste Zeitverschwendung ist.

 

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text&talk: Der Ardey-Verlag

In der Region für die Region: Im Ardey Verlag wird Westfalen aufs Papier gebracht. Das Kulturmagazin „Westfalenspiegel“ erscheint alle zwei Monate im Verlag und hat mit einem Mix aus aktuellen Nachrichten, umfangreichen Reportagen, gehaltvollen Essays und Buchrezensionen mittlerweile Kultstatus in der Region erreicht. Mehr über den Verlag im Portrait: 

 

Der Ardey-Verlag wurde bereits 1951 gegründet, damals noch mit Sitz in Dortmund. Namensgebend war ein Höhenzug zwischen Hagen und Dortmund. In der Anfangzeit reicht das Buchprogramm von wissenschaftlichen Publikationen, über belletristische Werke bis hin zu offensichtlichen Kitschromanen: In der Publikationsliste des Jahres 1952 findet sich Schelskys Wandlungen der deut­schen Familie in der Gegenwart neben Bildbänden. Daneben verlegt man so genannte „Frauenromane“ und unterhält eine Reihe „Der aktuelle Filmroman“, die sich „von gewissen, Anstand und Geschmack verletzenden Druckerzeugnissen abzugrenzen“ wünscht und „auf anständige und kurzweilige Art und Weise unterhalten“ möchte – mit Titeln wie Die Frauen des Herrn S., ein heiterer Roman zum Film mit Sonja Ziemann, Paul Hörbiger, Rudolf Platte, Walter Giller und anderen. Aber auch Literatur für höhere Ansprüche wird bei Ardey verlegt.

Zwischenzeitlich wird die Buchproduktion in den 1970er Jahren eingestellt und erwacht erst zu Beginn der 1990er Jahre wieder zu neuem Leben. Sitz des Ardey-Verlags ist heute Münster. Wir bieten in unseren Büchern ein abwechslungsreiches Programm zu Westfalens Vergangenheit und Gegenwart, zur westfälischen Kultur, Literatur und Geschichte sowie zum Archivwesen. Neben dem Buchprogramm erscheint im Ardey-Verlag das Kulturmagazin Westfalenspiegel, 1951 der eigentliche Gründungsanlass des Verlags. Mittlerweile ist der Westfalenspiegel, das alle zwei Monate erscheinende Kulturmagazin für Westfalen-Lippe, aus der westfälischen Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken. In jeder Ausgabe erwartet die Leser ein spannender Mix aus aktuellen Nachrichten, interessanten Reportagen, Hintergrundberichten, exklusiven Interviews, Porträts, Essays und Buchrezensionen. Außerdem Kulturtipps und Termine, die in dieser Zusammenstellung in anderen Medien und in der Tagespresse nicht zu finden sind.

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text&talk: Literatur der Zukunft

Wir freuen uns auf den Verlag „Literatur der Zukunft„, der in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem Stand auf der text&talk vertreten ist. Das Programm: ‚neue Literatur für unabhängige Leser‘, Prosa fernab von Markt und Mainstream, einzigartig in Typographie und Covergestaltung und in einem stetigen Crossover mit anderen Künsten. Dahinter steht Verlegerin Bettina Nolting seit 2012 mit Hingabe und Herzblut, liebevoll begleitet von einem Team freier, künstlerisch autonomer Partner. Mehr im Portrait:

 

Der Verlag ist seit 2012 unter der Leitung von Bettina Nolting aktiv und hat seine Heimat in Blomberg. Das Programm  bietet ‚neue Literatur für unabhängige Leser‘, fernab von Markt und Mainstream und gestützt von einer kompromisslosen literarischen Qualität sowie individueller Typographie und künstlerischer Covergestaltung, dabei liebevoll begleitet von einem Team freier, künstlerisch autonomer Partner. Neben Prints und eBooks, bietet der Verlag auch Hörbuchfassungen einiger erschienener Werke an und befindet sich über die Verlagsarbeit hinaus in einem stetigen Crossover mit anderen Künsten wie der Musik, Fotografie oder Malerei.  Dabei versteht er sich als ein unabhängiges Künstlernetzwerk, in dem die Einflüsse der verschiedenen Künste aufeinander treffen und miteinander verbunden werden. Dies geschieht nicht nur in der Buchproduktion, zum Beispiel im Rahmen einer Covergestaltung, sondern fließt auch in die Arbeit des Verlags als Veranstalter mit ein. In diesem Jahr war „Literatur der Zukunft“ mit drei Veranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Autor Hannes Sonntag präsentierte im Mendelssohn-Haus vor voll besetztem Auditorium seinen neuen Roman „Solange es noch geht“ im favorisierten ‚Doppel-Ton‘-Format, lesend und im Wechsel als Konzertpianist. In einem neuen Hörbuch-Projekt des Verlags wird eine klassische japanische Erzählung von einem Schauspieler gelesen und durch Jazzmusik begleitet und interpretiert.

Vom Holzschnitt bis zur detaillierten Zeichnung kommt es auch in der Covergestaltung zur Verschmelzung zwischen Literatur und Kunst, die jedem Titel so zusätzlich eine persönliche Note gibt und den Leser auf die Suche nach seiner ganz eigenen Interpretation des Zusammenspiels zwischen Inhalt und Buchcover schickt. Für den aktuellen Roman von Hannes Sonntag wurde eigens ein Ölgemälde gefertigt, der vorherige Roman „Jaspers Fluchten“ sticht in der Covergestaltung mit feinen Linolschnitten des Minsker Künstler Igor Osters hervor. So entstehen Bücher, die man gerne liest, bestaunt und fühlt. Bei solchen Unikaten steckt die Liebe definitiv im Detail – und davon steckt eine ganze Menge drin.

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text&talk: Daedalus und Am Erker

Gemeinsam am Stand findet man am Sonntag den Daedalus Verlag von Joachim Herbst und die Literaturzeitschrift „Am Erker, die vor mehr als vierzig Jahren von Joachim Feldmann und Michael Kofort gegründet wurde. Wir freuen uns auf ein breites Verlagsprogramm von Sachbuch bis Cartoon und ganz besonders auf den neuen Lyrikalender „Fliegende Wörter“ für 2020. „Am Erker“ hat ebenfalls die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift, „Detektive, Cowboys, Sternenkrieger„, im Gepäck. Wir sind sehr gespannt! Mehr im Portrait:

 

35 Jahre Daedalus: Im Jahre 1984 gründete Joachim Herbst den Verlag in Bielefeld. Nach einer Zwischenstation in Rheda-Wiedenbrück ist seit 1990 der Verlagssitz Münster.

In den ersten Jahren konzentrierte sich das Programm auf sozialwissenschaftliche Titel und das politische Sachbuch. Mit der Zeit kamen Bücher aus anderen Wissensbereichen hinzu. Kooperationen mit NRW-Institutionen wie dem Landesverband des Börsenvereins zum jährlichen Welttag des Buches, der Kunststiftung NRW oder der Nyland-Stiftung bildeten sich im Laufe der Verlagsgeschichte heraus. Inzwischen bietet Daedalus auch zahlreiche Titel an, die eine breite Leserschaft ansprechen – darunter ein angesehenes Programm zum Thema Medien und Anthologien. Neben dem Sach- und Fachbuchprogramm, erfolgreicher Regionalliteratur und Büchern zur Kunst gibt es seit 26 Jahrgängen ein wiederkehrendes Glanzlicht im Verlagsprogramm: den Lyrikkalender „Fliegende Wörter“. Die aktuelle Ausgabe für das Jahr 2020 dieses „Gesamtkunstwerks“ (BuchJournal) wird bei der text&talk neben anderen Neuerscheinungen vorgestellt.

Daedalus wird in diesem Jahr von der Literaturzeitschrift „Am Erker“ begleitet, die zweimal jährlich im Verlag erscheint. Vor mehr als vierzig Jahren als alternatives Szeneblatt von Joachim Feldmann und Michael Kofort gegründet, hat sich die Münsteraner Zeitschrift zu einem anerkannten Forum für erzählende Literatur entwickelt. Dabei favorisiert „Am Erker“ einen „Typus von Literatur, der einen ironischen Realismus mit einem ausgeprägten Sinn für Komik verbindet“ (Saarländischer Rundfunk). In den buchstarken Heften finden sich neben neuer Kurzprosa vornehmlich deutschsprachiger Autor*innen auch literarische Essays und ein umfangreicher Rezensionsteil, „in dem der feierliche Feuilleton-Ernst auf äusserst intelligente und witzige Weise konterkariert wird“ (Basler Zeitung). Außerdem wird die Zeitschrift seit Heft Nr. 40 regelmäßig durch die Krimi-Kolumne „Mord & Totschlag von Joachim Feldmann erweitert. Auf der text&talk ist die neueste Ausgabe „Detektive, Cowboys, Sternenkrieger“ erhältlich. Nr. 77 der Münsteraner Zeitschrift versammelt kurze Texte, die das Triviale zum Leuchten bringen, verblüffende Geschichten aus dem fiktiven Alltag der genialen Detektive, der diabolischen Schurken im Sattel wild galoppierender Pferde, der Sternenfahrer in den Weiten des Weltalls oder aller in den Armen der Liebe Schmachtenden.

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text&talk: Galerie Wittkamp

Wir freuen uns sehr, die Galerie Wittkamp, bestehend aus Künstlerin Annette Wittkamp-Fröhling und ihrem Mann, dem Dichter und Maler Frantz Wittkamp, auf unserer Messe am Sonntag begrüßen zu dürfen! Frantz Wittkamp hat dabei nicht nur für seinen Stand im Messezelt hohe Dichtkunst im Gepäck, sondern wird im Rahmen unseres Leseprogramms gemeinsam mit Jutta Richter und Arnold Maxwill aus unserer hauseigenen Reihe „roterfadenlyrik“ lesen. Mehr im Portrait:

 

Seit 1976 gibt es sie schon – die Galerie der Familie Wittkamp. Gegründet wurde sie von Annette Wittkamp-Fröhling, die dort bis heute Gartenplastiken in Bronze und Figuren in allen Größen aus Stuck mit Acryl bemalt ausstellt. In Lüdinghausen, der Heimat der Künstler, und stehen viele Bronzeplastiken von Annette Wittkamp-Fröhling. Sie stellen Persönlichkeiten dar, die der Stadt geschichtlich verbunden sind.

Neben ihren Arbeiten stellt sie in der Galerie auch die Bilder ihres Mannes Frantz Wittkamp aus. Dieser arbeitet seit 1970 als Kinderbuchillustrator, Grafiker, Maler, Dichter und Objektkünstler. Mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Förderpreis des Landes NRW, dem „Großen österreichischen Staatspreis für Kinderlyrik“ und dem Hörbuchpreis des Hessischen Rundfunks, findet man seine Gedichte nicht nur in zahlreichen Anthologien und Lesebüchern deutschlandweit, sondern auch im Ausland. 2017 erschien die englische Übersetzung des Buches „In die Wälder gegangen, einen Löwen gefangen“ bei Two Hoots mit dem Titel “Fish Dream of Trees“. Seit 1980 erscheinen seine Gedichtbücher bei Beltz und Gelberg, im Coppenrath Verlag und im Alphabeet Verlag. Auf der text&talk wird Frantz Wittkamp gemeinsam mit Jutta Richter und Arnold Maxwill aus der Reihe „roterfadenlyrik“ lesen, einer Zusammenarbeit zwischen dem Literaturmuseum Haus Nottbeck und dem vorsatzverlag, in der wichtige lyrische Stimmen Westfalens in regelmäßiger Folge erscheinen.

 

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text&talk: Der Aisthesis Verlag

Über 30 Jahre Aisthesis! Der Bielefelder Verlag unter der Leitung von Detlev Kopp ist in seiner langen Verlagsgeschichte auch ein alter Bekannter auf der text&talk-Messe. Seit Beginn ist Aisthesis als Aussteller mit dabei und bereichert die Messe mit einem breitgefächerten Programm aus unterschiedlichen Sparten der Literatur- und Kulturwissenschaften und liefert darüber hinaus mit der Erforschung westfälischer Literatur einen wichtigen Beitrag zum heimischen Kulturbetrieb. Mehr im Portrait: 

 

Der Aisthesis Verlag mit Sitz in Bielefeld wurde 1985 von Prof. Dr. Detlev Kopp und Dr. Michael Vogt gegründet. Nachdem sich Michael Vogt 2013 zunächst aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hat, leitet Detlev Kopp den Verlag seit Anfang dieses Jahres alleine.

Das Programm des Verlags ist breit aufgestellt und publiziert in den Sparten Literaturwissenschaft, Philosophie, Geisteswissenschaft, Medientheorie und Literatur. In den über 30 Jahren seines Bestehens hat sich Aisthesis als ein führender Wissenschaftsverlag im Segment Literatur- und Kulturwissenschaft etabliert.

Innerhalb seines Programms hat sich der Verlag unter anderem den Schwerpunkt gesetzt, westfälische Literatur zu erforschen, aufzuarbeiten und zu verbreiten. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Literaturkommission für Westfalen und der Nyland-Stiftung, die sich eben dieser Arbeit verschrieben haben. In den „Veröffentlichungen der Literaturkommission für Westfalen“ oder in „Nylands Kleine Westfälische Bibliothek“ kommt dieser Schwerpunkt zum Ausdruck. Daneben finden sich im Verlagsprogramm auch Veröffentlichungen zur lippischen Landesgeschichte und Literatur über lippische Autor*innen.

Besonderes Highlight des Programms sind die renommierten Reihen in unterschiedlichen Sparten, etwa die seit 2005 herausgebene historisch-kritische Ausgabe der Werke und Briefe Georg Herweghs, die mit sechs Bänden Anfang des Jahres abgeschlossen wurde oder auch die 2007 gestartete Verlagsreihe „Moderne Studien“, die Forschungsergebnisse zur literarischen Verarbeitung gesellschaftlicher Modernisierung seit dem 19. Jahrhundert aufzeigt.

Neben vielfältiger Fachliteratur gibt es im Programm des Aisthesis Verlags auch ausgewählte Belletristik zu lesen, wie den Roman „Der Wartesaal“ der deutsch-israelischen Schriftstellerin Jenni Aloni, die bis 1935 in Paderborn lebte und der 1939 die Flucht nach Palästina gelang. Publikationen zu den Themen Nationalsozialismus, Antisemitismus und Holocaust bilden einen weiteren wichtigen Schwerpunkt des Verlagsprogramms und sind bereits in verschiedenen Reihen des Verlags erschienen. Im letzten Jahr neu erschienen ist in diesem Kontext zum Beispiel der vierte Band der Reihe „Dichter für das ‚Dritte Reich‘“.

Zur Ausstellung „Aliens Welcome! Science-Fiction-Literatur aus Westfalen 1904-2018“, die Ende August auf dem Kulturgut Haus Nottbeck eröffnet wurde, hat der Aisthesis Verlag das gleichnamige Buch von Walter Gödden herausgebracht. Der Titel dient als Begleitbuch zur Ausstellung und verfolgt die Spur westfälischer Science-Fiction-Autor*innen, die das Genre auf ihre Weise mitprägten und verbreiteten.

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text&talk: Edition Pastorplatz

Gar nicht mehr lange bis zur Messe und wir freuen uns, dass auch die EDITION PASTORPLATZ aus Aachen wieder mit einem Stand dabei ist. Der Verlag von Mele Brink und Bernd Held publiziert bebilderte Humor- und Kinderbücher, die nicht nur wegen ihrer guten Geschichten etwas ganz Besonderes sind, sondern auch in ihrer Aufmachung individuell herausstechen. Bücher zum Lesen, Sehen und Wohlfühlen. Mehr im Portrait:

 

Die Edition Pastorplatz wurde 2011 von Illustratorin Mele Brink und Grafik-Designer Bernd Held gegründet. Darüber hinaus bereichern einige freie Mitarbeiter*innen das Verlagsteam. Ziel bei der Gründung war es, haptische und gestalterisch schöne Bücher zu machen, die man gerne in die Hand nimmt und die Spaß bringen – eben Bücher zum Wohlfühlen.

Der Aachener Verlag veröffentlicht stark bebilderte Bücher aus den Bereichen Kinderbuch (Bilder-, Vorlese- und Erstlesebücher), Humor und „ohne Worte”. Die Kinderbücher werden vor allem für die Altersklasse zwischen 3 und 10 Jahren gefertigt. Text und Bild spielen dabei eine gleichberechtigte Rolle, werden aber je nach Buch individuell an die Leserschaft angepasst.

Dabei ist es dem Verlag besonders wichtig, positive Inhalte zu vermitteln und auf humorvolle, aber auch gerne verrückte Art lehrreichen und gehaltvollen Inhalt zu schaffen. Nur was gut, witzig, krude, aber trotzdem mit guten Geschichten und sehr guten Illustrationen aufwartet, kommt zwischen zwei Buchdeckel.

Die Auswahl von Papier und Bindung spielt dabei ebenfalls eine große Rolle. Die Kinderbücher werden ausschließlich im Hardcover mit Fadenbindung produziert und sind dadurch robust und haltbar. Damit sich das Buch beim Blättern gut anfasst, wird für die Innengestaltung ein weiches, aber nicht weniger haltbares Papier mit hohen Grammaturen verwendet. Beim Druck wird auf eine ökologische Produktion geachtet, um eine hochwertige und nachhaltige Bebilderung zu garantieren. Der Verlag produziert überwiegend in Deutschland und ausschließlich im Offsetdruck mit Druckfarben auf Wasserbasis.

Neben den Kinderbüchern publizierte der Verlag von 2011 – 2016 auch Cartoons und Comics für Erwachsene. Auch hier stehen neben aufwendiger Innengestaltung die sorgfältige Auswahl von Papier und Bindung im Fokus. Drei Bände gezeichneter Gefühle auf Packpapier ergänzen außerdem das Programm. In farbigen Wachskreidezeichnungen erzählt Mele Brink ohne Worte von Gefühlszuständen, Selbstbetrachtung und allerlei Befindlichkeiten, bei denen sich der Leser oder die Leserin gerne wiedererkennen darf. Alle Bände sind durchgehend auf Recyclingpapier gedruckt und einzeln durchnummeriert.

Mit seinen liebevoll gestalteten Büchern ist der Verlag jährlich auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig, als auch auf weiteren kleineren Buchmessen unterwegs. Die Präsentation des ersten Hardcover-Kinderbuchs „Frosch Mahlzeit” in Leipzig ist, so die Verleger, bis heute ein Highlight in der Verlagsgeschichte.

Ganz neu im Programm und übrigens seit dem 02.09. in jeder Buchhandlung zu bekommen, sind die beiden Kinderbücher „Gwendolin wünscht sich ein Tier” von Stefanie Kolb und „Die Waschanlage der Schutzengel” von Petra Steckelmann.

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text&talk: Der OCM Verlag

„Lieber barfuß als ohne Buch“ ist das Motto des OCM Verlags und da können wir nur zustimmen! Der Dortmunder Verlag von Elke Neumann und Georg Nies liebt und lebt Bücher – und das mit vollem Einsatz. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und eine kunterbunte Programmvielfalt, außergewöhnlich in Inhalt und Gestaltung. Mehr im heutigen Portrait: 

 

Facettenreichtum und Herzblut – Der OCM Verlag macht gute und schöne Bücher jenseits des Mainstreams und veröffentlicht das, was selbst gefällt. Hinter diesem Konzept verbirgt sich eine kunterbunte Vielfalt, die sowohl die Bücher als auch die Autor*innen treffend beschreibt.

Seit 2010 gibt es den Dortmunder Verlag, der eher zufällig durch zugesandte Bilder eines leidenschaftlichen Fotografen und Weltenbummlers entstand. Aus dem umfangreichen Bildmaterial entstand ein beeindruckender Bildband um einen weltreisenden Zwerg, der allerlei spannende, traurige, aber auch humorige Geschichten erlebt und erzählt. Im Rahmen des Projekts entstanden die ersten Verbindungen zu einigen der beteiligten Autor*innen und der OCM Verlag startete durch. Gegründet wurde er von Elke Neumann und Georg Nies, die seitdem stetig am Ausbau des Verlags arbeiten und dabei auf ganz besondere Buchideen setzen. Unterstützt werden sie von einem kleinen engagierten Team und Hündin „Lotta”, die, so die Verleger, die eigentliche „Chefin” im Verlag ist.

Das Programm reicht von abgründigen Psychothrillern und aufreibenden Krimis mit einer Garantie für schlaflose Nächte, Angstschweiß und Gänsehaut, über feinste Lyrik und Chansons bis hin zu Kurzgeschichten, Jugendliteratur und hochwertigen Bildbänden und bietet nicht nur inhaltliche Highlights, sondern besticht auch gestalterisch mit oft außergewöhnlicher Aufmachung. Im Bildband „Über wilde Wiesen” von Roswitha Iasevoli und Ulla Kallert werden Lyrik und moderne Kunst miteinander verbunden. Kraftvolle Malerei und farbige Sprache stehen sich auf Doppelseiten gegenüber und gehen ein harmonisches Zusammenspiel ein, welches die Fantasie auf eine Reise zwischen klangvolle Zeilen und lebendige Bilder schickt. Das Buch „Tödliche Flaschenpost und Tausend Träume” von Susanne Limbach hat zwei Gesichter, abhängig davon, wie man es wendet. Auf der einen Seite finden sich mörderische Kurzkrimis, die andere Seite erzählt von feinfühligen Alltagsgeschichten.

Seit 2015 gibt es mit der Reihe „Kæti-fancywork” eine Ergänzung im Verlagsprogramm. Unter dem Titel widmet sich der OCM-Verlag dem Thema Handarbeit und publiziert Bücher, die sich um die Freude am Nähen, Häkeln oder Stricken drehen. Lydia Feucht ist eine Autorin, die diese Leidenschaft aufs Papier bringt und in ihrem Buch „Babys in Tweed” 17 Strickmodelle für Babys im ersten und zweiten Lebensjahr entworfen hat, die leicht nachzustricken sind. Darüber hinaus ist in Zusammenarbeit mit der Autorin der immerwährende Kalender „Strickzeit” erschienen, der neben Strickanleitungen auch einen Platz für Notizen bietet und liebevoll mit Sprüchen und Fotografien gestaltet ist.

Die enge Zusammenarbeit mit den Autor*innen ist für den Verlag bei jedem Projekt aufs Neue ein Highlight. Alle Autor*innen sind ausnahmslos in der Region ansässig. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Handlungen in Dortmund oder in unmittelbarer Umgebung angesiedelt sind. Die sechs mörderischen Kurzkrimis in „Das Leben birgt ein tödliches Risiko” spielen alle in Dortmund und zeigen daneben Fotografien, die einen Eindruck vom Ort des Geschehens vermitteln.

Neu im Programm sind der Psycho-Thriller „Visitors – Die Besucher” von Autor Achim Albrecht oder „Seelenzerrung”, 12 Kurzgeschichten und Erzählungen von Winfried Thamm.

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text&talk: Künstler*innen

Auf der diesjährigen text&talk gibt es neben einem vielfältigen Buchprogramm auch wieder eine Menge rund um die Themen Gestaltung und Druck zu bestaunen. Bei unseren Aussteller*innen finden sich eindrucksvolle Grafiken, Drucke und Künstlerbücher, als auch liebevoll gestaltete Bildbände und Fotografien. Wir freuen uns sehr, in diesem Rahmen die Künstlerinnen Kathrin Heyer und Mari Girkelidse begrüßen zu dürfen, die am kommenden Sonntag eine Auswahl ihrer Arbeiten auf der Messe präsentieren werden. Mehr im Portrait: 

 

Kathrin Heyer studierte zunächst an der Fachhochschule für Design in Münster bei Wolfgang Troschke (Druckgrafik), der Malerin Galli und dem Master Printer Knut Willich. In ihrer Abschlussarbeit befasste sie sich mit dem auf einer bretonischen Legende beruhenden Märchen Blaubart. Dabei entstanden ein Künstlerbuch und eine Serie großformatiger Offset-Lithografien.  Später wechselte Heyer an die Kunstakademie Münster, wo sie bei Lili Fischer, Shana Moulton und Paul Schwer Freie Kunst studierte und zur Meisterschülerin ernannt wurde.

Schwerpunkte ihrer an bildnerischen Strukturen interessierten Arbeit sind eine Malerei und Druckgrafik, in der sich handwerkliches Können und freies künstlerisches Spiel auf vielfältige Weise verbinden. Programmatisch für diese Arbeitsweise steht das Modell des Rhizoms, eines Wurzelgeflechts, das durch seine Sprossachsen, Verästelungen und Quertriebe gekennzeichnet ist und als Denkfigur neben der Vielschichtigkeit des prozessorientierten Arbeitens auch Kathrin Heyers Bildwelten anschaulich beschreibt. Kathrin Heyer lebt und arbeitet auf Gut Boyenstein bei Beckum, wo sie ihr Atelier und eine druckgrafische Werkstatt unterhält. Auf dem Kulturgut Haus Nottbeck wird sie in Zukunft unterschiedliche Workshops anbieten.

 

Die georgische Künstlerin Mari Girlkelidse wurde 1982 in Tiflis geboren. Als 17-Jährige begann sie ihr Studium der Malerei an der Kunstakademie Tiflis, anschließend folgte das Designstudium an der Fachhochschule Münster mit den Schwerpunkten Illustration und Druckgrafik, welches sie 2008 erfolgreich abschloss. Seit 1999 hat Mari Girkelidse an zahlreichen nationalen und internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen, wo sie neben den Werken bekannter Künstler*innen wie Marina Abramovic, Günter Grass oder Joseph Beuys ausstellte.

Die Künstlerin lebt und arbeitet als Druckgrafikerin in Münster. Ihre Werke sind nicht nur von hohem künstlerischen Anspruch, sondern werden mit hochwertigen Materialien, wie säurefreiem Papier und lichtechten Farben hergestellt.

Zur Messe bringt sie nicht nur ihre eigenen besonderen Werke mit, sondern auch einige ihrer Kollegin Ebru Bulut.