Autoren, Bücher, Entdeckung, Lieblingsbuch

»Für das Leben das nicht kommt«

Die 1972 in Duisburg-Hamborn geborene und im Stadtteil Marxloh aufgewachsene Lyrikerin Lütfiye Güzel ist erste Preisträgerin des Fakir-Baykurt-Kulturpreises der Stadt Duisburg 2014 und war Stadtschreiberin in Köln-Mülheim. Mit dem Anfang 2017 im Selbstverlag erschienenen Band faible? präsentiert die Autorin eine persönliche „Best-of“-Sammlung bisheriger Veröffentlichungen, die ihr lyrisches Schaffen geradewegs auf den Punkt bringt.

Die Duisburger Lyrikerin Lütfiye Güzel ist bei weitem keine Unbekannte mehr und längst über den Status eines literarischen Newcomers hinaus. Obwohl sie den Mainstream des Literaturbetriebs meidet wo sie nur kann – die Autorin veröffentlicht unter dem eigenständigen Label „go-güzel-publishing“ – hat sie bereits acht Publikationen vorzuweisen, darunter herz-terroristin (2012), pinky helsinki (2014) und Oh, No! (2016). Der aktuelle Band faible? bietet auf knapp 200 Seiten eine diverse und repräsentative Zusammenstellung bisheriger Texte und vereint Gedichte, Textfragmente und aphoristische Miniaturen, die sich vor allem durch die thematische Profanität des Alltäglichen, den lakonisch-düsteren Stil und den sie umgebenden melancholischen Grundton von der aktuellen deutschen Gegenwartslyrik unterscheiden. Weiterlesen…

Autoren, Bücher, Entdeckung, Lieblingsbuch

Sozusagen Paris – Sozusagen Leben

Der renommierte Orientalist und Autor zahlreicher Romane und Essays, Navid Kermani, wurde in Siegen geboren und lebt als freier Schriftsteller in Köln. Er ist unter anderem Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, des Heinrich von Kleist-Preises und des Hannah Arendt-Preises. 2016 erschien sein aktueller Roman Sozusagen Paris im Hanser Verlag. 

Paris – spätestens seit Victor Hugos Der Glöckner von Notre-Dame ist die Stadt als Sinnbild der romantischen Liebe ein immer wiederkehrender Topos sogenannter Liebes-Romane. In seinem im Herbst 2016 veröffentlichten Roman Sozusagen Paris setzt sich der Schriftsteller Navid Kermani kritisch und nicht ohne einen Hauch Ironie mit dem Konzept der romantischen Liebe auseinander und präsentiert einen Liebesroman der etwas anderen Art. Doch die Liebe die er beschreibt, ist nicht nostalgisch verklärt oder überhöhend, der Ort des Geschehens ist nicht Paris, sondern die Provinz. Paris eben – aber nur sozusagen. Weiterlesen…

Autoren, Bücher, Lieblingsbuch, NRW-Buchmesse, text & talk 2017

»Zeitlauscher« – Markus Veith

Verlag: OCM Verlag

»Errätst du es nicht?! Ich werde sie auf unserem Hügel vergraben. Oh, Konrad, stell dir vor: Den Baum, den du siehst, trage ich in meiner Tasche.«

Als er klein war, war seine Welt Kauderwelsch. Ein wirrer Urwald aus Sprache. Der junge Konrad hat ein außergewöhnliches Talent: Er kann in die Vergangenheit hören.  Weiterlesen…

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»Der weiße Affe« – Kerstin Ehmer

Verlag: Pendragon

Kerstin Ehmers Debütkrimi führt direkt ins brodelnde Berlin der 20er Jahre. Kommissar Spiro soll den Tod eines jüdischen Bankiers aufklären. Doch getrieben vom schnellen Rhythmus der Stadt und mitgerissen vom rauschenden Berliner Nachleben, muss er aufpassen, dass ihm der Fall nicht entgleitet. Weiterlesen…

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»Kleine westfälische Fotografiegeschichte« – Eggert & Sagurna

Verlag: Ardey Verlag

»Das Buch von Alfons Eggert und Stephan Sagurna »Kleine westfälische Fotografiegeschichte. Fotografien des 19. bis 21. Jahrhunderts« hat uns von Anfang an fasziniert. Mit über 100 Fotografien und kurzweiligen Textpassagen wird anschaulich die Geschichte der Fotografie der letzten 150 Jahre erzählt. Weiterlesen…

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»Spurensuche« – Safak Sariçiçek

Verlag: Elif Verlag

»Safak Sariçiçek, ungeschliffen und mitreißend aktuell, ohne die übliche Artistik moderner Gedichte, erkundet er in Form einer Spurensuche seine Schwindelgefühle für die Heimat, bei Religion, Moral, in der Liebe, dem Zusammenleben Jugendlicher hier und dort. Kritisch, mit der Beobachtungsstrenge eines angehenden Juristen, aber empfindsam und herzlich, stets für abenteuerliche Erlebnisse offen.«

 

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»Nordwärts. Bilder – Szenen« – Günter Rückert

Verlag: Vorsatzverlag

Der Maler, Grafiker, Radierer, Zeichner, Kabarettist, Autor des Dortmunder »Geierabends« sowie Schriftsteller schaut die Welt und die sie bevölkernden Lebewesen an, wie sie sind und nimmt sie so liebe- und kunstvoll in seine Welt hinüber, dass wir es in ihr und mit ihnen wieder aushalten.

»Nordwärts«. Günter Rückert. (Vorsatzverlag Dortmund, 2016)

10,- € (D)

ISBN 978-3-943270-16-7

 

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»Sonnenfinsternis« – Arthur Koestler

Verlag: Elsinor Verlag

Koestlers weltberühmter Roman über den einstigen Volkskommissar Rubaschow, der den politischen Säuberungen innerhalb seiner eigenen revolutionären Partei zum Opfer fällt und in gnadenlosen Verhören zur Strecke gebracht wird, spielt auf die stalinistischen Schauprozesse der 1930er-Jahre und deckt die Mechanismen totalitärer und diktatorischer Systeme auf – und ist damit gerade heute wieder auf beklemmende Weise aktuell. Weiterlesen…

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»1968. Pop, Protest und Provokation« – Walter Gödden

Verlag: Aisthesis Verlag

»1968. Pop, Protest und Provokation« in 68 Stichpunkten. Ein Materialienbuch.

Die Literatur einer Region unter der Lupe. Ist eine Jahreszahl dafür eine geeignete Kategorie?
Die vorliegende Textsammlung macht die Probe aufs Exempel. Sie dokumentiert, welche Werke westfälischer Autorinnen und Autoren 1968 erschienen, mit welchen Projekten sich die Schriftstellerinnen und Schriftsteller damals beschäftigten und welche Haltung sie zum »Phänomen 1968« einnahmen. Weiterlesen…

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»Ein vernünftiges Gefühl« – Matthias Gronemeyer

Verlag: Matthias Gronemeyer Verlag

Ein junger Wissenschaftler, Pflanzengenetiker, reist nach Frankreich zu einem Kongress. Gerade ist seine Beziehung in die Brüche gegangen und Umweltschützer haben sein Versuchsfeld zerstört. In Frankreich begegnet er der amerikanischen Forscherin Hanna, die seiner festgefügten Rationalität nach und nach Risse verleiht. Weiterlesen…

Allgemein, Autoren, Entdeckung, Porträt

Claudia Ehlert erfährt das Münsterland

Claudia Ehlert (ehemalig LWL-Literaturkommission) ist für das Internetportal »stadt.land.text« mit ihrem Bulli im Münsterland unterwegs. Ihre Erfahrungen und Eindrücke teilt sie uns auf ihrem Blog mit.

Foto: Gunnar A. Pier.

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Peter Marggraf illustriert Thomas Manns »Der Tod in Venedig«

Verlag: San Marco Handpresse

Neben dem Text Thomas Manns (Der Tod in Venedig) sind in der Ausgabe zwölf Holzschnitte von Peter Marggraf enthalten. Das Buch wurde im Frühjahr 2014 auf einer Linotype aus der Palatino, 12 Punkt, gesetzt. Gedruckt wurde es auf 120g/qm Werkdruck der Firma Hahnenmühle und von Hand gebunden. Die Auflage beträgt 24 Exemplare. Die Holzschnitte Marggrafs wurden vom Stock gedruckt und sind in die Bücher eingebunden. Der Text wurde mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlags (Frankfurt am Main) nachgedruckt.

»Venedig, eine sterbende Stadt – heute mehr denn je Realität angesichts des immer häufigeren acqua alta, des dramatischen Einwohnerschwunds, der verfallenen Paläste, der Millionenschar an Touristen. Weiterlesen…